Spuren im Licht – zwischen Aufbruch und leisen Zweifeln
Von Licht und Zweifeln, von Spuren in meinem Leben und im Internet, von Aufbrüchen auf Grund neuer Erkenntnisse – dieser Artikel nimmt euch mit auf meinen Weg als Mensch und als Autorin. Wie immer verlinke ich diesen Beitrag mit denm Blog von Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.
🕸️Spuren im Netz
Diese Woche bin ich über einen Blogartikel gestolpert –
eine Freundin hat darin erzählt, wie sie beim Stöbern plötzlich alte Spuren von sich im Internet wiedergefunden hat, Dinge, die sie längst vergessen hatte.
(Hier könnt ihr ihren Artikel lesen.)
Und während ich das gelesen habe, kam dieser ganz einfache Gedanke:
Wie ist das eigentlich bei mir?
Was gibt es von mir da draußen?
Welche Spuren habe ich hinterlassen?
Und ehe ich mich versah, saß ich da und habe genau das gemacht:
Ich habe gesucht.
Und ja – ich habe mir auch von chat-gpt helfen lassen.
💡Was ich gefunden habe
Ehrlich gesagt: gar nicht so wenig.
Und auch gar nicht so durcheinander, wie ich befürchtet hatte.
Meine Website.
Mein Buch.
Artikel über meine Geschichte.
Hinweise auf Lesungen.
Wenn man nach mir sucht, findet man mich.
Und das hat mich fast mehr überrascht als alles andere.
Denn mein Gefühl war oft ein anderes gewesen:
👉 zu wenig
👉 zu unsichtbar
👉 zu verstreut
Aber das stimmt so nicht.
Vielleicht ist es eher so:
👉 Es ist schon da.
👉 Nur noch nicht ganz klar geführt.
👉 Nicht deutlich genug.
Und genau an diesem Punkt ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet habe:
Ich habe nicht weiter gesucht.
Ich habe angefangen zu schreiben.
✍️ Und dann kam diese richtig gute Phase
Was mich dabei fast mehr überrascht hat als alles andere:
Diese Phase war nicht nur voll.
Sie war richtig gut.
Und intensiv.
Ich habe geschrieben – und es lief.
Mehrere Blogartikel sind entstanden, fast wie von selbst.
Eine kleine Serie rund um meine Romanwelt. Manche der Artikel erscheinen erst in den nächsten Wochen nach und nach (übrigens immer Dienstags!), andere sind schon zu lesen:
über Figuren (nächsten Dienstag),
über die Welt von Eloan (übernächsten Dienstag),
über die Entstehung der Geschichte,
über mich als Autorin.
Gerade beim Schreiben über die Welt hat es mich richtig gepackt.
Orte, die sonst einfach da sind, bekamen plötzlich Worte.
Und ich bin noch einmal zurückgegangen.
Zu dieser einen Szene aus einem Rollenspiel.
Zu der Frage, die alles ausgelöst hat:
Was passiert mit dem besten Freund eines Königs, wenn dieser ihn verstößt?
Und irgendwo darin auch wieder zu mir selbst.
Zu den Büchern, die mich geprägt haben.
Zu meinem Papa, der mir diese Welt überhaupt erst geöffnet hat.
Und ich habe gemerkt:
Da ist schon so viel.
🌿 Spuren sehen – und neu einordnen
Beim Suchen und Nachdenken wurde mir etwas klar, das ich so noch nicht gesehen hatte:
Ich habe nicht nur ein Buch geschrieben.
Ich habe eine Website.
Einen Blog.
Lesungen.
Texte, die gelesen werden.
Und trotzdem fühlt es sich oft so an, als wäre das alles noch nicht genug.
Als müsste ich erst noch „richtig sichtbar“ werden.
Aber vielleicht stimmt das so gar nicht.
Denn das, was ich gefunden habe, war nicht „zu wenig“.
Es war eher:
👉 nicht gebündelt
👉 nicht klar geführt
👉 aber längst da
Und ein Gedanke hat mir dabei besonders gutgetan:
Meine meistgelesenen Texte sind nicht die über mein Buch.
Sondern meine Samstagsplausche.
Menschen kommen nicht nur wegen meiner Geschichte.
Sie kommen wegen mir.
Und vielleicht ist genau das kein Problem, sondern eine Chance.
Ich muss nicht lauter werden.
Ich darf klarer werden.
Ein kleiner Schritt in diese Richtung war ein Satz, der sich plötzlich richtig angefühlt hat:
Martina Bollhöfer
Autorin von Ansgar von Briant
Geschichten vom Licht in dunklen Zeiten
Kein großer Umbau.
Nur ein leises Sortieren.
🎭 Und dann wurde aus einer Idee etwas Konkretes
Parallel dazu hat sich noch etwas entwickelt:
Ich habe viel über Lesungen nachgedacht.
Und gemerkt:
Ich mache gar keine klassischen Lesungen.
Ich mache eher Geschichtenabende.
Erzählen.
Lesen.
Fragen.
Miteinander.
Meine letzte Lesung kam mir wieder in den Sinn – dieser Moment, in dem es plötzlich trägt.
Und daraus wurden ganz praktische Gedanken:
kleinere Orte statt großer Bühnen,
Cafés, Kurorte, persönliche Räume.
