Zwischen Heilung, Gemeinschaft und leisen Grenzen
Diese Woche hatte viele unterschiedliche Farben.
Sie war geistlich intensiv, reich an Begegnungen – und gleichzeitig körperlich herausfordernd. Immer wieder habe ich gemerkt, wie nah Freude, Tiefe und Erschöpfung gerade beieinanderliegen und wie wichtig es ist, gut auf meine Grenzen zu achten.
Wie immer verlinke ich mit dem Blog von Karminrot und dem Karminroten Lesezimmer. Mein Dank geht an Andrea von Karminrot für die Blogparade „Samstagsplausch“, an der ich mich nun seit mehr als einem Jahr regelmäßig beteilige. Und ich freue mich über alle Leser, die über diesen Weg auf meine Seite gefunden haben.
Bibelschule und die Frage nach Heilung
Das Bibelschulwochenende zum Thema Heilung ging am letzten Samstag weiter mit der großen Frage: Heilt Gott heute noch? (kleiner Spoiler: ich bin überzeugt, dass er es tut! Und es gab viele Zeugnisse an diesem Wochenende, wo Menschen berichtet haben von Heilung nach Gebet)
Am Samstag blieb ich über Mittag in der Gemeinde. Es gab Linsensuppe gemeinsam mit den anderen Bibelschülern – und am Nachmittag dann sehr viel Kälte. Trotz Decken und Poncho fror ich wie ein Schneider, und die Stunde Schlaf brachte kaum Erholung.
Kälte, Anbetung und tragende Gebetsmomente
Am Samstagabend folgte ein Gebetsabend mit vier Stationen rund um das Thema Heilung: persönliches Heilungsgebet, Heilung für die Gemeinde, für die Stadt und für das Land.
Das Gebet an sich war gut und tief, aber ich merkte deutlich, wie erschöpft ich bereits war – so sehr, dass ich es kaum noch genießen konnte und am Ende froh war, nach Hause zu gehen.
Sonntagmorgen: Begegnung, Gebet und Nähe zu Gott
Der Sonntag begann früh. Noch schnell habe ich einen Bohnensalat für den Potluck vorbereitet und bin mit meinem Mann schon um halb neun beim Frühgebet gewesen. Der Gottesdienst stand unter dem Thema Jesus begegnen – verändert leben und war sehr intensiv, mit Anbetung vor und nach der Predigt.
Nach der Predigt setzte ich mich vorne vor die Bühne, konnte mich sogar für einen kurzen Moment ohne Schmerzen hinknien und hatte eine sehr innige Zeit mit Gott. Es kam auch noch jemand zu mir, für den ich beten durfte – ein stiller, besonderer Moment.
Unerwartete Begegnungen, die bleiben
Nach dem Gottesdienst ergaben sich noch zwei sehr wertvolle Begegnungen: ein intensives Gespräch mit einem anderen Teilnehmer der Bibelschule und später beim Potluck ein völlig unerwartetes Treffen mit einem jungen Mann von den Rangern aus Freiburg.
Wir hatten auf zwei Royal-Ranger-Camps gemeinsam Theater gespielt.
Er erzählte mir von seinem Abitur, von seinen Plänen, ab Sommer nach Thailand zu gehen, um dort Rangerleiter auszubilden – und als er hörte, dass es meinem Knie wieder besser geht, hatte er Tränen in den Augen.
Diese kurze, intensive gemeinsame Zeit hat mir unglaublich gutgetan. Er war bei uns in der Gemeinde, um ein LaserTek-Spiel vorzubereiten, bei dem dreizehn Jugendliche an diesem Samstag ein „episches“ Abenteuer erleben sollen.
Wenn der Körper eine Pause einfordert
Der Sonntagabend und der Montag standen dann ganz im Zeichen der Regeneration – leider nicht freiwillig.
In der Nacht auf Montag erwischte mich eine Blasenentzündung, vermutlich als verspätete Quittung für die viele Kälte. Montag und Dienstag waren deshalb Krankheits- und Ruhetage, an denen nicht viel ging und ich mir bewusst Zeit für meinen Körper genommen habe. Das pflanzliche Mittel, das ich genommen habe, schlug gut an und die Schmerzen verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren.
Zurück ins Arbeiten – und ein innerer Wackler
Am Mittwoch konnte ich endlich wieder arbeiten und bin im Manuskript ein gutes Stück vorangekommen.
Am Abend traf mich dann unerwartet eine Panikattacke – und ich bin froh, dass es nur Panik und kein echter Notfall war, denn zum Glück ebbte sie wieder ab, und ich konnte danach dennoch einigermaßen schlafen.
