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	<title>Überarbeiten Archive - Kreative-Schreiberei</title>
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		<title>Wollen reicht nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Überarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn mein Körper mich im Stich lässt und ich mich nicht auf mich verlassen kann &#8211; wird alles schwierig und Wollen reicht dann eben nicht mehr. Was das für meinen Alltag als Autorin und die Überarbeitung meines Romans bedeutet, erzähle ich dir in diesem Artikel. Wie jede Woche verlinke ich diesen Samstagsplausch mit Karminrot und...</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn mein Körper mich im Stich lässt und ich mich nicht auf mich verlassen kann &#8211; <br>wird alles schwierig und Wollen reicht dann eben nicht mehr. Was das für meinen Alltag als Autorin und die Überarbeitung meines Romans bedeutet, erzähle ich dir in diesem Artikel.<br><br>Wie jede Woche verlinke ich diesen Samstagsplausch mit <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> und dem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">Karminroten Lesezimmer</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">🌿 Diese Woche hatte es in sich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche hatte es in sich – körperlich und innerlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich war ich gerade dabei, wieder besser in meine Kraft zu kommen. Nach der Phase im Februar bis Mitte März, mit viel Stress im Nervensystem und Erschöpfung hatte ich das Gefühl: Jetzt geht es langsam wieder aufwärts. Ich war wieder drin im Manuskript, hatte Klarheit im Kopf, war dran – endlich wieder im Flow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kam der Bruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fieber. Körperliche Schwäche. Nichts ging mehr. Komischerweise sonst keine Symptome außer einem leisen, kaum ernstzunehmenden Hüsteln hier und da. Das konnte man beim besten Willen nicht Husten nennen. Trotzdem war die Auswirkung verheerend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht dieses „ich arbeite halt langsamer“, sondern ein komplettes Ausgebremstwerden. Zwei Tage fast nur liegen – und auch danach alles wackelig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mir daran am meisten zu schaffen macht?<br>Nicht ein schlechter Tag. Sondern diese Unberechenbarkeit. Das nicht wissen, wann ich in der Lage bin zu arbeiten und wann nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gefühl, mich auf mich selbst nicht verlassen zu können – obwohl ich es so gern würde. Das ist einfach Mist. Und daran hängt so vieles. Ich hab gemerkt, wie mich das diese Woche richtig wütend gemacht hat, weil es mich ausbremst, wo ich gerade durchstarten wollte. Und weil eben gilt Wollen reicht nicht. Ich kann so viel Wollen, wie ich will, wenn mein Körper streikt, geht gar nichts.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">📚 Zwischen Fortschritt und Stillstand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bin ich im Manuskript eigentlich richtig gut unterwegs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite gerade die Lektoratskommentare durch – also die letzte große Phase vor dem Fertigwerden. Die ersten rund 140 Seiten sind inzwischen kommentarfrei. Ein Fortschritt, auf den ich eigentlich stolz sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig fühlt es sich gerade nicht so an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil mein Kopf in Plänen denkt.<br>Dienstag, Mittwoch Manuskript. Montag Organisation. Schritt für Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mein Körper hält sich nicht daran. Da bricht einfach eine ganze Woche weg, zwei volle Arbeitstage am Manuskript und auch noch etliches an Organisation und Planung drumrum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau da entsteht diese Spannung:<br>zwischen dem Wunsch nach Struktur – und einer Realität, die sich nicht strukturieren lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja – da hängen auch ganz praktische Fragen dran. Termine, Planung, Veröffentlichung… Dinge, die ich eigentlich gern fest im Griff hätte. Und gerade nicht habe. Und das schaffte eine fast unerträgliche Unsicherheit.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">📖 Und mittendrin: Ansgar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche habe ich mich nochmal intensiv mit einer Szene von Ansgar beschäftigt – und gemerkt, wie sehr sie mich immer noch mitnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist einer dieser Momente, die beim Schreiben schon schwer waren und im Lektorat nochmal anders wehtun, weil man genauer hinschaut. Wenn dann ein Kommentar kommt, der sagt: Achtung Klischee! Und man denkt: Scheiße, dann muss ich die ganze Szene neu bauen. Wo setze ich an? Wie schreibe ich um, umschiffe das gängige Muster?