Wie schreibt man so etwas an?
Wie macht man es leicht, Ja zu sagen?
Und plötzlich fühlte sich das nicht mehr wie eine vage Idee an,
sondern wie etwas, das Form bekommt.
Wenn du entweder einen Ort weißt, wo man gut eine solche besondere Lesung halten könnte oder vielleicht selbst eine „Wohnzimmerlesung“ anbieten willst, kannst du mich unter
info@kreative-schreiberei.de gerne anschreiben.
🧭 Alltag, Glaube und das, was dazwischen liegt
Der Montag begann früh. Zu früh.
Einkaufen, Haushalt, Dinge, die man tut und die am Ende doch kaum sichtbar sind.
Dazwischen Bibelschule. Gedanken zu Lukas.
Zu Verrat und Treue.
Zu diesem Blick Jesu, der nicht beim Versagen stehen bleibt.
Ein Satz ist mir geblieben:
Jesus sieht vom Kreuz her.
Und plötzlich wurde das ganz persönlich.
💭 Zwischen „Ich kann das nicht“ und „Es ist schon da“
Am Dienstag war ich wieder mitten in meiner Geschichte – diesmal bei den Gegenspielern.
Und dann kam dieser Moment:
Ich kann das nicht.
Und dann die leise Gegenstimme:
Doch.
Es ist alles da.
Du musst es nur ordnen.
Das gleiche Gefühl tauchte auch an anderen Stellen auf –
bei der Website, bei der Sichtbarkeit, bei all den Gedanken.
So viel. So aufwändig.
Und so schnell überfordernd
Einfach dieses Gefühl: Das ist zu viel.
Und dann wieder dieser kleine Schritt:
Nicht alles auf einmal.
Nur das, was gerade geht.
🌙 Wenn der Körper sich meldet
Irgendwann hat mein Körper sich gemeldet.
Ich bin einfach eingeschlafen.
Mitten am Tag. Auf dem Sofa.
Und habe sogar meinen Kurs verpasst.
Das hat mich erst geärgert.
Weil ich zuverlässig sein möchte.
Aber gleichzeitig war da auch das Wissen:
Ich war einfach leer. Und so etwas ist menschlich. Es passiert einfach manchmal.
Die Nacht danach war entsprechend unruhig.
Der Morgen… irgendwie da.
Nicht richtig ausgeruht.
Aber auch nicht verloren.
Ich bin unterwegs.
Nicht perfekt. Aber ich gehe weiter.
🌧️ Ein Tag, der schwer war
Der Donnerstag war einer dieser Tage, die sich nicht greifen lassen.
Morgens noch ein richtig starker Moment im Kurs.
Gemeinsam Psalmen schreiben. Hören. Tief.
Begegnung mit Gott. Und miteinander.
Und dann… nichts mehr, was passt.
Zu müde zum Schreiben.
Zu unruhig zum Ausruhen.
Zu leer für Ablenkung.
Ich hing dazwischen fest.
Und wurde streng mit mir.
Das kann doch nicht sein.
Aber doch, so war es: es ging nichts mehr richtig. Alles ödete mich an, langweilte mich, aber Anstrengung und Leisten war auch nicht möglich.
Es kamen Tränen.
Und dieses alte Spannungsfeld:
So viel Sehnsucht nach Kreativität –
und gleichzeitig zu wenig Kraft.
Am Abend wurde es ein bisschen ruhiger.
Nicht gut. Aber tragbar.
🌱 Freitag – und das Leben geht weiter
Der Freitag war dann wieder anders.
Nicht plötzlich leicht.
Aber… geerdeter.
Fahrdienste, einkaufen, Dinge erledigen.
Vorbereitungen für diesen Samstagsplausch.
Später Café Kirche.
Menschen. Gespräche.
Diese warme Atmosphäre, die mich trägt.
Und am Abend noch Bibelschule.
Kein besonderer Tag.
Aber ein wichtiger.
Weil er gezeigt hat:
👉 Das Leben läuft weiter.
👉 Und ich gehe mit.
🌿 Was bleibt
Wenn ich auf diese Woche schaue, dann sehe ich keine gerade Linie.
Ich sehe Spuren.
Und Wellen.
Ein Auf und Ab.
Nicht nur Leere,
sondern auch Fülle
Eine richtig gute Phase am Anfang.
Tiefe Gedanken.
Kleine Schritte.
Einen Einbruch.
Und wieder Bewegung.
Ich habe mehr gemacht, als ich selbst oft sehe.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Woche:
Da ist schon etwas.
Mehr, als ich denke.
Und ich lerne gerade, es auch zu sehen. 💛
Und das wünsche ich dir auch für die kommende Woche:
Dass du siehst, was da ist.
Dass du das Gute erkennen kannst, wenn es dir begegnet.
Und dass du erlebst,
dass du Spuren hinterlässt –
nicht nur im Netz, sondern in dieser Welt,
im Leben anderer Menschen.
Sei gesegnet.








Hallo Martina!
Heute bin ich auch auf Leistung aus und es hat immerhin schon zweimal richtig gut geklappt, der Montag war traumhaft sehr früh wach und fertig gemacht, dann blieb Zeit den Sonnenaufgang zu bewundern und dann auch los… