<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kreative-Schreiberei</title>
	<atom:link href="https://kreative-schreiberei.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kreative-schreiberei.de/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Aug 2026 15:46:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Von Buchgestaltung und Umzugskartons</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/von-buchgestaltung-und-umzugskartons/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/von-buchgestaltung-und-umzugskartons/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 15:46:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsmomente]]></category>
		<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5389</guid>

					<description><![CDATA[<p>Designed  by Florin Sayer-Gabor</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/von-buchgestaltung-und-umzugskartons/">Von Buchgestaltung und Umzugskartons</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Es ist Sonntag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich schreibe meinen Samstagsplausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sagt vermutlich schon einiges über diese Woche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich ihn gestern schreiben. Eigentlich wollte ich überhaupt so einiges. Aber gerade dreht sich bei mir sehr viel um ein einziges Ziel:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wolkenstein muss fertig werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn man am Samstag vor der Wahl steht, entweder Kapitelzierden ins Buch einzusetzen oder den Samstagsplausch zu schreiben, dann gewinnt im Moment offenbar das Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sorry.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dafür bin ich jetzt da. Einen Tag zu spät, mit Tee neben mir und einer Woche im Gepäck, in der ich erstaunlich oft dachte, ich hätte überhaupt nichts geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was, wenn ich genauer hinschaue, ziemlicher Unsinn ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich wollte doch nur schreiben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Montag begann eigentlich ganz vernünftig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte meine Tochter zur Arbeit gebracht und auf der Rückfahrt schon meinen Tag sortiert: frühstücken, duschen, zum Arzt, danach Manuskript und ein bisschen Wohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So jedenfalls der Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Arzt wollte ich wegen der komischen roten Flecken an meinen Beinen, die ich seit dem Camp hatte, und wegen eines kleinen Knubbels am rechten Zeigefinger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis reichte die Schlange allerdings bis ins Treppenhaus. Sie hatten Vertretung für einen anderen Arzt und zusätzlich irgendein neues Terminplanungssystem, mit dem offenbar noch niemand so richtig glücklich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin bekam ich einen Termin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">15:15 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prima.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis mir einfiel, dass ich um 15:30 Uhr meine Tochter von der Arbeit abholen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Normalerweise hätte ich ihr einfach geschrieben, sie solle mit dem Bus fahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich hatte sie ausgerechnet an diesem Tag ihr Handy nicht dabei. Sie hatte es irgendwo verlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also begann das große innerfamiliäre Logistikpuzzle. Mein Mann arbeitete, mein Sohn hätte direkt nach seiner eigenen Arbeit wieder losgemusst – und am Ende tat ich das, was ich eigentlich überhaupt nicht tun wollte:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sagte den Arzttermin wieder ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war mein geordneter Montag schon einmal zuverlässig aus der Spur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mein Körper hatte offenbar ebenfalls keine große Lust auf meine Pläne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich legte mich nach dem frühen Mittagessen kurz hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus kurz wurden mehrere Stunden. Ich habs gerade noch geschafft, um drei aufzustehen und meine Tochter abzuholen. Danach hab ich wieder geruht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abends saß ich erneut auf dem Bett vor dem Ventilator, wollte nur einmal für fünf Minuten ins Manuskript schauen – und schlief innerhalb kürzester Zeit wieder ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später in der Nacht war ich dann natürlich wach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, es war 2:11 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da lag ich nun in meinem eigenen Bett und dachte darüber nach, dass ich auf dem Royal-Rangers-Camp auf einer Luftmatratze teilweise besser geschlafen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das muss man auch erst einmal schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Woche Camping, endlich wieder das eigene Bett – und der Körper sagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nö. Luftmatratze war besser.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Es ist heiß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt ist da natürlich noch die Hitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Wochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgens lüften wir wie die Weltmeister, Rollos runter, Fenster zu – und trotzdem haben wir irgendwann wieder 27 oder 28 Grad in der Wohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal zeigte das Auto 37 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lenkrad hatte ungefähr die Temperatur einer frisch eingeschalteten Herdplatte und die Klimaanlage wurde spontan zu meiner besten Freundin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in dieser Woche gelernt, dass meine persönliche Wohlfühltemperatur vermutlich irgendwo zwischen 15 und 20 Grad liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">18 Grad, Sonne, ein bisschen Wind, goldenes Herbstlicht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nehme ich sofort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen Sommer pur mit Hitze bis fast 40 Grad und tropischen Nächten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin schaffte ich es später in der Woche dann doch noch zum Arzt. Der Ausschlag war inzwischen fast verschwunden und muss, solange er nicht wiederkommt, auch nicht weiter untersucht werden. Wahrscheinlich fand meine Haut entweder die Hitze oder irgendetwas auf der Wiese beim Camp nicht besonders großartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Knubbel am Finger ist vermutlich ein Ganglion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgerechnet am 1. Fingerglied des rechten Zeigefingers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da braucht man als Autorin natürlich unbedingt irgendetwas, das da nicht hingehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Moment heißt es aber auch da einfach: beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann ich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zurück nach Wolkenstein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viel wichtiger war mir sowieso etwas anderes:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste wieder in mein Buch hineinfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Woche Camp waren Ansgar und seine Freunde zwar noch genau dort, wo ich sie zurückgelassen hatte. Mein Kopf allerdings nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste mich erst wieder erinnern, wer wo war, welcher Weg wohin führte und warum das, was ich mir irgendwann einmal als vollkommen plausible Flucht aus einer Burg ausgedacht hatte, plötzlich überhaupt nicht mehr plausibel war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn inzwischen gibt es diese Burg tatsächlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also natürlich nicht wirklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber in meinem Kopf und auf meinem Plan ist sie nicht mehr einfach nur irgendeine mittelalterliche Burg mit Mauern, Türmen und Türen, die praktischerweise immer genau dort sind, wo ich sie gerade brauche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich gibt es konkrete Wege, Treppen, Höfe und Räume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit auch die Erkenntnis:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Da können die jetzt gar nicht lang.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Großartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verwerfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch einmal zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann stellte ich fest, dass ausgerechnet die Probleme, über die ich am längsten gegrübelt hatte, die Geschichte am Ende besser machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr verrate ich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer <em>Wolkenstein</em> irgendwann lesen möchte, soll schließlich nicht vorher hier im Samstagsplausch erfahren, wer wann wo durch welches Tor läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich kann euch sagen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal besteht Schreiben zu einem erstaunlich großen Teil daraus, Probleme zu lösen, die man sich vorher selbst eingebaut hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann passierte tatsächlich das, worauf ich seit Monaten hingearbeitet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schrieb die letzten Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Buch ist fertig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fertig geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr wisst ja, wie das bei Büchern ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fertig ist fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur eben noch nicht ganz fertig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Bücherschreiben zum Buchmachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum war der Text fertig, begann nämlich die nächste Baustelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Lektor hatte das Manuskript in mehrere Dateien aufgeteilt. Also mussten die wieder zusammengefügt werden. Änderungen annehmen. Kommentare entfernen. Prüfen, ob wirklich überall die richtige Fassung steckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kamen die Kapitelzierden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sind wunderschön.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Coverdesignerin Florin Sayer-Gabor von 100covers4you hat kleine Wappen und Symbole für Figuren und Orte gestaltet und ich liebe diese kleinen Bildchen wirklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Beispiel Clemens von Tannenberg. Sein Wappen ziert nun auch diesen Samstagsplausch (siehe Beitragsbild)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich hat er ein Wappen mit Bergen und einer Tanne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sonst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur ist „Clemens von Tannenberg“ ein ziemlich langer Name.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also saß ich irgendwann da und schob sein Wappen zwei Millimeter nach links.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ein bisschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich wird niemals ein Leser denken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Interessant, dieses Wappen sitzt ungefähr zwei Millimeter weiter links als das andere.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und offenbar ist das mein Job.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei merke ich gerade wieder, dass <strong>Bücherschreiben und Buchmachen zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da gibt es Initialen. Seitenumbrüche. Zeilenumbrüche. Kapitelüberschriften. Schusterjungen und Hurenkinder – ja, die heißen im Buchsatz wirklich so – und plötzlich eine Überschrift, die sich aus unerfindlichen Gründen über mehrere Seiten verteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also reparieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dabei passierte etwas ausgesprochen Erfreuliches:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Buch schrumpfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch zeigte die Datei mehr als 660 Seiten an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war eher ungünstig, denn bei der Buchschmiede darf mein Buch maximal 650 Seiten haben – und in diesen 660 Seiten war noch nicht einmal alles enthalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz dachte ich schon darüber nach, die Schrift wieder kleiner zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Band 1 ist in 9 Punkt gesetzt, weil ich seine knapp 700 Seiten damals irgendwie unterbringen musste. Einige Leser haben mir allerdings gesagt, dass ihnen die Schrift zu klein ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bekommt <em>Wolkenstein</em> 10 Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dabei möchte ich bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also suchte ich lieber an anderen Stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und siehe da:</p>



<p class="wp-block-paragraph">650 Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">647.</p>



<p class="wp-block-paragraph">640.</p>



<p class="wp-block-paragraph">637.</p>



<ol start="647" class="wp-block-list"></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch wieder 640, weil natürlich ständig irgendwo etwas verrutscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann 630.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und als ich mich weiter durch das Manuskript arbeitete, verschwanden plötzlich ganze Leerseiten, die dort überhaupt nichts verloren hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann zeigte die Datei:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>572 Seiten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da habe ich sie doch ein bisschen liebevoll angeschaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wenn sie sich am Ende irgendwo in einer Gegend einpendelt, die nicht mehr bedrohlich nahe an 650 liegt, bin ich sehr glücklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei Millimeter können wichtig sein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, die Arbeit ist langweilig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So richtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider nicht so langweilig, dass man nebenher gemütlich einen Film anschauen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür muss ich viel zu genau hinsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Position prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umbruch prüfen.<br>Initiale aktivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Position prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umbruch prüfen.<br>Initiale aktivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ungefähr zweihundert Seiten dachte ich zwischendurch:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum genau wollte ich eigentlich Kapitelzierden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hätte auch einfach eine Überschrift hinschreiben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Habe ich aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend war ich ungefähr bei der Hälfte und dachte noch:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das mache ich heute Nacht fertig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich das ja kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Theoretisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss einfach nur lange genug sitzen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann habe ich aufgehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach aufgehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das fiel mir erstaunlich schwer, denn sofort meldete sich dieser Gedanke:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt verlierst du Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was, wenn du es nicht schaffst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Kapitelzierden laufen nicht weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Got sei Dank und Leider zugleich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum mir das wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diesmal möchte ich mir wirklich die Zeit nehmen, das Buch ordentlich fertigzumachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim letzten Mal habe ich gefühlt genau in dem Moment Fehler entdeckt, in dem ich die Datei abgeschickt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das brauche ich kein zweites Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte diesmal noch einmal richtig Korrektur lesen. Möchte schauen, ob keine merkwürdigen Umbrüche drin sind, keine falsche Schriftgröße, keine fehlenden Initialen und keine Formatierung, die irgendwo beschlossen hat, ein Eigenleben zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ich möchte das Buch am Ende aufschlagen können und denken:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ja. So sollte es aussehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist mir das auch deshalb so wichtig, weil mein Vater gelernter Buchdrucker war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hat tatsächlich eine Zeit lang als Buchdrucker gearbeitet, bevor er den Beruf wechselte. Seine Liebe zu schön gestalteten Büchern ist geblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein erstes veröffentlichtes Buch hat meine Mutter noch erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Vater nicht mehr. Er ist schon vor vielen Jahren gestorben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und manchmal sitze ich jetzt da, schiebe ein kleines Wappen zwei Millimeter nach links, kontrolliere einen Seitenumbruch und denke, dass da vielleicht etwas von ihm in mir weiterlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht das Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Liebe dazu, dass ein Buch nicht nur gute Worte enthalten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern auch schön sein darf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und dann sind da noch Umzugskartons</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich also Bücher setze, rückt gleichzeitig etwas ganz anderes ziemlich schnell näher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In wenigen Tagen zieht unsere Tochter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Husum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wusste ich natürlich schon lange.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber „irgendwann Ende August“ und „noch sieben Tage“ sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich taucht der Umzug überall im Alltag auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Einkaufen landet Fleisch im Wagen und ich denke: Das kann in die Gefriertruhe. Für danach. Denn im Moment isst meine Tochter kein Fleisch. Die wollte ich organisieren, brauch nun aber doch welche aus dem Baumarkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Flur stehen Dinge herum, die noch sortiert werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn meine Tochter spontan bei einer Freundin übernachtet, denke ich plötzlich:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach schade.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe doch sowieso nur noch so wenig Zeit mit ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wird komisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich für sie. Wirklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mir werden ihr Lachen fehlen. Ihre Umarmungen. Diese kleinen Gespräche zwischendurch. Ein bisschen wahrscheinlich sogar ihr Chaos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wohnen hier mein Mann, mein Sohn und ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Männer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich bin (wieder) in der Unterzahl!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und obwohl das Nest noch lange nicht leer ist, </p>



<p class="wp-block-paragraph">fühlt es sich schon ein ganz kleines bisschen nach Empty Nest an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Butter in den Kühlschrank</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch muss natürlich trotzdem der ganz normale Alltag stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag stand Schwimmen mit einer guten Freundin auf dem Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte mich darauf gefreut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also auf die Freundin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Schwimmen selbst war ich mir nicht ganz so sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je näher der Termin rückte, desto mehr Dinge fielen mir ein, die dagegen sprachen: Badeanzug, Sonnencreme, Hitze, Umziehen und mein Nacken, der Brustschwimmen nicht immer so begeistert kommentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig wollte ich vorher noch am Buch arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und einkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umzugskartons organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und überhaupt den kompletten Tag möglichst gleichzeitig erledigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann beschloss ich, nur noch <strong>eine Sache nach der anderen</strong> zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erster Schritt:<br>EInkauf und dann:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Butter in den Kühlschrank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sind die großen Siege im Leben ausgesprochen unspektakulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach packte ich die Badetasche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und fuhr tatsächlich nach Schönau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DIe Freundin und ich schwammen ziemlich viele Bahnen – mehr, als ich mir vorher zugetraut hätte. Mein Nacken war anschließend wie erwartet eher nicht begeistert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach saß ich mit ihr und ihrem Mann zusammen, wir aßen Couscoussalat und Brot und hatten einfach einen richtig guten Abend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Freunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tat gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unter dem Samttuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einem dieser Gespräche ging es auch um die Veränderungen, die gerade an verschiedenen Stellen passieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Mann überlegt, Dinge loszulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir selbst wird manches zu viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Tochter zieht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe schon länger das Gefühl, dass Gott uns gerade aus manchen Dingen herausführt, ohne dass wir schon sehen können, was danach kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann meiner Freundin hatte dafür ein Bild:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als läge ein Samttuch über dem Neuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann nicht hindurchsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich soll auch nicht ständig versuchen, eine Ecke hochzuheben und darunterzuspitzeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ausgesprochen gemein ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin nämlich neugierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde wahnsinnig gerne wissen, was kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vielleicht besteht meine Aufgabe gerade tatsächlich nicht darin, das ganze nächste Jahr zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht reicht der nächste Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beschäftigt mich seitdem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn irgendwie war das auch beim Buch so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste nicht wissen, wie ich die letzten vier schwierigen Seiten lösen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste nur die nächste Stelle lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann die nächste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann waren keine mehr übrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag musste ich nicht den kompletten Tag schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste erst einmal die Butter in den Kühlschrank legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht ist das gerade auch für die größeren Dinge so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Neue ist noch unter dem Samttuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann mache ich eben das, was gerade vor meinen Füßen liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sonntag ist auch noch ein Tag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute Morgen lag vor meinen Füßen allerdings erst einmal der Gottesdienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich wollte nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht duschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht anziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">und schon gar nicht losgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am liebsten wäre ich einfach zu Hause geblieben und hätte den Gottesdienst online angeschaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nächste Woche sind wir unterwegs und ich wollte meinen Mann auch nicht allein gehen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also duschte ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zog mich an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und weil es schon wieder heiß war, holte ich Sandalen heraus, die ich dieses Jahr noch kein einziges Mal getragen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DIe Stiefeletten anziehen, die ich sonst trage, weil meine Feden festen Halt brauchen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach nein.<br>Und die ENtscheidung war heute richtig, auch wenn ic in den Sandalen keine weiten Strecke laufen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wisst ihr was?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich erst einmal da war, im Gottesdienst, war es eigentlich ganz okay.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal ist tatsächlich das Losgehen das Schwerste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt sitze ich wieder zu Hause und schreibe meinen <strong>Samstags</strong>plausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war Wolkenstein dran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss Prioritäten setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nebenbei habe ich diese Woche übrigens auch noch gelernt, wie kompliziert es sein kann, zwei Bücher nach Österreich zu verschicken. Zwei. Bücher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fielen Begriffe wie Verpackungsverordnung und Bevollmächtigter, ich rechnete kurzzeitig aus, ob es vielleicht billiger wäre, die Bücher persönlich nach Wien zu bringen, und meine Mail an eine österreichische Behörde kam zunächst mit „Invalid Recipient“ zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das ist eine eigene Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erzähle ich euch ein anderes Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonst wird aus diesem Samstagsplausch noch ein Sonntagsroman.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es ging. Nur anders.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, hatte ich zwischendurch ständig das Gefühl, nicht genug zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war müde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir war zu heiß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe geschlafen, obwohl ich arbeiten wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Habe Dinge verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Undaufgehört, obwohl ich eigentlich weitermachen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manuskript ist fertig geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Buchsatz nimmt Gestalt an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seitenzahl ist deutlich geschrumpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war beim Arzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war schwimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hatte einen wunderschönen Abend mit Freunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Umzugskartons stehen bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Butter ist im Kühlschrank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ging vieles nicht so schnell und nicht so kraftvoll, wie ich es gerne gehabt hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber es ging.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht reicht das manchmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt gehe ich mit diesem sehr verspäteten Samstagsplausch noch zu Andrea hinüber. Bei <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> findet ihr wie jeden Samstag den Samstagsplausch und dort verlike ich auch meinen Beitrag – und weil es hier heute so viel um Bücher ging, lohnt sich natürlich auch ein Abstecher in ihr <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">Karminrotes Lesezimmer</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieder meinen Kapitelzierden widmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die laufen nämlich immer noch nicht weg. Aber sie warten penetrant aufdringlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tüdelü.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seid gesegnet und habt eine gute Woche.<br>Martina<br>PS: Wer meinen letzten Samstagsplausch noch nicht gelesen hat, findet ihn <a href="https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/">hier.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/von-buchgestaltung-und-umzugskartons/">Von Buchgestaltung und Umzugskartons</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/von-buchgestaltung-und-umzugskartons/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Royal Rangers Camp – Andachten, Abenteuer, Lagerleben</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 18:24:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5379</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche hätte ich einen ganzen Royal Rangers Camp Sammelband veröffentlichen können. Es war eine wirklich schöne Zeit und eine unglaublich dichte Woche. Wie immer verlinke ich diesen Samstagsplausch mit Karminrot und ihrem karminroten Lesezimmer, auch wenn ich diese Woche ein wenig spät dran bin.  Wer mehr über die Royal Rangers wissen will, schaut hier. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/">Royal Rangers Camp – Andachten, Abenteuer, Lagerleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche hätte ich einen ganzen Royal Rangers Camp Sammelband veröffentlichen können. Es war eine wirklich schöne Zeit und eine unglaublich dichte Woche. Wie immer verlinke ich diesen Samstagsplausch mit <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">karminroten Lesezimmer</a>, auch wenn ich diese Woche ein wenig spät dran bin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer mehr über die Royal Rangers wissen will, schaut <a href="https://royal-rangers.de/">hier</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Woche auf der Wiese</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Freitagabend, 17 Uhr. Hinter mir lag ein ziemlicher Packmarathon, vor mir eine Woche Ranger-Camp. Als ich auf dem Platz ankam, stand die Jurte, unser großes Versammlungszelt, schon, und irgendwie war das der Moment, in dem aus all den Vorbereitungen plötzlich Wirklichkeit wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Abend wurde gleich intensiv. Wir Leiter, noch ohne Kinder, aßen gemeinsam, redeten miteinander, klärten Dinge, die noch zwischen uns standen, und beteten zusammen. Vielleicht war genau das der richtige Anfang für diese Woche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine selbstaufblasende Isomatte breitete ich nachts noch aus. Die dicke, riesige Luftmatratze dagegen blieb erstmal liegen. Die bekam erst zwei Tage später mit der Tretpumpe Luft. Erstaunlicherweise schlief ich trotzdem gut – und kam morgens sogar wieder vom Boden hoch. Das ist inzwischen durchaus eine Erwähnung wert. 😂</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine kleine Welt für sich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen begann der Tag um sieben mit Leiterrunde und Gebet. Um halb zehn sollten die Kinder kommen. Einige waren natürlich früher da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann hieß es erstmal: bauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab einen Mädchen- und einen Jungenclaim. Ein Claim ist das von den Leitern abgesteckte Gebiet einer Gruppe. Dort mussten die Kinder ihre Schlafzelte selbst aufbauen, jeweils eine Kohte und ein Agadir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kreuzfahnenmast und ein großes Sonnensegel standen schon. Jeden Morgen wurden beim Appell die Ranger- und die Deutschlandfahne gehisst. Die vier Teams meldeten, ob sie vollzählig waren, während einer der Leiter die Zelte kontrollierte und anschließend Punkte für Ordnung verteilte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt entstand auf dieser Wiese im Laufe der Tage eine richtige kleine Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jungs bauten ein Eingangstor mit einem Turm, auf den man sogar klettern konnte. Die Mädchen entschieden sich für die einfachere Variante aus zwei Dreibeinen und einem Querbalken und schmückten ihr Tor später mit Farn und Efeu. Ganz fertig wurden übrigens beide erst am Donnerstag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab täglich neu verteilte Dienste mit entsprechenden Buttons: Bademeister putzten das Bad, Pfleger der Kochgefäße spülten, Mannasammler kümmerten sich ums Essen und ein Kind bekam den Posten des äußerst beliebten Lagerwächters und weckte morgens die Mannschaft und trötete mit dem Horn zu den Programmpunkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Internet? Oder Handyempfang?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nö.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Nachrichten gingen nicht raus, E-Mails kamen nicht rein. Nur eine unserer Leiterinnen hatte tatsächlich Empfang, sodass alles, was unbedingt nach draußen musste, über ihr Handy lief.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war erstaunlich, wie schnell die Welt außerhalb dieser Wiese ziemlich weit weg war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Flucht, Bergwerk und Brombeeren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Thema war Mose und der Auszug aus Ägypten, und einiges davon wurde nicht nur erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag flohen die Pfadfinder als Moses „Helfershelfer“ für zwei Tage aus dem Camp und gingen auf Hajk, eine ausgedehnte Wanderung, inklusive Übernachtung. Die Kundschafter durften sie verfolgen. Offiziell bekamen sie sie innerhalb der vorgegebenen Grenze nicht zu fassen. Süßigkeiten mussten die Flüchtigen trotzdem abgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jüngeren machten in der Zeit, in der die Großen unterwegs waren, einen Ausflug nach Todtmoos: Spielplatz, im Bach planschen und eine Clown- und Jonglageshow. Am Dienstag ging es für sie in den Hoffnungsstollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich blieb an diesem Vormittag als Lagerwächter zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich war es still.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich konnte Pause machen, Lobpreismusik hören und einfach ein bisschen da sein, bevor später die Pfadfinder von ihrer Wanderung zurückkamen. Mitten in einer vollen Campwoche war das ein unerwartet ruhiger Moment.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten wurde gespielt, Körbe wurden geflochten und natürlich durfte auch eine Wasserrutsche nicht fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gegessen wurde ebenfalls sehr ordentlich. Couscous-Salat, Glasnudeln mit Currysauce, Reis mit Hähnchen und morgens oft unsere Ranger-Version von Bircher Müsli. Am letzten Morgen sogar mit selbstgepflückten Brombeeren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur beim Brot hatten wir uns gründlich verschätzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon wurde erheblich mehr gegessen als geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vierzehn Andachten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Hauptaufgabe in dieser Woche waren die Andachten, morgens und abends.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vierzehn Stück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und etwas, worüber ich mich wirklich gefreut habe: Die Kinder hörten richtig gut zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgens saßen wir in Kluft und Halstuch zusammen, abends trafen wir uns in israelitischer Gewandung. Dazwischen gab es Gespräche mit Kindern und Leitern, viel Lachen und immer wieder Gebet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Abendprogramm hatten die Kinder Zeit, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Dann gab es Witze, Lieder, Tänze oder Spiele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jeden Morgen um sieben saßen wir Leiter wieder zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keiner kam in dieser Woche auch nur einmal zu spät zur Leiterrunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst war meistens schon eine Stunde vorher wach und unter der Dusche. Sechs Uhr morgens. Auf einem Camp. Manchmal überrasche ich mich selbst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein besonderer Abend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag feierten wir Passah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dafür wurde nicht einfach nur irgendwann am Abend eine besondere Andacht eingeschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ganze Camp bereitete sich darauf vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde aufgeräumt. Die Tore wurden geschmückt. Wir wuschen uns und zogen frische Sachen an. Zum Essen gab es unter anderem Knäckebrot als Ersatz für ungesäuertes Brot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abendessen trafen wir uns in israelitischer Kleidung und gingen gemeinsam zu einem der Tore.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort bestrichen wir die Pfosten symbolisch mit Blut – in unserem Fall mit Ketchup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach gingen wir von Tor zu Tor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir aßen Petersilie mit Salzwasser: die Petersilie als Zeichen der Hoffnung, das Salzwasser als Erinnerung an die Tränen und Gebete des Volkes Israel. Dazu Knäckebrot und die Geschichte vom Passah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gingen die Kinder mit einem Teil der Leiter schweigend eine große Runde durch den Wald und um das Gelände.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Kreuz auf der Wiese unten stand eines unserer Tore. Dort hörten die Kinder die Worte Jesu:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bin das Tor. Wer durch mich eingeht, wird gerettet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer wollte, konnte durch dieses Tor gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ratslagerfeuer ging die Geschichte weiter. Schuldzettel wurden verbrannt, und am Ende gab es ein Übergabegebet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Kinder haben mitgebetet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war für mich einer der besonderen Momente dieser Woche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Findewunder und andere wichtige Dinge</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich bestand ein Ranger-Camp nicht nur aus tiefen Momenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab beispielsweise verlorene Dinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Stift suchten wir ungefähr einen Tag lang. Für die Besitzerin war der Verlust ihres Lieblingsstifts sehr dramatisch. Schließlich tauchte er am nächsten Morgen unerwartet in der Button-Box wieder auf. Die Erleichterung war groß.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch besser war allerdings der verlorene Halstuchknoten eines Jungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwo auf einer ziemlich großen Wiese musste er liegen. Der Junge konnte den ungefähren Bereich zeigen, und eine Leiterin wollte die Stelle zunächst mit einem Stock markieren, damit man später gründlich suchen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie steckte den Stock in die Wiese.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dort lag der Halstuchknoten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Findewunder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann wäre da natürlich noch die Schneeseekleerehfee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die besaß 66 Zehen, 65 zum Laufen und einen zum Drehen: den Schneeseekleerehfeedrehzeh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich stößt sie sich genau diesen Zeh an einem Stein und hat anschließend Schneeseekleerehfeedrehzehweh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und selbstverständlich braucht man dagegen Schneeseekleerehfeedrehzehwehtee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr erzähle ich an dieser Stelle besser nicht. Sonst wird aus dem Samstagsplausch doch noch der angekündigte Ranger-Sonderband.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Woche Wiese liegt hinter mir. Mit Zelten und Fahnen, Gebet und Gelächter, Gesprächen, Spielen, viel gutem Essen, überraschend viel Brot und sehr wenig Handyempfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mit Momenten, die ich wohl noch eine ganze Weile mit mir herumtragen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/">Royal Rangers Camp – Andachten, Abenteuer, Lagerleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/royal-rangers-camp-andachten-abenteuer-lagerleben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fortschritt sieht nicht immer nach Fortschritt aus</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/fortschritt-sieht-nicht-immer-nach-fortschritt-aus/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/fortschritt-sieht-nicht-immer-nach-fortschritt-aus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5359</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kennst du diese Wochen, in denen an unglaublich vielen Stellen etwas vorwärtsgeht – und man selbst trotzdem das Gefühl hat, kaum vom Fleck gekommen zu sein? So eine Woche liegt hinter mir. Vielleicht lag es daran, dass die Fortschritte dieses Mal nicht immer besonders spektakulär aussahen. Es waren gepackte Kartons, fertiggestellte Andachten, ein gelöster Knoten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/fortschritt-sieht-nicht-immer-nach-fortschritt-aus/">Fortschritt sieht nicht immer nach Fortschritt aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Kennst du diese Wochen, in denen an unglaublich vielen Stellen etwas vorwärtsgeht – und man selbst trotzdem das Gefühl hat, kaum vom Fleck gekommen zu sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So eine Woche liegt hinter mir. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht lag es daran, dass die Fortschritte dieses Mal nicht immer besonders spektakulär aussahen. Es waren gepackte Kartons, fertiggestellte Andachten, ein gelöster Knoten im Manuskript, neue Entwürfe auf dem Bildschirm und schließlich der Entschluss, den Laptop rechtzeitig zuzuklappen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der Reihe nach.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kartons, Möbel und ein Sohn auf Heimaturlaub</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende kam einer meiner Söhne nach Hause. Eigentlich wollte ich mich einfach darüber freuen. Gleichzeitig war mein Kopf allerdings so voll mit Campvorbereitungen, Manuskript, Umzug und allerlei anderen Dingen, dass selbst die Freude erst einmal Mühe hatte, sich ihren Platz zu erkämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kennt ihr das? Man freut sich von Herzen auf etwas – und trotzdem fühlt es sich nicht so an, wie man es sich gewünscht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht unbedingt, dass die Freude nicht da ist. Manchmal liegt nur so viel anderes darauf, dass man sie kaum spüren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin wurde der Besuch meines Sohnes gleich sehr praktisch genutzt. Er und seine Schwester waren fleißig, haben für ihren bevorstehenden Umzug gepackt, Möbel abgebaut und Dinge sortiert. Während ich auf meine eigenen Aufgabenberge schaute, wurde also an anderer Stelle sichtbar Raum geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karton für Karton. Möbelstück für Möbelstück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das ist Fortschritt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vierzehn!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Haken auf meiner Liste gehörte in dieser Woche allerdings den Campandachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In wenigen Tagen beginnt unser Royal-Rangers-Sommercamp. In diesem Jahr begleiten wir Mose von seiner Geburt bis zum Durchzug durch das Schilfmeer. Morgens und abends gibt es eine Geschichte, eine Andacht und teilweise eine anschließende Teamzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den ursprünglich geplanten Beiträgen wurden für mich schließlich vierzehn Andachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vierzehn!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch saß ich vor diesem Berg und wusste nicht, wie ich ihn rechtzeitig bewältigen sollte. Dann begann ich mit der ersten Andacht. Und mit der nächsten. An einem Tag entstanden sogar sechs Stück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sind tatsächlich alle fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir war dabei wichtig, nicht nur irgendwelche frommen Gedanken zusammenzustellen. Die Kinder sollen entdecken können, was die Geschichte von Mose mit ihrem eigenen Leben zu tun hat: dass Gott einen Plan hat, auch wenn wir ihn noch nicht erkennen. Dass unsere Entscheidungen Folgen haben. Dass Gott redet, befreit und begleitet. Und dass er größer ist als das, was uns Angst macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Campmotto lautet in diesem Jahr:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gott ist größer.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe sehr, dass dieser Satz nicht nur auf unserem Campheft steht, sondern für die Kinder und Jugendlichen lebendig wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die letzte Andacht fertig war, fiel die Anspannung von mir ab. Leider nicht in Form eines begeisterten Freudentanzes. Mein Körper entschied sich eher für vollständige Kopfmüdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber fertig ist fertig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Licht plötzlich laut wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Körper hat in dieser Woche ohnehin mehrfach sehr deutlich mitgeredet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem anstrengenden und heißen Vormittag war ich völlig erschöpft. Ich hatte an diesem Tag ungefähr doppelt so viele Schritte gemacht wie im Durchschnitt der letzten Zeit. Zu Hause musste ich mich erst einmal anderthalb Stunden hinlegen. Meine Füße fühlten sich an, als würden sie glühen, und mein Kreislauf fand das Ganze ebenfalls wenig lustig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später kamen Übelkeit, Schwindel und ein dumpfer Druck im Kopf dazu. Licht war plötzlich „laut“. Geräusche auch. Alles wurde zu viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erinnerte mich an frühere Migräneattacken – nur ohne die ganz heftigen Kopfschmerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach viel Schlaf wurde es glücklicherweise besser. Kaum hatte ich mich davon erholt, wachte ich allerdings in einer anderen Nacht frierend mit Halsweh und verstopfter Nase auf. Eine Woche vor dem Camp ist das ungefähr so willkommen wie ein Regenschauer über dem frisch entfachten Lagerfeuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Morgen sah die Welt zum Glück schon wieder freundlicher aus. Die Nase war frei, das Halsweh deutlich besser. Ich hoffe nun sehr, dass mein Körper die Kurve bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht war seine Botschaft trotzdem deutlich genug: Fortschritt bedeutet nicht immer, noch ein bisschen weiterzumachen. Manchmal bedeutet er auch, rechtzeitig aufzuhören.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Tür nach Eloan wieder öffnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Andachten fertig waren, wollte ich endlich wieder ins Manuskript von <em>Wolkenstein</em> einsteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Wochen Pause fühlte es sich beinahe an, als würde ich ein fremdes Buch aufschlagen. Wo war ich stehen geblieben? Was musste noch überarbeitet werden? Und wie sollte ich wieder in diesen Arbeitsfluss hineinfinden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor mir lagen ungefähr vierzig bis fünfzig Seiten mit Anmerkungen aus dem Lektorat. Insgesamt rund 300 Kommentare noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt fühlte sich riesig an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei weiß ich eigentlich längst: Motivation erscheint selten vor dem Anfang, schon gar nicht mit Fanfaren und wehenden Fahnen. Oft kommt sie erst, wenn man schon angefangen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also öffnete ich das Manuskript.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und tatsächlich: Der Einstieg gelang. Mehr noch – ein wichtiger Knoten löste sich, und ich freute mich plötzlich auf den großen Handlungsblock, der vor mir lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich stellte sich dieser Abschnitt anschließend als deutlich umfangreicher heraus als gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich „nur“ eine wichtige Szene überarbeiten. Doch sobald ich an einem Faden zog, bewegte sich der halbe Handlungsstrang mit. Eine kleine Änderung brauchte plötzlich Vorbereitungen an früherer Stelle. Figuren mussten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, Informationen durften nicht aus dem Nichts auftauchen und Verletzungen sich nicht einige Seiten später auf wundersame Weise verflüchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kamen hier ein Einschub und dort eine Anpassung hinzu. Die Vorbereitungen einer Figur mussten ebenso stimmen wie die Gegenmaßnahmen einer anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kostete Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Vormittags hatte ich weniger neue Seiten, als ich gehofft hatte. Dafür greifen die einzelnen Teile nun wesentlich logischer ineinander. Außerdem habe ich erstmals eine zusammengeführte Arbeitsfassung, in der die bisher beschlossenen Änderungen gesammelt sind. Ich muss also nicht mehr alles gleichzeitig im Kopf behalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Buchstaben vor meinen Augen zu verschwimmen begannen, habe ich aufgehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher hätte ich vermutlich versucht, mich noch irgendwie durch eine weitere Seite zu kämpfen. Dieses Mal war klar: Für heute reicht es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weniger Seiten. Mehr Fundament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das ist Fortschritt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ein Buch langsam sein Gesicht bekommt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur im Manuskript ging es weiter. Auch die Gestaltung meiner Buchreihe wächst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Entwürfe und Kapitelzierden sind angekommen, und ich habe eine ganze Weile über Falken, Bären, Schwerter und andere Motive nachgedacht. Welche Zeichnung passt wirklich zu einer Figur? Wo wirkt ein Tier zu gemütlich? Wann sieht ein Schwert eher elegant als bedrohlich aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein erster Coverentwurf für den nächsten Band ist inzwischen da. Viel möchte ich darüber noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird dunkler – und das passt ausgesprochen gut zur Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun gehen meine gesammelten Rückmeldungen an die Coverdesignerin. Ihre erste Mail hatte sich übrigens in meinen Spamordner verirrt. Dort kann natürlich selbst das schönste Cover keine große Wirkung entfalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch etwas steht endlich fest: der Spruch für das neue Lesezeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe viele Sätze gesucht, gelesen und wieder verworfen. Manche waren schön, aber keiner blieb wirklich .<br>hängen. Schließlich war er da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welcher Satz es geworden ist, verrate ich allerdings noch nicht. Ein kleines Geheimnis muss schließlich bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich glaube, dieser Satz darf die Leser von <em>Wolkenstein</em> künftig ein Stück begleiten. U.nd mich auch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2.002-mal Danke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Crowdfunding für <em>Wolkenstein</em> ist inzwischen beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende standen dort genau <strong>2.002 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war das Crowdfunding erfolgreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin unglaublich dankbar für jeden Menschen, der dieses Projekt unterstützt, geteilt, weitergesagt oder im Gebet begleitet hat. Einige haben sogar mehr als einmal unterstützt. Zwei Frauen aus einem meiner Kurse möchten sich zusätzlich unabhängig von der Plattform beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Gesten berühren mich sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal meldet sich trotzdem mein schlechtes Gewissen. Darf ich mich wirklich darüber freuen, wenn jemand ein zweites Mal gibt? Habe ich den Menschen nicht schon genug zugemutet?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann muss ich mich daran erinnern: Niemand wurde gedrängt. Jeder durfte selbst entscheiden. Vielleicht darf ich diese Unterstützung einfach als das annehmen, was sie ist – ein Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum an dieser Stelle noch einmal:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Danke.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr helft mit, dass <em>Wolkenstein</em> tatsächlich seinen Weg zu den Lesern finden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und dann wären da noch 24 Türen …</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als wären Camp, Manuskript und Buchgestaltung nicht genug, lässt mich noch eine andere Idee nicht los: ein Adventsbuch aus Eloan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Geschichten dafür sind bereits geschrieben. Und auch die Bilder könnten längst vorhanden sein. Mein Mann und ich fotografieren auf unseren Ausflügen offenbar mit erstaunlicher Begeisterung alte Türen, Tore und Eingänge. Inzwischen haben wir 27 oder 28 passende Aufnahmen gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr, als ich überhaupt brauche. <br>Das Titelbild zeigt, wie die Türen dann im Buch aussehen werden. Wie Schwarzweiß-Radierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das Buch schon in diesem Jahr erscheinen kann, weiß ich noch nicht. Deshalb verspreche ich vorsichtshalber nichts. Aber die Idee wird immer greifbarer: 24 Türen, 24 Geschichten und jeden Tag eine kleine Reise nach Eloan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht brauchen manche Projekte einfach Zeit, bis sie ihre richtige Form finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viele kleine Schritte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, sehe ich inzwischen mehr Fortschritt, als ich mittendrin wahrnehmen konnte. Nicht alles ging so schnell, wie ich es mir gewünscht hätte. Manches brauchte Umwege, anderes mehr Kraft als erwartet, und mehrfach hat mein Körper mich ausgebremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vielleicht muss Fortschritt gar nicht immer nach großen Sprüngen aussehen. Manchmal reicht es, eine Tür zu öffnen, den nächsten Schritt zu gehen – und rechtzeitig aufzuhören, bevor die Buchstaben vor den Augen verschwimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pass gut auf dich auf – und unterschätz die kleinen Schritte nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Martina<br><br>PS: Diesen Samstagsplausch habe ich wie immer mit <a href="https://karminrot-blog.de/" data-type="link" data-id="https://karminrot-blog.de/">Karminrot </a>und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">karminroten Lesezimmer</a> verlinkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/fortschritt-sieht-nicht-immer-nach-fortschritt-aus/">Fortschritt sieht nicht immer nach Fortschritt aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/fortschritt-sieht-nicht-immer-nach-fortschritt-aus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geschafft! Von Schlüsseln und Büchern</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/geschafft-von-schluesseln-und-buechern/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/geschafft-von-schluesseln-und-buechern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 05:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5332</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich ja, worüber ich eigentlich schreiben soll. Und dann blättere ich durch meine Woche und denke: Ach ja… da war ja noch dies. Und das. Und jenes auch. Also schnappt euch einen Kaffee oder Tee – wir plaudern ein bisschen. Über Schlüssel, über Bücher, über Verantwortung. Wie immer verlinke ich diese Plauderei...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/geschafft-von-schluesseln-und-buechern/">Geschafft! Von Schlüsseln und Büchern</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Manchmal frage ich mich ja, worüber ich eigentlich schreiben soll. Und dann blättere ich durch meine Woche und denke: Ach ja… da war ja noch dies. Und das. Und jenes auch. Also schnappt euch einen Kaffee oder Tee – wir plaudern ein bisschen. Über Schlüssel, über Bücher, über Verantwortung. Wie immer verlinke ich diese Plauderei bei <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">karminroten Lesezimmer</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der erste Schritt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der letzte Samstagsplausch online war, wartete erst einmal der ganz normale Alltag auf mich. Wocheneinkauf, Hitze, Erschöpfung. Vom Einkauf wieder zu Hause war ich völlig erledigt und wollte mich eigentlich nur noch aufs Bett legen. Aber nachdem der erste Hunger gestillt war, kam doch noch ein bisschen Energie zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe den Wohnzimmertisch freigeräumt, zwei neue Projekte in ChatGPT eingerichtet und anschließend drei übervolle Wäschekisten zusammengelegt und verräumt. Zum Schluss habe ich sogar noch den Besen geschwungen. Die Wohnung ist noch lange nicht perfekt, aber wenn ich sie mit dem Zustand vom Morgen vergleiche, ist doch einiges passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal braucht es eben gar keine riesigen Erfolge. Manchmal reicht der nächste kleine Schritt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heiße Tage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hitze hat mich diese Woche allerdings ziemlich ausgebremst. Tagsüber über 30 Grad, nachts kaum Abkühlung. Eine Nacht endete sogar mit einem ziemlich eindrucksvollen Traum von Autos, die wie eine brennende Lawine einen Berg hinunterrollten und nacheinander explodierten. So einen Traum vergisst man nicht so schnell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt habe ich in diesen Tagen gemerkt, wie sehr Hitze und Schlafmangel an den Kräften zehren können. Dabei fiel mir ein Gedanke auf, den ich gern mitnehme: Es gibt einen Unterschied zwischen „Ich habe keine Lust“ und „Ich habe keine Kraft“. Gerade bei diesem Wetter war oft nicht die Motivation das Problem, sondern schlicht die fehlende Energie. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleine Schreckmomente</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch gab es auch einen kleinen Schreckmoment. An der Stelle, an der mir Blut abgenommen worden war, entdeckte ich einen roten Strich und mein Kopf war sofort bei einer Blutvergiftung. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass alles eher nach einer ganz normalen Reizung aussah. Manchmal braucht es jemanden, der einen daran erinnert, dass nicht hinter jedem kleinen Anzeichen gleich das Schlimmste steckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ganz anderer Schreck hatte mich allerdings schon länger begleitet. Ein Schlüsselbund, an dem auch ein wichtiger Gemeindeschlüssel hing, war verschwunden. Ich hatte überall gesucht – Jackentaschen durchwühlt, Taschen kontrolliert, Schubladen geöffnet und immer wieder überlegt, wo ich ihn zuletzt gehabt haben könnte. UNd ich hab gebetet, ihn wieder zu finden. Mit jeder erfolglosen Suchrunde wuchs jedoch die Sorge. Nicht nur, weil der Schlüssel weg war, sondern weil daran ein Schlüssel für eine Schließanlage hing. Der Gedanke, dass der wirklich verloren sein könnte und welche Kosten das möglicherweise nach sich ziehen würde, ließ mich nicht mehr los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich griff ich eher aus Verzweiflung in eine Tasche einer Jacke, die ich so gut wie nie trage. Und tatsächlich: Da war er! Geschafft! Gefunden! Was war ich erleichtert. Danke, Jesus!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein guter Termin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend stand mein Termin bei der Ärztin an. Zwar musste ich über eine Stunde im Wartezimmer sitzen – nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung –, aber das Gespräch selbst war richtig gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders gefreut hat mich ihre Rückmeldung. Sie sagte, sie sei stolz darauf, wie stabil ich trotz der vielen Herausforderungen der letzten Monate geblieben bin. Die Medikamente bleiben unverändert. Das hat mich sehr erleichtert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welchen Mantel würdest du liegen lassen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Nachmittag durfte ich wieder meinen „Prophetic Words“-Kurs halten. Diesmal ging es um Bartimäus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage lautete: „Welchen Mantel würdest du für Jesus liegen lassen?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich schrieb, merkte ich, dass es gar nicht nur um Angst ging. Da lagen auch Stolz, Scham und Bequemlichkeit auf meinem Papier. Und später, bei Jesu Frage: „Was willst du, dass ich dir tue?“, veränderte sich mein eigener Text plötzlich. Aus vielen einzelnen Wünschen wurde am Ende eigentlich nur noch einer:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte bei Jesus sein – ganz unabhängig davon, wie die äußeren Umstände aussehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe solche Momente. Nicht, weil ich vorher schon weiß, was ich schreiben werde. Sondern weil Gott mir beim Schreiben manchmal Dinge zeigt, die ich vorher selbst noch nicht gesehen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rangers-Camp hat mich diese Woche ebenfalls intensiv beschäftigt. Ursprünglich hatte ich sieben Andachten übernommen, zwei davon sind inzwischen fertig vorbereitet. Durch eine schwierige Situation im Mitarbeiterteam stand plötzlich die Frage im Raum, ob ich stattdessen alle vierzehn Andachten übernehmen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe viel darüber nachgedacht und einige Gespräche geführt. Dabei wurde mir neu bewusst, wie schmal der Grat zwischen Hilfsbereitschaft und Verantwortung manchmal ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich darf helfen. Ich darf zuhören. Ich darf mitdenken. Aber ich muss nicht jede Verantwortung übernehmen, die eigentlich anderen gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Erkenntnis hat mir gutgetan.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wolkenstein und Eloan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mein Crowdfunding hat mich in dieser Woche weiter beschäftigt. Nach vielen Gesprächen, Gebet und neuen Berechnungen habe ich mich schließlich entschlossen, die Zielsumme zu reduzieren. Rational wusste ich schon länger, dass das wahrscheinlich der richtige Schritt war. Emotional musste ich ihn trotzdem erst einmal gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist das Crowdfunding erfolgreich: Die Fundingsumme wird also auf jeden Fall ausgezahlt und ich bin unglaublich dankbar dafür. Geschafft! Jetzt darf „Wolkenstein“ weiter Gestalt annehmen. Aber noch kann man bis Montag unterstützen und jeder weitere Euro hilft, die Erstauflage größer zu machen.<br>Endspurt:<a href="https://startnext.com/wolkenstein"> Hier</a> kannst du noch bis Montag unterstützen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während das eine Projekt langsam in die nächste Phase geht, wächst schon das nächste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder kreisen meine Gedanken um den Adventskalender für Eloan. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wünsche ich mir, dass daraus nicht einfach nur ein Adventskalender wird, sondern ein kleines Adventsbuch, das Menschen Jahr für Jahr wieder hervorholen und sich Tag für Tag ein Stück nach Eloan entführen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mal sehen, wohin Gott diese Idee noch führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schnuppe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche waren wir auch mit unserem alten Meerschweinchen Schnuppe beim Tierarzt. Ehrlich gesagt waren wir innerlich darauf vorbereitet, Abschied nehmen zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es kam ganz anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich sind es Eierstockzysten, sie hat derzeit keine Schmerzen und darf ihren Lebensabend ganz gemütlich bei uns verbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe gemerkt, dass in mir zwei Gefühle gleichzeitig da sind. Die Erleichterung darüber, dass sie noch bei uns ist. Und gleichzeitig das Wissen, dass die Versorgung eines alten Tieres Kraft kostet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides darf nebeneinander stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neu entzündet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern Abend war Transformerschule. Das Thema lautete: <strong>Das Erbe der Erweckung</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn dieser Begriff vielleicht erst einmal groß klingt – was mich am Ende tief bewegt hat, war etwas ganz Einfaches: die Einladung, Gott im Gebet neu zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende hielt unser Pastor ein leidenschaftliches Plädoyer für das Gebet. Er erzählte von Evan Roberts und Daniel Nash, die Geschichte der Erweckung prägten, nicht weil sie so große Redner waren, sondern weil sie beteten. Immer wieder fiel derselbe Gedanke: Erweckung wächst auf dem Boden des Gebets. Und plötzlich war da dieser Hunger in mir. Nicht als schlechtes Gewissen. Nicht als neuer Vorsatz. Sondern als Sehnsucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich später nach Hause kam, wollte ich einfach nur noch mit Gott reden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus einer Stunde Gebet wurde Freude statt Pflicht. Das hat mich tief berührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, wohin Gott mich damit führt. Aber ich möchte dieser Sehnsucht Raum geben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weniger Ablenkung. Mehr Gebet. Mehr hören. Mehr Zeit mit ihm.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schritt für Schritt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, dann denke ich gar nicht zuerst an die vielen Termine oder To-do-Listen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke daran, wie oft Gott mich einfach den nächsten Schritt hat gehen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Wohnzimmertisch freiräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Andacht schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gespräch führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Schlüssel wiederfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Rückmeldung mit nach Hause nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von einem alten Meerschweinchen überrascht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich wieder mehr ins Gebet ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alles auf einmal. Sondern Schritt für Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das mein Satz dieser Woche:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Treue zeigt sich oft nicht in den großen Sprüngen, sondern im nächsten kleinen Schritt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche euch ein gesegnetes Wochenende. Passt gut auf euch auf, gönnt euch trotz aller To-do-Listen kleine Atempausen und vergesst nicht: Gott geht auch die ganz normalen Alltagswege mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eure Martina 💙</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/geschafft-von-schluesseln-und-buechern/">Geschafft! Von Schlüsseln und Büchern</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/geschafft-von-schluesseln-und-buechern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Und plötzlich war ich mittendrin</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/und-ploetzlich-war-ich-mittendrin/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/und-ploetzlich-war-ich-mittendrin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 06:28:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5324</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich dachte ich, diese Woche würde vor allem von Zahlen bestimmt werden. Rechnungen, Kosten, offene Beträge – und die Frage, wie wir das alles stemmen sollen. Dass am Ende ausgerechnet ein abgesagtes Royal-Ranger-Camp die Woche völlig auf den Kopf stellen würde, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Wie immer verlinke ich meinen Samstagsplausch mit Karminrot...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/und-ploetzlich-war-ich-mittendrin/">Und plötzlich war ich mittendrin</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich dachte ich, diese Woche würde vor allem von Zahlen bestimmt werden. Rechnungen, Kosten, offene Beträge – und die Frage, wie wir das alles stemmen sollen. Dass am Ende ausgerechnet ein abgesagtes Royal-Ranger-Camp die Woche völlig auf den Kopf stellen würde, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer verlinke ich meinen Samstagsplausch mit <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">Karminroten Lesezimmer</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Rechnungen und einer unerwarteten Erleichterung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche ging es mehr um Zahlen, als mir lieb war. Rechnungen, Kosten, noch im Zusammenhang mit meiner Mutter und ihrer Beerdigung, insgesamt eine Summe, die nicht mit unserem normalen monatlichen Budget abzudecken ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders die Kosten für die Grabstelle selbst schlugen zu Buche und machten mir Kopfzerbrechen. Die anderen Rechnungen konnten wir vom Urlaubsgeld meines Mannes begleichen. Eigentlich war das Geld für andere Dinge eingeplant gewesen, aber dort ließ sich manches verschieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag war daher meine erste große Aufgabe, mit der Stadtverwaltung in Melsungen zu telefonieren. Die Dame am anderen Ende war zwar freundlich, machte mir aber wenig Hoffnung. Nach dem Gespräch hatte ich eher das Gefühl, dass eine unkomplizierte Ratenzahlung wohl so wie ich es mir gedacht hatte nicht möglich sein würde. Sie verwies mich an die Stadtkasse. Diesen Anruf habe ich vor lauter Frust aber gar nicht mehr geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen schrieb ich dem Bestatter, dass ich im Moment einfach nicht weiß, wie ich das lösen soll. Müdigkeit überkam mich mit Macht. Ich legte mich hin und schlief ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Klingeln meines Handys wurde ich wieder geweckt. Der Bestatter war dran – und bot mir eine Lösung an, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ich solle ihm einfach ein Foto der Rechnung schicken. Aus dem Treuhandvermögen, das meine Mama damals hinterlegt hatte, sei vermutlich noch Geld übrig. Er würde sich darum kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht werde ich am Ende trotzdem noch eine Rechnung bekommen – dann eben vom Bestatter aber wohl nicht über die volle Summe. Bis dahin kann ich vielleicht sogar schon etwas zurücklegen. Jedenfalls ist die größte Sorge im Moment deutlich kleiner geworden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eigentlich war das <strong>Royal Ranger Camp</strong> längst erledigt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Royal Ranger Camp hatte ich längst abgesagt und innerlich abgehakt. Ich hatte meinen Frieden damit gemacht und gar nicht mehr daran gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstag kam dann die Nachricht einer Freundin bei den Rangern, ob ich einer anderen Rangerleiterin helfen könne, die im Moment einfach zu viele Aufgaben gleichzeitig zu stemmen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich habe ich gesagt, dass ich zumindest mal nachfragen kann, ob sie Unterstützung bei den Campandachten gebrauchen könnte. Das klang nach einer überschaubaren Aufgabe, die ich von zu Hause aus in den kühlen Morgenstunden erledigen könnte. Außerdem ist genau das ein Bereich, der mir Freude macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesagt, getan. Ich fragte nach – und ehe ich mich versah, steckte ich mitten in der Mosegeschichte, in Gesprächsfragen für die Teamzeiten und in der Vorbereitung der Andachten. Erst einmal musste ich allerdings überhaupt verstehen, wie die Vorgaben aus dem Leiterheft auf dem Camp umgesetzt werden sollten. Da waren einige Umstrukturierungen vorgenommen worden, die für mich zunächst nicht ganz nachvollziehbar waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach und nach wurde klar, dass die Hilfe umfangreicher werden würde als ursprünglich gedacht. Es ging längst nicht mehr nur um die Vorbereitung zu Hause, sondern auch um die Umsetzung während des Camps. Plötzlich stand wieder die Frage im Raum, ob ich mein Nein doch noch einmal überdenken sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe für die Absage bestanden ja weiterhin: Gesundheit, Kräfte und auch die Finanzen sind nach wie vor schwierige Themen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich habe ich mich trotzdem durchgerungen und angeboten, einen Teil der Andachten selbst zu übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Campleitung war ausgerechnet an diesem Tag stark eingebunden, sodass ich erst am Donnerstagabend mit ihr sprechen konnte. Dabei klärten sich gleich mehrere Dinge. Ich werde in einer Hütte schlafen und habe dort auch Strom für mein CPAP-Gerät. Allein das nimmt mir schon eine große Sorge und erhöht die Chance, dass ich das Camp körperlich überhaupt gut durchstehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung beschäftigt im Moment allerdings alle: die enorme Waldbrandgefahr. Lagerfeuer gehören für Royal Ranger eigentlich selbstverständlich dazu. Noch viel gravierender ist aber, dass dort normalerweise auch über offenem Feuer gekocht wird. Sollte die Warnstufe weiter steigen, könnte sogar das Kochen mit Gaskochern untersagt werden. Dann müsste die gesamte Verpflegung kurzfristig neu organisiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dazwischen ganz normales Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben all dem gab es auch ein paar Termine, die richtig gutgetan haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende hatte ich einen Hinweis erhalten, dass die Rechte bezüglich meines Buches und der Hörbuchproduktion vielleicht doch nicht so klar liegen könnten, wie ich gedacht hatte. Das hat mich sehr beunruhigt und meine erste Tat am Montag morgen war deshalb diese: Ich habe bei der Buchschmiede angerufen und die Hörbuchrechte geklärt. Ich hatte schon ziemlichen Bammel vor diesem Anruf, so etwas fällt mir nicht so leicht. Umso größer war hinterher meine Erleichterung. Die Rechte liegen tatsächlich bei mir. Das heißt: Das Hörbuch kann mit meinem Wunschsprecher entstehen und ich kann es so vermarkten, wie wir es uns gemeinsam überlegen. Als ich aufgelegt hatte, hätte ich am liebsten einmal laut gejubelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem habe ich mich mit einer Freundin getroffen. Sie hat zur Zeit Gürtelrose und war krank geschrieben. Aber auf ihrem Balkon zu sitzen und zu quatschen, schadete weder ihr noch mir. Der Balkon ist klasse, er lag komplett im Schatten, es ging ein leises Lüftchen und so wurden die mehr als 30 Grad gleich viel erträglicher. Außerdem gab es noch ein großes Erdbeerjoghurt-Eis, das erhöhte meine Laune schlagartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollten uns gegenseitig erzählen, wie anstrengend die letzte Zeit war, denn manchmal hilft ausheulen, und ich hatte im Hinterkopf mit ihr ein Interview über mein Crowdfunding zu führen. Sie besitzt nämlich einen Blog mit einer größeren Reichweite als mein eigener und so hoffte ich, dass ein Bericht von ihr über meine Aktion vielleicht tatsächlich Leute motivieren könnte, mich zu