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wo ist da mein Ansgar? Was fühlt er wirklich?<br>Wo hält er noch fest – und wo bricht etwas in ihm?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe viel daran gefeilt, weniger an dem, was passiert, sondern an dem, was darunter liegt. Hab die Szene neu angelegt, neu ausgerichtet, einen anderen Schwerpunkt gelegt. Und versucht, Ansgars Gefühle, seine Motivation herauszuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt sitze ich da und hoffe, dass genau dieses Gefühl später auch bei dir ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr über Ansgar und Eloan kannst du übrigens in meinem neuen Blogartikel <a href="https://kreative-schreiberei.de/die-familie-von-briant-ansgars-herkunft/">Die Familie von Briant</a> lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Teile der Serie sind unter der Rubrik: <a href="https://kreative-schreiberei.de/category/welt-von-eloan/">Die Welt von Eloan</a> zu finden.<br></p>



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<h2 class="wp-block-heading">🎬 Sichtbarkeit – und ein echter Schritt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche habe ich trotzdem einen Schritt gewagt, der mich Überwindung gekostet hat:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe zwei Videos aufgenommen. Und eins veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eins mit Gewandung. Eins mit normaler Klamotte. Beide mit Text. Mit mir selbst vor der Kamera.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz ehrlich? Das war ein ziemliches Hin und Her.<br>Nachts fühlte es sich richtig an.<br>Am nächsten Tag kamen die Zweifel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sieht das komisch aus?<br>Bin ich das wirklich?<br>Wirkt das nicht irgendwie seltsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe aufgenommen, verworfen, neu aufgenommen – bis ich gemerkt habe:<br>Ich komme nicht weiter, wenn ich nur bewerte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende habe ich mich entschieden. Und für das erste Video auf „Veröffentlichen“ geklickt.<br>Auf Instagram. Auf Facebook. Sogar im WhatsApp-Status.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Schritt. Kein perfekter.<br>Aber ein echter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich merke: Genau so darf dieser Weg gerade aussehen.<br>Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Sondern Schritt für Schritt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">✨ Kleine Lichtmomente</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen all dem gab es auch diese anderen Momente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kurs für prophetisches Schreiben zum Beispiel – ein Augenblick, der mich tief berührt hat:<br>Eine Teilnehmerin gab ein Wort weiter, das mitten ins Herz traf. Sogar ein Name, den sie gehört hatte, stimmte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Mischung aus Staunen, Dankbarkeit und diesem leisen Wissen:<br>Gott sieht. Gott kennt. Gott spricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder Ostern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Herr ist auferstanden!“ – dieser alte Gruß hat mich dieses Jahr neu berührt.<br>Nicht als Tradition, sondern ganz persönlich:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freude. Hoffnung. Licht. Zuversicht.<br>Und dieses Gefühl, umarmt zu sein von Gottes großer Liebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir waren im Gottesdienst unterwegs – und mussten unseren Osterspaziergang danach sogar abbrechen, weil mein Sohn sonst vor der Tür gestanden hätte. Am nächsten Tag haben wir ihn einfach nachgeholt. Mit dem Sohn zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unperfekt. Aber schön.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">📝 Schreiben – und echt bleiben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche hatte ich einen kleinen inneren Ringkampf beim Schreiben eines ganz einfachen Blogartikels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe meinen Text angeschaut, Feedback eingeholt – und gemerkt, wie schnell die Zweifel kommen:<br>Ist das gut? Zu lang? Zu ausführlich? Muss ich kürzen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kam ein klares Gefühl:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein.<br>Das ist ein Tagebucheintrag.