Ein Zwischentag zwischen Alltag, Gebet und Vorbereitung
Der Donnerstag war ein typischer Zwischentag: Fahrten für die Familie, ein Arztbesuch wegen der Blasenentzündung (nur um sicher zu gehen, dass sie nicht doch wieder aufflammen würde), eine sehr ausgedehnte Pause – und dann doch noch ein produktiver Block mit der Planung für das Rangertheater.
Am Abend fuhr ich zum Gebet in die Gemeinde und betete mit drei weiteren Frauen für einzelne Gemeindeglieder, die Gemeindeleitung und die Gemeinde insgesamt. Danach erledigte ich noch den Familieneinkauf und war gegen 21 Uhr zu Hause – müde, aber zufrieden.
Coworking ohne Co.
Für den Freitag hatte ich Coworking eingeplant. Eigentlich dachte ich, es wäre alles besprochen gewesen. Leider blieb ich allein.
Dieses Gefühl in einem fremden Raum alleine zu hocken, wie eine Einbrecherin, die sich unrechtmäßig eingeschlichen hat, das hielt sich hartnäckig – obwohl ich verabredet war und die Putzfrau mich ganz offiziell eingelassen hatte. Coworking ohne Co. ist einfach blöd. Es fühlt sich einsam an, und ich merke immer wieder: Mein Motor ist Gemeinschaft.
Trotzdem vorangekommen
Trotzdem hatte ich dort einen intensiven Manuskriptblock, der mich vorangebracht hat, und habe meine Flyer in Form geschnitten.
Gegen elf Uhr bin ich nach Hause gegangen und habe mir eine ausgedehnte Mittagspause gegönnt – mit Essen, Serie und Hinlegen.
Café Kirche, Klärung und ein neuer Anlauf
Am Nachmittag bin ich dann noch einmal los ins Café Kirche. Dort gab es Earl Grey mit Milch und Zucker (mein Lieblingstee), sehr leckeren Apfelkuchen und einen vertrauten Ort zum Ankommen.
Ich habe die Vorbereitungen für diesen Samstagsplausch-Text gemacht, Flyer für meinen nächsten Schreibkurs ausgelegt – und die Coworking-Damen getroffen, die sich entschuldigt haben, dass der Morgen so schiefgelaufen war. Nächsten Mittwoch mache ich einen neuen Anlauf.
Ranger, Theaterprobe – und das Geschenk von Gemeinschaft
Am Abend stand dann noch die Rangerstunde in Rheinfelden an, mit Theaterprobe für den Ranger-Gottesdienst am Sonntag, Einüben von Liedern und Bastel-und Plakatschreibaktion.
Ich liebe die Ranger – die Gemeinschaft mit den Kindern und den anderen Leitern tut mir einfach gut.
Zwischen Vorfreude und Erschöpfung: Lesungsvorbereitung
Parallel zu all dem läuft gerade die Vorbereitung auf meine Lesung am Wochenende.
Und ehrlich gesagt fühlt sich das im Moment weniger nach Vorfreude und mehr nach Jonglieren an: Gewandung zusammensuchen, Texte prüfen, Dinge wiederfinden, die plötzlich nicht mehr dort sind, wo sie sein sollten.
Ich merke dabei sehr deutlich, wie schnell aus „ein paar fehlenden Details“ das Gefühl werden kann, alles nicht mehr im Griff zu haben. Und gleichzeitig lerne ich gerade neu:
Ordnung im Außen ist kein Beweis für innere Stärke.
Und Unordnung ist kein Zeichen von Versagen – sondern oft ein Hinweis darauf, dass das Leben gerade dichter ist als sonst. Manchmal ist es in solchen Augenblicken trotzdem nicht leicht, die Balance zu halten.
Die Lesung wird nicht perfekt vorbereitet sein.
Aber sie wird mit Herz stattfinden.
Und vielleicht ist genau das im Moment genug.
Wie der Ranger-Gottesdienst am Sonntag gelaufen ist – und wie sich die Lesung angefühlt hat – erzähle ich euch nächste Woche. Bis dahin wünsche ich allen, die mich bis hierhin durch meine Woche begleitet haben, ein wirklich schönes, erholsames Wochenende und einen guten Start in den Februar. Seid gesegnet.





Ich kann mir vorstellen, wie es sich anfühlt, alleine dazusitzen. Aber immerhin bist du doch ein Stück vorwärtsgekommen. Die Lesung wird bestimmt super.
Liebe Grüße
Andrea