unterstützen. Mindestens eine Unterstützung hat es wohl auch gebracht, aber vielleicht folgen ja noch mehr. <br>Wenn du das Interview lesen magst, kommst du hier zu <a href="https://unterwegsistdasziel.blog/interview-mit-martina-bollhoefer-teil-1/">Teil 1</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich haben wir über Bücher, Geschichten und das Schreiben im Allgemeinen gesprochen. Solche Begegnungen sind kleine Inseln im Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Crowdfunding wächst weiter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Crowdfunding war einiges los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab zwischendurch technische Probleme, meine Seite wurde zeitweise nicht richtig angezeigt, so dass gar keine Unterstützung möglich war. Am nächsten Tag wollte eine Freundin endlich ihre zugesagte Unterstützung tätigen. Sie selbst schrieb mir dann freudig, erledigt, aber die Unterstützung wurde mir zunächst gar nicht angezeigt. Nach einem Gespräch mit meinem Mann war klar, da muss etwas so schief gelaufen sein, dass die Unterstützungszusage gar nicht registriert wurde, denn es gab auch keine Bestätigung der Transaktion. So musste ich die Freundin bitten, den Vorgang zu wiederholen. Diesmal klappte es und ich konnte mich riesig über ihre Großzügigkeit freuen. Gleichzeitig kamen weitere Unterstützer dazu, so dass die Summe deutlich um 459 Euro stieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke aber auch, wie schnell mein Kopf wieder anfängt zu rechnen. Kaum freue ich mich über eine neue Unterstützung, denke ich schon wieder: Es fehlt immer noch so viel. Was ist, wenn es nicht reicht? Kann ich die Zielsumme noch senken? Und wie viele Bücher könnte ich dann überhaupt drucken lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">All diese Fragen sind ja nicht unbegründet. Noch fehlt ein gutes Stück bis zum Finanzierungsziel, um genau zu sein, deutlich über 1000 Euro, und natürlich beschäftigt mich das. Trotzdem möchte ich nicht vergessen, mich über jeden einzelnen Menschen zu freuen, der dieses Projekt mitträgt. Jeder Unterstützer ist ein Geschenk – und jeder Euro bringt Wolkenstein ein Stück näher ans Ziel. Und dass sich überhaupt Menschen für mein Projekt engagieren und das Buch vorbestellen bedeutet mir unglaublich viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal bitten: Wenn du Ansgar von Briant noch nicht kennst, aber Freude an epischer Fantasy hast, eine gute Abenteuergeschichte liebst oder einfach Charaktere magst mit Tiefgang, dann überlege dir jetzt, ob du mein Buch nicht unterstützen magst. Man kann sowohl Band 1 als auch Band 2 im Crowdfunding vorbestellen. Es gibt auch noch andere Dankeschöns, die man sich sichern kann. Schau gerne unter <a href="https://www.startnext.com/wolkenstein">Startnext.com/wolkenstein</a> vorbei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleine Inseln zwischen all dem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bisschen Fußball musste natürlich auch sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich wieder über die Übertragungsrechte geärgert, weil so viele Spiele nur bei Magenta liefen und damit nicht frei zu schauen sind. Und ein neues Abo nur wegen ein paar WM-Spielen kann und will ich mir nicht leisten. Aber ehrlich gesagt macht mir das die Weltmeisterschaft ziemlich kaputt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich habe ich trotzdem mitgefiebert – besonders mit Norwegen und später mit der Schweiz. Leider sind deren Viertelfinalspiele auch wieder hinter der Bezahlschranke verschwunden, was mich wirklich ärgert. Da blieb zwischendurch nur noch ein kurzer Besuch auf meiner kleinen Schmollbank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem habe ich die WM mehr verfolgt, als ich vorher eigentlich vorgehabt hatte und die Spiele, die ich sehen konnte waren eine gute Ablenkung zwischen all den anderen Gedanken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von der Bettkante wieder ins Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Donnerstag war einer dieser Tage, an denen ich schon am Ende des Vormittags so fertig war, dass nur Hinlegen half. Nachdem ich also am Morgen aktiv für das Camp an den Andachten und Fragen gearbeitet habe, lag ich mittags wie ausgeknockt auf dem Bett.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider konnte ich da nicht einfach liegen bleiben, denn am späten Nachmittag gab es noch einen wichtigen Zahnarzttermin. Immerhin war der Zahn in letzter Zeit ziemlich ruhig und das wollte ich ja nicht gefährden. Also war klar, ich muss dahin, wenn nur nicht schon das Aufstehen so schwergefallen wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst lag ich da mit dem Gefühl, es nicht einmal bis zur Bettkante zu schaffen und hatte das Gefühl, überhaupt keine Kraft zu haben. Der Kopf war müde, der Körper ebenso. Die Augen fielen immer wieder zu und das Weckerklingeln nervte nur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also blieb nur eins: Schritt für Schritt. Nicht alles auf einmal. Einfach die nächste kleine Bewegung. Schließlich saß ich an der Bettkante, hab es ins Bad geschafft, geduscht und bin rechtzeitig losgegangen. Mehr noch, ich war trotz allem noch zu früh und hab noch 10 Minuten im Schatten den Wind genossen, der die 35 Grad erträglich gemacht hat. Und der Termin lief sogar gut: Der Zahn hat ein neues Medikament und noch zwei Wochen Zeit zum Heilen gekriegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sieht ein erfolgreicher Tag eben ganz anders aus, als man ihn sich vorgestellt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Abschied auf Raten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstagabend traf sich dann auch noch unsere Bibelschul-Tischgruppe zum letzten Mal. Das eigentliche Ende der Bibelschule steht zwar noch bevor, es gibt noch ein Wochenende mit Thema und noch eine Abschlussfeier, aber trotzdem fühlte sich dieser Abend schon ein wenig nach Abschied an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder durfte nochmal erzählen, von seinen Highlights und auch von dem, was man sich vielleicht anders gewünscht hätte. Außerdem beschäftigten wir uns unter anderem mit Psalm 23,5: <em>Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.</em> Jede durfte sich ein eigenes Salböl mischen und mitnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich aber so müde war und mich überfordert fühlte aus den mehr als zehn Ölen das richtige für mich auszusuchen, bat ich eine Leiterin darum mir mein Öl zu mischen. Nun habe ich ein nach Orange duftendes Freuden-Öl erhalten und freue mich darüber sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hängen geblieben ist mir aber ein Gedanke dieses Tages, der schon vor dem Bibelschultreffen aufgetaucht war:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Selbst wenn ich gar nichts täte, würde Gott mich trotzdem lieben.</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Satz, den ich vermutlich noch eine ganze Weile mit mir herumtragen werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dreimal stechen und der Countdown läuft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag stand eine Kontrolle meines Medikamentenspiegels an. Eigentlich eine Routineuntersuchung – wäre da nicht das Blutabnehmen gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dreimal musste gestochen werden, bevor schließlich an der Hand eine Vene gefunden wurde. Das tat ordentlich weh und war kein besonders schöner Start in den Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach hätte ich eigentlich noch einkaufen müssen. Ein halber Wocheneinkauf, aber ich habe es wegen Hitze und Müdigkeit geschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später habe ich wieder einmal das Café Kirche besucht und es abends sogar zu den Rangern geschafft. Und ich habe wieder festgestellt, wie sehr ich diese Truppe mag. Kinder und Leiter. Ich hab sie einfach gern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Camp ist jetzt tatsächlich nicht mehr nur eine Idee. Es rückt wirklich näher. Zusammen mit der anhaltenden Waldbrandgefahr beschäftigt mich das gerade mehr, als mir lieb ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, staune ich ein wenig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus einem abgesagten Camp wurde plötzlich eine neue Aufgabe. Aus einer großen finanziellen Sorge wurde eine unerwartete Erleichterung. Und aus einem Telefonat, vor dem ich Angst hatte, wurde ein kleiner Jubelmoment.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bibelschule geht langsam zu Ende, das Crowdfunding läuft weiter und in wenigen Tagen sitze ich wahrscheinlich tatsächlich wieder zwischen Jurten, Lagerfeuer – oder eben auch nicht – und vielen Rangern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gespannt, was Gott aus all dem macht. Auf jeden Fall weiß ich: Er salbt mein Haupt mit Öl und schenkt mir voll ein. Und ich bin geliebt, selbst wenn ich nichts auf die Reihe bringe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/und-ploetzlich-war-ich-mittendrin/">Und plötzlich war ich mittendrin</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/und-ploetzlich-war-ich-mittendrin/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Montagsstarter 28/26 Hitze, KI und Buttermilch</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-28-26-hitze-ki-und-buttermilch/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-28-26-hitze-ki-und-buttermilch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 05:22:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsmomente]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5316</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie (fast) jeden Montag starte ich mit dem Montagsstarter von Antetanni in die neue Woche. Die fettgedruckten Satzimpulse kommen von antetanni und helfen mir, kurz innezuhalten, auf einige Themen zu schauen, die mich bewegen und den Blick auf das zu richten, was vor mir liegt. Also: Kaffee oder Tee geschnappt – und los geht&#8217;s. ❶...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-28-26-hitze-ki-und-buttermilch/">Montagsstarter 28/26 Hitze, KI und Buttermilch</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Wie (fast) jeden Montag starte ich mit dem <a href="https://antetanni.com/2026/07/06/montagsstarter-28-26-antetanni-sagt-was/#more-84892">Montagsstarter</a> von Antetanni in die neue Woche. Die <strong>fettgedruckten Satzimpulse</strong> kommen von antetanni und helfen mir, kurz innezuhalten, auf einige Themen zu schauen, die mich bewegen und den Blick auf das zu richten, was vor mir liegt. Also: Kaffee oder Tee geschnappt – und los geht&#8217;s.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❶ <strong>Eigentlich hatte ich mir vorgenommen </strong>die Wohnung auf Vordermann zu bringen, aber die Hitze bremst mich ziemlich aus<strong>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❷ Da hilft auch nicht <strong>länger arbeiten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❸ Ich nutze für viele Aufgaben inzwischen <strong>KI</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❹ <strong>Buttermilch </strong>mag ich nur mit Frucht<strong>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❺ Ungewissheit und warten <strong>mag ich gar nicht, wenn</strong> wichtige Dinge passieren, auf die ich keinen oder nur einen geringen Einfluss habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❻ <strong>Mit </strong>meiner Tasse Earl Grey und einem Gespräch mit meinem Mann <strong>starte ich am liebsten in den Tag.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❼ <strong>Im Kalender steht diese Woche</strong> ein Krankenbesuch bei einer lieben Freundin<strong>, ich</strong> <strong>habe </strong>Arbeiten fürs Crowdfunding und mein Manuskript <strong>geplant und dann freue ich mich </strong>auf zwei Bibelschultermine.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun wünsche ich dir eine wunderbare Woche, viel Freude, gute Hitzebeständigkeit und Mut, die Dinge anzugehen, die wichtig sind. Und wenn du mich ein wenig unterstützen willst, schau doch mal hier vorbei: <a href="https://startnext.com/wolkenstein">startnext.com/wolkenstein</a> Das ist mein Herzensanliegen. Hier gehts um mein zweites Buch und seine Veröffentlichung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-28-26-hitze-ki-und-buttermilch/">Montagsstarter 28/26 Hitze, KI und Buttermilch</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-28-26-hitze-ki-und-buttermilch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hoffnung aufgeben gilt nicht</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/hoffnung-aufgeben-gilt-nicht/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/hoffnung-aufgeben-gilt-nicht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 06:29:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5306</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich nehm dich mit in meine volle, anstrengende, schöne, wilde Woche. Das Motto diesmal: Hoffnung aufgeben gilt nicht. Und es hätte genug Grund zum aufgeben gegeben. Wie immer verlinke ich diesen Samstagsplausch mit Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer. Begleitet haben mich in dieser Woche Schmerzen, Erschöpfung, Hoffnungsfunken, Schreiben, Fußball, Erinnerungen – und immer wieder dieses...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/hoffnung-aufgeben-gilt-nicht/">Hoffnung aufgeben gilt nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Ich nehm dich mit in meine volle, anstrengende, schöne, wilde Woche. Das Motto diesmal: Hoffnung aufgeben gilt nicht. Und es hätte genug Grund zum aufgeben gegeben. Wie immer verlinke ich diesen Samstagsplausch mit <a href="https://karminrot-blog.de/">Karminrot</a> und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">Karminroten Lesezimmer</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitet haben mich in dieser Woche Schmerzen, Erschöpfung, Hoffnungsfunken, Schreiben, Fußball, Erinnerungen – und immer wieder dieses Gefühl, dass das Leben gerade ganz schön viele Themen gleichzeitig bereithält.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Zahn – endlich vorsichtig gute Nachrichten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fangen wir mal rückwärts an: Die Woche endete am Freitag morgen mit einem Zahnarzttermin, dem ich erstaunlich gelassen entgegensah. Nach den heftigen Schmerzen der vergangenen Wochen hoffte ich einfach nur auf eine kleine positive Nachricht – und genau die bekam ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zahn ist inzwischen gut gereinigt, der Nerv entfernt, nur an der Wurzel sitzt noch eine Entzündung. Deshalb bleibt der Zahn vorerst offen und darf in Ruhe ausheilen. Genau das hatte ich mir gewünscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg dorthin war allerdings alles andere als leicht. In den vergangenen Tagen wurde der Wurzelkanal mehrfach gespült und immer wieder ein Medikament eingelegt. Jedes Mal schossen die Schmerzen zunächst wieder nach oben. Einmal tat es so weh, dass ich weinte und sogar vor Schmerz schrie. Kühlen, Paracetamol, Schlafen und Geduld bestimmten meinen Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso mehr freue ich mich jetzt über die kleinen Fortschritte. Die Schwellung ist sichtbar zurückgegangen, mein Gesicht sieht wieder symmetrisch aus und ich kann endlich wieder fast schmerzfrei essen. Ganz ausgestanden ist die Sache zwar noch nicht, aber zum ersten Mal seit Langem habe ich das Gefühl, dass der Zahn tatsächlich eine Chance hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Körper zieht die Notbremse</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem merke ich deutlich, wie sehr die letzten Wochen ihren Tribut fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich am Donnerstag einen ganz normalen Arbeitstag verbringen: den Schreibkurs vorbereiten, etwas Haushalt erledigen, mich wieder in <em>Wolkenstein</em> einlesen und meine geschäftlichen Gedanken sortieren. Doch nach kurzer Zeit war Schluss. Mir wurde übel, der Kopf dröhnte und ich war so erschöpft, dass ich nicht einmal mehr die Kraft hatte, nach meinem Wasserglas zu greifen. Erst ein Kühlakku und viel Ruhe brachten langsam Besserung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Hitze machte mir zu schaffen. Obwohl es draußen längst kühler geworden war, zeigte das Thermometer nachts in unserer Wohnung immer noch 27 Grad. Ich lag stundenlang schweißgebadet wach, wanderte mit Ventilator und einem Becher Joghurt durchs Wohnzimmer und schlief erst gegen Morgen ein. Ausgerechnet in dieser Nacht träumte ich vom Tod meiner Mama. Entsprechend fühlte ich mich am nächsten Tag, als wäre ich durch den Fleischwolf gedreht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde mir noch einmal bewusst, wie viel sich in den letzten Wochen angesammelt hat: Lungenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Krankenhaus und Antibiotika, Zahnentzündung, der Tod meiner Mama, Beerdigung, Hitze – irgendwann meldet sich der Körper eben zu Wort.