<br>Und da darf alles gleich wichtig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende blieb genau das stehen:<br>👉 Es muss sich nach meinem Tag anfühlen. Nicht nach einer optimierten Version davon. Lesen kannst du den Text übrigens hier: <a href="https://kreative-schreiberei.de/wmdedgt-april-2026-ostern/">WMDEDGT April 2026</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Fazit daraus?<br>Nicht jeder Text muss geschärft, gestrafft oder „besser“ gemacht werden.<br>Manche dürfen einfach echt und ungeschönt daherkommen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">💛 Grenzen – und das, was nicht geht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche hat mir einmal mehr gezeigt, wie begrenzt meine Kraft gerade ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hätte so gern mehr geschafft – auch im Drumherum: lesen, kommentieren, vernetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich habe gemerkt: Ich schaffe es oft einfach nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das fühlt sich dann schnell nach „nicht genug“ an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei liegt es gar nicht am Wollen.<br>Sondern daran, dass meine Energie irgendwo eine Grenze zieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lerne gerade (mal wieder), dass ich nicht alles gleichzeitig tragen kann.<br>Dass manches liegen bleiben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dass ich trotzdem Teil davon bin – auch wenn ich nicht überall auftauche.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">🧭 Eine Entscheidung, die wehgetan hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche stand auch eine Entscheidung im Raum, die mir nicht leichtgefallen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um etwas, das ich eigentlich sehr liebe – und genau deshalb ist es so schwer, ehrlich hinzuschauen, was gerade geht und was nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe gemerkt, dass ich im Moment nicht alles verlässlich tragen kann.<br>Und bevor ich mich immer wieder über meine eigenen Grenzen hinwegsetze oder Dinge nur halb mache, musste ich innehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das auszusprechen fällt mir nicht leicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen darauf waren verständnisvoll und herzlich – und trotzdem fühlt es sich nach Verlust an. <br>Da demnächst noch ein Gespräch folgt, um Dinge endgültig zu klären, kann ich dazu hier noch nicht mehr sagen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">🌿 Und jetzt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich diese Woche zusammenfasse, dann ist da viel:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frust über den körperlichen Rückschlag<br>Wut über die fehlende Planbarkeit<br>Trauer über das, was ich gerade loslassen muss</p>



<p class="wp-block-paragraph">und gleichzeitig dieser Wunsch, weiterzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht alles rund.<br>Es ist nicht alles gelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich bin noch unterwegs. 💛 Und verlasse mich darauf, dass Gott sagt: Denen die ihn lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen.<br>Und dir und mir wünsche ich, dass Gott uns segnet mit Gesundheit, Freude und der Fähigkeit trotz aller Umstände weiter zu gehen, als wir uns selbst vorstellen können.<br><br><br></p>
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		<title>Kurse und Experimente mit Perspektive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 12:58:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman-Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi-DInner]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibkurs]]></category>
		<category><![CDATA[Überarbeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Roman-Tagebuch Teil 20 Unfassbar. Jetzt schreibe ich meinen 20. Romantagebucheintrag seit März.&#160; Und ich habe einen großen Erfolg gefeiert. Mein Krimi-Dinner kam bei meinen Kollegen megagut an. Es hat allen Spaß gemacht, das Ambiente stimmte und es haben sich schauspielerische Talente offenbart, die niemand geahnt hat. Mehr dazu weiter unten im Text.&#160; Und was habe...</p>