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwischen Hoffen und Bangen: Wolkenstein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Crowdfunding begleitet mich im Moment eigentlich jeden Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder schwanke ich zwischen Freude und Sorge. Da sind Tage, an denen ich auf den fehlenden Betrag starre und mich frage, ob das jemals reichen wird. Und dann kommen plötzlich wieder Unterstützungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche durfte ich gleich mehrfach staunen. Zwei neue Unterstützerinnen, mehrere 100-Euro-Unterstützungen, Bestellungen über den Newsletter und sogar Menschen, die mein Projekt weiterempfohlen haben. Besonders gefreut hat mich eine Kursteilnehmerin, die gleich beide Bücher bestellt hat und mich damit über die 1.000-Euro-Marke geschubst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich bleibt die Frage, ob das Finanzierungsziel am Ende erreicht wird. Aber ich versuche immer wieder, meinen Blick zu verändern. Nicht auf die Summe zu schauen, die noch fehlt, sondern auf die Menschen, die schon jetzt sagen: <em>Ich glaube an dein Buch.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn genau darum geht es eigentlich. Hinter jedem Euro steckt ein Mensch. Jede Unterstützung bringt mich der Veröffentlichung ein Stück näher. Es geht nicht darum, Gewinn zu machen, sondern dieses Herzensprojekt überhaupt möglich werden zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders berührt hat mich außerdem der „Schwarze Ritter mit dem weißen Schild“. Elf Tage hatte ich nichts von ihm gehört. Umso größer war meine Freude, als plötzlich seine Unterstützung kam – verbunden mit den Worten: „Ich hoffe ja innig, dass meine Sehnsucht bald gestillt werden kann.“ Solche Momente machen einfach Mut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls auch du mein Buch möglich machen möchtest, freue ich mich natürlich sehr. Auf Startnext kannst du <em><a href="https://startnext.com/wolkenstein">Wolkenstein</a></em> vorbestellen, ein Lesezeichen oder andere Goodies auswählen oder das Projekt frei unterstützen. Jeder Beitrag hilft – selbst fünf Euro für ein Lesezeichen bringen mich meinem Ziel ein Stück näher.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schreiben – endlich wieder ein bisschen Zuhause</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen all den Sorgen durfte ich auch wieder das tun, was ich liebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bereitete einen Plotkurs vor. Obwohl am Ende nur meine Lieblings-Teilnehmerin angemeldet war, wurde daraus ein wunderbar intensiver Abend über das Plotten großer Geschichten. Immer wieder fasziniert mich, dass es eben nicht den einen richtigen Weg gibt. Für mich ist Plotten kein starres Korsett, sondern ein Geländer – es gibt Orientierung und lässt trotzdem genug Raum, damit Geschichten unterwegs wachsen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch an Band 4 meiner Ansgar-Reihe durfte ich endlich wieder ein wenig denken. Besonders Finian entwickelt sich immer stärker zu einer Figur mit ganz eigener Stimme. Und zwischendurch entstand sogar eine herrlich alberne Schreibübung, in der Finian und Inven einem Taucher begegnen und dessen Taucherglocke erst einmal neugierig beklopfen. Solche Spielereien werden nie im Roman landen – aber sie machen unglaublich viel Spaß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Newsletter habe ich lange nach der passenden Manuskriptstelle gesucht. Am Ende wurde es eine ruhige Szene mit Dariel. Genau solche Momente erinnern mich immer wieder daran, warum ich diese Geschichten überhaupt erzähle.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kleine Begegnungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab auch einige ganz unscheinbare Momente, die mir trotzdem im Gedächtnis geblieben sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Zahnarzt bat mich ein junges Mädchen, kurz auf ihre Tasche und ihre Schreibutensilien, die sie schon an einem Tisch ausgepackt hatte, aufzupassen, während sie schnell einen Radiergummi kaufen ging. Eine Kleinigkeit – und doch bedeutete sie für uns beide mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde, und brachte mich zum Lächeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Freundin telefonierte ich ebenfalls. Diesmal stand allerdings nicht meine Geschichte im Mittelpunkt, sondern ihre. Sie steckt mitten in einem belastenden Rechtsstreit. Also hörte ich einfach zu und betete für sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später saß ich im Café Kirche. Eigentlich wollte ich dort am Samstagsplausch schreiben. Aber mein Kopf fühlte sich immer noch wie in Watte gepackt an und ich kam kaum voran. Dann kam mein Mann nach der Arbeit vorbei, weil ich seinen Schlüssel dabeihatte. Wir aßen gemeinsam noch ein Stück Kuchen und unterhielten uns. Dabei wurde endgültig klar, dass der Rangerabend an diesem Tag einfach zu viel gewesen wäre. Manchmal besteht eine gute Entscheidung eben darin, etwas bewusst nicht zu tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erinnerungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch tauchte ich noch einmal in alte Fotos vom Ranger-Pfingstcamp 2024 ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir hatten damals unsere eigene Version von <em>Der Brief für den König</em> aufgeführt. Ich spielte einen König und später einen grauen Ritter. Und dort trat der schwarze Ritter mit dem weißen Schild zum ersten Mal auf. Seine einzige Szene war zugleich seine Sterbeszene – und genau dieses Bild unter den hohen Fichten habe ich bis heute vor Augen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anschauen der Fotos wurde mir wieder bewusst, wie viel Herzblut damals in dieser Aufführung steckte. Kostüme aus meiner Mittelaltertruhe, Requisiten, Schwertkämpfe, Musik, Tanz, gemeinsames Lachen. Vor allem aber wunderbare Menschen. Manche Erinnerungen bleiben eben nicht wegen der Geschichte lebendig, sondern wegen der Menschen, mit denen man sie erlebt hat. Und wenn dann der Schwarze Ritter mein Crowdfunding unterstützt, ist es eben etwas Besonderes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prophetic-Words-Kurs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein echtes Geschenk war für mich außerdem unser „Prophetic Words“-Workshop.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam lasen wir Psalm 27, schrieben einen eigenen Psalm und anschließend einen Antwortbrief Gottes darauf. Was dabei entstand, hat uns alle sprachlos gemacht. Die Texte waren so persönlich und passend, dass ich einmal mehr staunend davorstand, wie Gott Menschen begegnen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und sonst?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch beschäftigten mich noch Steuern, Geschäftskonto und die Frage, wie man ein Autorenbusiness eigentlich sinnvoll organisiert. Dann beschloss ich allerdings, diese Gedanken erst einmal wieder loszulassen. Eins nach dem anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fußball gab es natürlich auch. Mit dem neuen WM-Modus werde ich zwar immer noch nicht richtig warm, dafür hat sich Kap Verde endgültig einen Platz in meinem Fußballherz erobert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann flatterten noch weitere Rechnungen rund um die Beerdigung meiner Mama ins Haus. Solche Momente lassen mich erst einmal tief durchatmen. Gleichzeitig durfte ich erleben, dass genau im richtigen Augenblick Geld für einen Schreibkurs überwiesen wurde, sodass ich meinem Sohn mit seiner Miete helfen konnte. Solche kleinen Fügungen machen mich dankbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende dieser Woche bleibt vor allem ein Gedanke: Hoffnung aufgeben gilt nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alles ist gelöst. Der Zahn braucht noch Zeit. Das Crowdfunding ebenfalls. Mein Körper sowieso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der Zahn heilt. Das Crowdfunding wächst. Es gab gute Gespräche, liebe Menschen, kleine Wunder, neue Ideen und immer wieder Hoffnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn ich mir ein wenig mehr Ruhe und Frieden wünsche, ein wenig mehr Gleichmaß und Normalität, bleibt doch eines: Ich bin getragen. Mitten im Chaos kümmert sich Gott auch um die kleinen Dinge. Er sieht mich, richtet mich immer wieder auf und versorgt mich – oft auf ganz überraschende Weise. Das ist eigentlich das größte Wunder: zu erleben, wie ich in all den Schwierigkeiten nicht endgültig falle, sondern Gott als meinen Versorger erleben darf.<br><br>Das wünsche ich dir für diese Woche auch Vertrauen in einen großen Gott, Gelassenheit mitten im Stress, Hoffnung trotz aller WIdrigkeiten. Und sei gesegnet bis wir uns wieder lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/hoffnung-aufgeben-gilt-nicht/">Hoffnung aufgeben gilt nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/hoffnung-aufgeben-gilt-nicht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Montagsstarter 27/26 Zahn, Crowdfunding und co.</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-27-26/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-27-26/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 13:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsmomente]]></category>
		<category><![CDATA[Montagsstarter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5294</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier kommt wieder ein neuer Montagsstarter, den ich mit Antetanni und ihrem Montagsstarter verknüpfe. Die fettgedrucken Satzteile werden von Antetanni vorgegeben, das normal geschriebene habe ich ergänzt. Diesmal ist es eine bunte Mischung aus Schmerz und Freude. Aber lies selbst: ❶ Früh morgens ist das Wetter gerade noch zu ertragen. ❷ Carpe diem heißt für...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-27-26/">Montagsstarter 27/26 Zahn, Crowdfunding und co.</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt wieder ein neuer Montagsstarter, den ich mit <a href="https://antetanni.com/">Antetanni</a> und ihrem<a href="https://antetanni.com/2026/06/29/montagsstarter-27-26-antetanni-sagt-was/"> Montagsstarter</a><a href="https://antetanni.com/2026/06/22/montagsstarter-26-26-antetanni-sagt-was/"> </a>verknüpfe. Die <strong>fettgedrucken Satzteile</strong> werden von Antetanni vorgegeben, das normal geschriebene habe ich ergänzt. Diesmal ist es eine bunte Mischung aus Schmerz und Freude. Aber lies selbst:<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">❶ <strong>Früh morgens</strong> ist das Wetter gerade noch zu ertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❷ <strong>Carpe diem</strong> heißt für mich heute: den Tag aus Gottes Hand zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❸ <strong>Schon einmal</strong> von meinem Crowdfunding gehört? Damit finanziere ich die Veröffentlichung von <em>Wolkenstein</em>. Unterstützen kann man mich gerade unter <a href="https://startnext.com/wolkenstein">startnext.com/wolkenstein</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❹ <strong>Geschichten erzählen</strong> passt perfekt zu mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❺ <strong>Heute</strong> ist mein Zahn endlich etwas ruhiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❻ <strong>Wenn ich mir vorstelle</strong>, dass Gott auch durch diese chaotischen Wochen den Überblick behält, wird mein Herz etwas ruhiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❼ <strong>Im Kalender</strong> steht diese Woche ein weiterer Zahnarzttermin. Außerdem habe ich geplant, am Manuskript zu arbeiten, Werbung fürs Crowdfunding zu machen und freue mich auf ein Treffen mit einer Freundin zum Eisessen.<br><br>Ich hoffe vor allem auf Schmerzfreiheit diese Woche und dass sich noch Leute motivieren lassen, mein Buch vorzubestellen. Dir wünsche ich noch eine wunderbare Woche, dass du mit der Hitze gut zurechtkommst und vor allem Gottes Segen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-27-26/">Montagsstarter 27/26 Zahn, Crowdfunding und co.</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/montagsstarter-27-26/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bleibt. Was geht. Was weitergeht.</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/was-bleibt-was-geht-was-weitergeht/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/was-bleibt-was-geht-was-weitergeht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:58:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Samstagsplausch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5289</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich heute einen ganz normalen Samstagsplausch schreiben und ihn wie immer mit Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer verlinken. Ich wollte schreiben. Ganz normal . Wie immer. Über das Crowdfunding. Darüber, dass wir Mamas Zimmer ausgeräumt haben. Über Erinnerungen an meine Eltern, die Beerdigung, zwei sehr unterschiedliche Schreibkurse und vieles mehr. Stattdessen sitze ich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/was-bleibt-was-geht-was-weitergeht/">Was bleibt. Was geht. Was weitergeht.