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<p class="has-theme-palette-2-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-2 wp-block-paragraph"><em>Roman-Tagebuch Teil 20</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unfassbar. Jetzt schreibe ich meinen 20. Romantagebucheintrag seit März.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe einen großen Erfolg gefeiert. Mein Krimi-Dinner kam bei meinen Kollegen megagut an. Es hat allen Spaß gemacht, das Ambiente stimmte und es haben sich schauspielerische Talente offenbart, die niemand geahnt hat. Mehr dazu weiter unten im Text.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und was habe ich sonst zu berichten?&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht vorwärts. Diesmal wirklich. Ich hatte in den letzten drei Wochen den Motivationsbooster schlechthin. So produktiv war ich lange nicht mehr. Leider (noch) nicht für den Blog. Dafür umso mehr für den Roman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte Ende Juli einen Kurs von Yvonne Kraus belegt (<a href="http://mynextself.com">mynextself.com</a> bzw. <a href="http://Kurse.mynextself.com">Kurse.mynextself.com</a>) zum Thema LeichtSchreiben. Der Kurs lief eine Woche lang. Jeden Abend von Montag bis Freitag gab es eine Stunde Zoom-Workshop, dazu am Sonntag Abend ein Kennenlerntreffen und am Ende des Kurses, am Samstag, eine Abschiedsfeier. Und siehe da, sie hat tatsächlich geschafft, was sie versprochen hat. Es geht wieder leicht. Es läuft. Es fließt. Flow nennt man das, wenn man so eintaucht in die Geschichte, dass alles um einen herum verschwimmt. Dass man ganz und gar bei der Sache ist. Konzentriert, präsent. Kreativ und produktiv.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kursgruppe war einfach klasse. Inspirierend, ermutigend, freundlich und respektvoll. Das hat gut getan. Man konnte Dinge miteinander teilen ohne verissen zu werden. Dennoch gab es konstruktive Kritik, Rückmeldungen, die halfen, besser zu werden. Faszinierend war, wie unterschiedlich unsere Themen, unsere Schreibstile waren und wieviel genial Gutes in extrem kurzer Zeit entstanden ist. Einige werden sich auch über den Kurs hinaus treffen und Kontakt halten. Und ich habe es gewagt, meine Geschichte jemandem anzuvertrauen, die ganzen Hundertundzehn DinA4-Seiten, die bisher fertig sind. ERgebnis: Ich habe ein überwältigendes Feedback bekommen. So ermutigend, dass ich weiter machen muss, weiter schreiben, weiter fabulieren, Worte zu Sätzen formen. Sätze zu Absätzen, zu Seiten und am Ende zu einer ganzen Geschichte, die dann auch (vielleicht/hoffentlich) veröffentlicht wird. Aufhören ist nun undenkbar.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und wie sieht mein Fortschritt aus?</h2>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Experimente mit Perspektiven:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Woche habe ich unter anderem ein kleines Stück Text aus der Sicht meines Bösewichtes geschrieben. Wie sieht er die Sache? Welche Motivation bewegt ihn? Wie ist er überhaupt so?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das lief super rund und wie am Schnürchen. Der erste Text aus dieser Perspektive. Und heute morgen habe ich mir Zeit genommen, ein ganzes Kapitel zu überarbeiten, so dass die Geschichte noch näher dran ist an der erzählenden Figur. In diesem Fall eine Frau. Komischerweise tue ich mich mit Frauen oft schwerer, aber diesmal bin ich ganz zufrieden mit dem Fortschritt und werde in den nächsten Tagen sicher gut&nbsp; im Text vorankommen. Dank des Workshops und neu erwachter Motivation. Außerdem habe ich eine Passage aus der Sicht einer weiteren Hauptfigur geschrieben. Eine entscheidende Passage. Und habe dabei versucht in ihren Kopf zu schlüpfen, ihre Gedanken zu denken, ihre Gefühle zu fühlen. Laut Feedback meines neuen Schreibberaters ist das noch nicht ganz gelungen…. Emotional ist er an dieser Stelle zu wütend geraten, dabei müsste zu allererst die Trauer und die Ansgt und Sorge überwiegen… okay,… wieder etwas für das berühmte Überarbeiten. Daran sieht man: Romanschreiben ist eben doch Arbeit. Ja, es ist auch Flow und Leichtigkeit und Freude und Spaß… aber eben auch harte Arbeit, nämlich Überarbeiten, Überarbeiten und Überarbeiten.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und wie war das mit dem Krimi-Dinner?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen habe ich noch eifrig am Krimi-Dinner gearbeitet, den Texten den letzten Schliff gegeben und musste die Briefumschläge beschriften. Über Hundert Umschläge&nbsp; wurden zum Teil mit Schablone und Verzierungen beschriftet. Die Einladungen samt Rollenbeschreibung und einer kurzen Einführung, wie der Abend ablaufen wird, habe ich knapp zwei Wochen vor dem Dinner-Abend an die Kollegen verteilt. So hatten sie Zeit, sich ihre Rollen rechtzeitig anzugucken und sich vertraut zu machen, mit ihrem Stand und ihren Beziehungen zu den anderen Teilnehmern des Abends. Außerdem hat es in vielen schon die Vorfreude auf das gemeinsame Event geweckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Tag vor dem Krimi-Dinner habe ich gefühlt meinen halben Haushalt gepackt und in den Kindergarten gefahren: Von Pokalen aus Ton über Holzbrettchen und Laternen bis zu Bannern und Holzschild und meinem Schwert und Nasalhelm und nicht zu vergessen meinem Fundus an Gewandung. Uff, das Auto war rappelte voll. Ich konnte die Dinge zum Teil im Büro meiner Chefin abstellen, zum Teil in einem Werkraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Tag des Dinners habe ich vormittags die letzten Dinge ausgedruckt und fertig gestellt, die Kiste mit den Briefen gepackt und andere wesentliche Utensilien, wie die Tatwaffe verstaut, Honigwaffeln gebacken und Krumme Krapfen und bin dann auf etwa halb vier in den Kindergarten gefahren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den staunenden Blicken der Kinder habe ich meine Banner an der großen Markise im Garten aufgehängt und in einem Gruppenraum meine Gewandung ausgelegt. Einen Tisch für die Damengewandungen, einen für die Herren mit Tuniken und Wappenröcken und eine große Fensterbank für Utensilien wie Rosenkranz und Kreuz für den Erzbischof, Gürteltaschen und Kopfbedeckungen. Der Spielmann bekam ein Schellenband, und einen ganzen Sack voller Utensilien unter anderem eine Laute.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst als alle Kinder von ihren Eltern abgeholt warenund nur noch Kolleginnen und Kollegen anwesend waren, gingen die restlichen Vorbereitungen vonstatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tisch wurde mit weißen Tüchern gedeckt und mit Laternen und Kerzenständern bestückt. Außerdem bekam jeder Platz ein Brettchen und einen Keramikpokal. Und natürlich gab es für jeden einen ganzen Packen Briefe: Brief 1 Vorstellungsrunde, dann Brief 2-6 Hinweise und Brief 7 die Anklageschrift, dazu ein Who is Who, also wer spielt wen?, und eine Übersicht über die Zeiten des Glockengeläuts, also zu welcher Zeit findet die Laudes, das Angelusläutern oder die Komplet statt, damit man prüfen kann, ob jemand zu einer bestimmten Zeit ein Alibi hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kollegen und ich hatten nicht nur einige gar köstliche Getränke mitgebracht, sondern auch gebacken und gekocht. Es gab ein reichliches Buffet, mit Suppen, Fladen, Gemüsekuchen, Birnenpudding usw. Für das leibliche Wohl war also gesorgt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe den Abend mit einer Rede begonnen, der eben besagte Vorstellungsrunde aller Beteiligten folgte. Zu Beginn der zweiten Runde herrschte erstmal ziemlich langes Schweigen am Tisch, jeder war in seinen Text versunken, aber anschließend gab es lebhafte Diskussionen, regelrechte Schlagabtausche, gleich zu Beginn dachte ich schon, sie entlarven den Mörder schon in der zweiten Runde, doch der schaffte es irgendwie von sich abzulenken und siehe da, am Ende, als es um die Anklageerhebung ging, waren sie sich nicht einig. Auf den eigentlichen Mörder entfielen nur zwei Stimmen, zwei Stimmen beschuldigten mich als Spielleiter, der ja auch potentiell Täter hätte sein können und der Rest verteilte sich kleckermäßig je eine Stimme für den und jenen. Nur einer hatte mehr Stimmen (nämlich drei), ein kleiner, unschuldiger Ritter mit Schafszucht. Leider der falsche. Also hab ich ihn verhaftet und dem Henker übergeben. Der Mörder hat das Spiel gewonnen, weil wir nicht in der Lage waren, ihn zu entlarven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber am Ende waren sich alle in einem einig: Spaß hats gemacht. Eine Neuauflage bräuchte es eigentlich und ich wurde sogar von Kolleginnen gefragt, ob ich das nochmal machen würde für einen privaten Anlass.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in mir kam der Gedanke auf, es würde sich lohnen, noch einmal ein Krimi-Dinner zu entwerfen, dass ganz auf meinem eigenen Mist ewachsen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und zu guter Letzt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ja gefragt worden, ob ich einen Kurs leiten würde bei den Kulturkursen des Campus Mainz. Und ich habe mal Leute um mich herum gefragt, ob sie mir das zutrauen. Und was soll ich sagen, ich habe durchweg positives Feedback bekommen. Nur eine Person fand die Idee nicht so toll, allerdings nicht, weil sie mir das nicht zutraut, sondern aus anderen Gründen. Ich habe jetzt einen ersten Schritt gemacht und die Leitung meines Kulturkurses gefragt, was sie davon hält, wenn ich das machen würde. Auch hier kam eine positive Rückmeldung. Jetzt muss ich mich nur noch trauen, den Verein anzuschreiben, der die Kulturkurse anbietet, und zu fragen, ob sie Interesse haben. Ich jedenfalls hätte Lust einen Schreibkurs zu leiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über Meinungen, Kommentare und Anmerkungen zu meinem Blog würde ich mich sehr freuen. &nbsp;</h2>
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