</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich heute einen ganz normalen Samstagsplausch schreiben und ihn wie immer mit<a href="https://karminrot-blog.de/"> Karminrot </a>und ihrem <a href="https://lesezimmer.karminrot-blog.de/">Karminroten Lesezimmer</a> verlinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte schreiben. Ganz normal . Wie immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über das Crowdfunding. Darüber, dass wir Mamas Zimmer ausgeräumt haben. Über Erinnerungen an meine Eltern, die Beerdigung, zwei sehr unterschiedliche Schreibkurse und vieles mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen sitze ich hier nach zwei Nächten mit Zahnschmerzen, die mich fast wahnsinnig gemacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke, dass ich heute keinen roten Faden finde. Normalerweise weiß ich irgendwann, wie ich die Woche erzählen möchte. Heute nicht. Vielleicht liegt es daran, dass die Woche selbst keinen roten Faden hatte. Sie bestand aus Hoffen und Bangen beim Crowdfunding, aus Abschied, Erinnerungen, Bürokratie, schönen Begegnungen, wunderbaren Kursabenden – und jetzt eben aus einem Zahn, der beschlossen hat, alle anderen Gedanken zu verdrängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb nehme ich euch heute einfach mit durch diese Woche, so wie sie war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Schöne zuerst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, fangen wir damit an. Das Schönste zuerst: Mein Crowdfunding für <em>Wolkenstein</em> ist gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte mich monatelang auf diesen Moment vorbereitet und trotzdem war ich überrascht, wie emotional er für mich wurde. Nach den ersten Stunden war gerade einmal eine Unterstützung eingegangen und ich merkte, wie unruhig ich wurde. Dabei wusste ich doch, dass viele Menschen das Buch kaufen möchten. Nur eben irgendwann. Für sie macht der Zeitpunkt keinen Unterschied – für ein Crowdfunding und mich als Projektstarter schon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Glück blieb es nicht bei dieser einen Unterstützung. Mein Mann überraschte mich mit fünfzig Euro, eine Leserin bestellte gleich zwei Hardcover und nach und nach kamen weitere Unterstützungen dazu. Besonders berührt haben mich allerdings die vielen persönlichen Empfehlungen. Menschen teilten den Link nicht einfach nur, sondern schrieben dazu eigene Worte. Das fühlt sich ganz anders an, als nur einen Link weiterzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen steht das Crowdfunding bei 506 Euro beziehungsweise 16 Prozent. Darüber freue ich mich wirklich. Gleichzeitig hoffe ich natürlich, dass der Balken bald wieder weiterwandert. So ein Crowdfunding ist eine ziemliche Achterbahnfahrt. An einem Tag freut man sich riesig über jede neue Unterstützung, am nächsten fragt man sich, ob es überhaupt noch weitergeht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Happy Teapot und Packaktion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während mich diese Gedanken begleiteten, waren wir noch in Nordhessen.<br>Meine erste Unterkunft war ja die Katastrophe, umso schöner, dass ich am Sonntag umziehen konnte. Leider lagen da noch einige Arbeiten vor mir, die Matratzen zurück an ihren Platz bugsieren, den Treppenberg dreimal besteigen. Danach gabs als Belohnung sozusagen, ein leckeres Mittagessen bei meiner Tante: Spargel mit Sauce Hollandaise, Schinken und Kartoffeln und gute Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Umzug ins &#8222;Happy Teapot&#8220; kehrte zum ersten Mal ein wenig Ruhe ein. Ich mag dieses Appartement einfach. Es tat gut, nach all den turbulenten Tagen einmal kurz durchatmen zu können. Mein Mann war noch im Zug unterwegs und ich wartete auf ihn. Ich überlegte, ob ich Fußball schauen sollte, verwarf den Gedanken aber wieder und versetzte mich stattdessen mit einem TKKG-Hörsiel in Kindertage. Nur Ruhe wäre zwar auch gut gewesen, aber dann wäre ich eingeschlafen und hätte verpasst meinen Mann vom Bahnhof abzuholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen wartete dann eine der schwersten Aufgaben dieser Reise auf uns: Mamas Zimmer musste ausgeräumt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon der Gedanke daran hatte mich morgens zum Weinen gebracht. Nicht einmal nur wegen der Erinnerungen, sondern auch, weil ich so gern einige ihrer Möbel mitgenommen hätte. Die beiden Kommoden, den Sessel oder den Hocker hätte ich tatsächlich gut gebrauchen können. Aber über diese Entfernung war das einfach nicht machbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also packte ich Kartons mit Erinnerungen, Fotoalben, Briefen, Büchern, Deko. Ganz am Ende zeigte mir der Hausmeister noch ein Außenfach. Darin stand tatsächlich noch ein Koffer meiner Mama. Ich musste lächeln. Selbst als ich dachte, ich wäre fertig, hatte sie noch eine kleine Überraschung für mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachmittags zerlegten mein Mann und ich die beiden Kommoden vollständig. Ehrlich gesagt hätte ich vorher nicht geglaubt, dass am Ende wirklich alles ins Auto passt. Aber irgendwann war der Moment da, an dem alles verstaut war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders glücklich bin ich über zwei grüne Kisten. In der einen befinden sich Bücher, in der anderen die Liebesbriefe meiner Eltern. Außerdem durften einige Fotos und andere Erinnerungsstücke mit nach Hause fahren. Das bedeutet mir unendlich viel.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Erinnerungen, Termine und Schreibkurs<br></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht konnte ich lange nicht schlafen. Eigentlich hatte ich nur nachgeschaut, wie lange das Heimatfest in Melsungen dauert und ob wir am nächsten Morgen überhaupt einen Parkplatz an der Sparkasse finden würden. Daraus wurde eine Nacht voller Erinnerungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich dachte an meine Eltern. An ihre Briefe. Daran, wie meine Mutter als junge Frau bei B. Braun arbeitete, anschließend noch im Laden ihrer Eltern mithalf und Wäsche für die ganze Familie bügelte. An meinen Vater, der neben seiner Arbeit noch studierte. Und plötzlich war da wieder diese große Dankbarkeit für zwei Menschen, die ihr Leben lang für andere da waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen holte ich meinen Sohn vom Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir zur Sparkasse und gingen anschließend zum Nachlassgericht. Vieles verlief leider anders als erhofft. Die Vollmacht reicht nicht aus, nun brauchen wir einen Erbschein. Immerhin kann ich ihn später auch von Lörrach aus beantragen. Trotzdem war es wieder einer dieser Termine, nach denen man das Gefühl hat, zwar viel Zeit investiert zu haben, aber kaum einen Schritt weiter zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abends stand dann mein Schreibkurs auf dem Programm. Diesmal ging es ums Plotten. Eigentlich hatte ich Sorge, ob ich zwei Stunden sinnvoll füllen könnte. Doch während der Vorbereitung kam mir der Gedanke, das Sieben-Punkte-Modell von Dan Wells einmal auf ein echtes Leben anzuwenden. Also &#8222;plottete&#8220; ich die Geschichte meiner Mutter. Von der jungen Frau in Melsungen über die Kontaktanzeige, die Briefe meines Vaters bis hin zu ihrem gemeinsamen Leben. Es war ein ganz besonderes Gefühl, ihre Geschichte auf diese Weise noch einmal zu erzählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Beerdigung<br></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann war plötzlich Mittwoch. Ich war früh wach, wie immer in letzter Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Tag hatte ich mich lange gefürchtet. Die Beerdigung meiner Mama stand bevor. Ich bügelte morgens doch noch meine schwarze Bluse, obwohl ich eigentlich keine Lust mehr dazu hatte. Vor der Trauerfeier trafen wir uns noch mit unseren Kindern im Edeka-Café. Mir war eher flau im Magen, während mein Mann sogar noch etwas essen konnte.<br>Auch am Friedhof waren wir früh. Zuerst nur meine Tochter und ich. Gespräche über ihre Oma, Erinnerung, gemeinsame Zeiten. Vertrautheit. Nach und nach trudelen die anderen Trauergäste ein. Ein letzter Gang zum Klo. Dann warten in der Trauerhalle, der Organist spielt schön. Menschen kommen, begrüßen uns. Verwandte, der Pfarrer.<br>Er macht es gut. Einen Impuls über Psalm 23 und den guten Hirten. Einen kurzen Abriss aus Mamas Leben. Gebete und Zuspruch. Worte des Lebens mitten in diesem Moment, in dem es ums Sterben geht. Menschen um mich herum weinen. Meine Tränen dagegen sind schon geflossen und bleiben heute versteckt.<br>Das Trauermahl. Wir sind etwa 20 Menschen. Es folgen Gespräche und Essen. Gute Gespräche und wirklich leckere Schnittchen und Kuchen. <br>Die Trauerfeier, das offene Grab, das Trauermahl und anschließend die lange Heimfahrt – irgendwann am Abend waren wir wieder zu Hause. Mein erster Gedanke war einfach nur: Geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nachhinein hat mich überrascht, dass ich während der Beerdigung selbst gar nicht so viel an Mama gedacht habe. Ich war hauptsächlich damit beschäftigt, diesen Tag zu schaffen. Die vielen Menschen, die Hitze und alles, was dazugehörte. Erst später fragte ich mich, ob das wohl normal ist. Inzwischen glaube ich, dass ich in den Wochen davor schon so viel Abschied genommen hatte, dass mein Herz und mein Kopf an diesem Tag einfach nur versucht haben, mich hindurchzubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schreibkurs und Zahnweh</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag durfte ich dann wieder einen Schreibkurs halten. Diesmal stand Psalm 23 im Mittelpunkt. Lange hatte ich überlegt, wie wir den Abend gestalten könnten. Am Ende wagten wir etwas Neues und meine beiden Teilnehmerinnen ließen sich mit großer Offenheit darauf ein. Es wurde einer dieser Abende, an denen Schreiben und Glaube ganz selbstverständlich zusammenfanden. Als wir den Abend beendeten, war ich einfach nur dankbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider hielt dieses Gefühl nicht lange an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon während des Abends wurden die Zahnschmerzen immer stärker. Was zunächst nach einem unangenehmen Ziehen aussah, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu Schmerzen, die die gesamte rechte Gesichtshälfte erfassten. Ohr, Kiefer, Lymphknoten – irgendwann schien alles miteinander verbunden zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem dreht sich mein Leben gefühlt nur noch um Kühlen, Paracetamol und die Hoffnung, dass der Schmerz endlich nachlässt. Gestern war ich noch einmal beim Zahnarzt. Er hat den Zahn erneut geöffnet, gespült und ein Medikament eingelegt. Trotzdem folgte eine zweite Nacht, in der ich kaum schlafen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr diesen Samstagsplausch heute etwas wirr findet, wisst ihr jetzt warum. Der Schmerz sitzt leider nicht nur im Zahn, sondern gefühlt mitten im Denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich mich wieder mit Kühlakku und Tee aufs Sofa verziehe, möchte ich euch aber noch um etwas bitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Crowdfunding für <strong>Wolkenstein</strong> steht inzwischen bei <strong>606 Euro</strong>. Während ich diesen Samstagsplausch geschrieben habe, kamen tatsächlich noch einmal <strong>100 Euro</strong> dazu. Das hat mich gerade richtig gefreut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich danke jedem einzelnen Menschen, der das Projekt bereits unterstützt hat. Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie gut jede einzelne Unterstützung und jede persönliche Weiterempfehlung tut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr den Link bisher nur gespeichert habt oder jemanden kennt, der Freude an einer Fantasygeschichte über Glauben, Hoffnung, Freundschaft und Abenteuer haben könnte, dann schaut doch einmal vorbei oder gebt den Link weiter. Gerade jetzt hilft jede einzelne Unterstützung dabei, dass aus <em>Wolkenstein</em> wirklich ein Buch werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hier geht&#8217;s zum Crowdfunding:</strong><br><em><a href="https://www.startnext.com/wolkenstein">Wolkenstein unterstützen</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun hoffe ich vor allem auf eines: dass ich euch nächste Woche von einem Zahn erzählen kann, der endlich beschlossen hat, wieder Ruhe zu geben. Und vielleicht auch davon, dass der Crowdfunding-Balken wieder ein gutes Stück weitergewandert ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/was-bleibt-was-geht-was-weitergeht/">Was bleibt. Was geht. Was weitergeht.</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/was-bleibt-was-geht-was-weitergeht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Monagsstarter 26/26: Trauer, Hitze und Vorwärtsgehen</title>
		<link>https://kreative-schreiberei.de/monagsstarter-26-26-trauer-hitze-und-vorwaertsgehen/</link>
					<comments>https://kreative-schreiberei.de/monagsstarter-26-26-trauer-hitze-und-vorwaertsgehen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 07:58:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Montagsstarter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kreative-schreiberei.de/?p=5286</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hallo ihr Lieben, hier wieder ein neuer Montagsstarter, den ich mit Antetanni und ihrem Montagsstarter verknüpfe. Die fettgedrucken Satzteile werden von Antetanni vorgegeben, das normal geschriebene habe ich ergänzt. Diesmal ist es eine bunte Mischung zwischen Leben und Tod, Trauer und Vorwärtsgehen. Aber lies selbst: ❶ 36 Grad sind definitiv zu heiß und fordern mich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/monagsstarter-26-26-trauer-hitze-und-vorwaertsgehen/">Monagsstarter 26/26: Trauer, Hitze und Vorwärtsgehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<!-- content style : start --><style type="text/css" data-name="kubio-style"></style><!-- content style : end -->
<p class="wp-block-paragraph">Hallo ihr Lieben, hier wieder ein neuer Montagsstarter, den ich mit <a href="https://antetanni.com/">Antetanni</a> und ihrem <a href="https://antetanni.com/2026/06/22/montagsstarter-26-26-antetanni-sagt-was/">Montagsstarter </a>verknüpfe. Die <strong>fettgedrucken Satzteile</strong> werden von Antetanni vorgegeben, das normal geschriebene habe ich ergänzt. Diesmal ist es eine bunte Mischung zwischen Leben und Tod, Trauer und Vorwärtsgehen. Aber lies selbst:<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">❶ <strong>36 Grad </strong>sind definitiv zu heiß und fordern mich sehr heraus<strong>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❷ Reden, Bilder angucken und Weinen <strong>hilft </strong>bei der Trauerbewältigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❸ Kühle Buttermilch und ein Ventilator <strong>sorgt für Erfrischung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">❹ <strong>Dass </strong>mir manche Dinge so nah gehen, <strong>habe ich nicht erwartet.</strong> Natürlich habe ich meine Mama geliebt, aber dass mir manche Möbelstücke etwas bedeuten, war mir zum Beispiel nicht klar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❺ Die Beerdigung wird mitten <strong>in der Sonne</strong> statfinden. Dort hat es keine Bäume. Zum Glück sind wir erst in der Trauerhalle, wo es etwas kühler ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❻ <strong>Salat </strong>mag ich sehr gern, hab aber gerade keine Zeit mir welchen zu machen&#8230; denn wir sind hier in der Ferienunterkunft und mit allem möglichen beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">❼ <strong>Im Kalender steht diese Woche</strong> die Beerdigung meiner Mama<strong>, ich</strong> <strong>habe</strong> Schreibkurse und Crowdfunding <strong>geplant und dann freue ich mich</strong> über die Unterstützung, die mich erreicht und mein Buch hoffentlich möglich macht. Und ja, das ist eine wilde Mischung diese Woche, aus Trauer, Organisation, Erinnnerungen, nach vorne blicken, schreiben und hoffen und wildem Leben. Da liegt alles ganz nah beieinander: Abschied und Vorwärtsgehen.<br><br>Wer mich untersttzen mag, findet den Link zum Crowdfunding <a href="https://startnext.com/wolkenstein">hier</a>: Man kann dort auch Bücher und Dankeschöns bestellen. Jede Unterstützung hilft. Danke schon mal im Voraus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kreative-schreiberei.de/monagsstarter-26-26-trauer-hitze-und-vorwaertsgehen/">Monagsstarter 26/26: Trauer, Hitze und Vorwärtsgehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kreative-schreiberei.de">Kreative-Schreiberei</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kreative-schreiberei.de/monagsstarter-26-26-trauer-hitze-und-vorwaertsgehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
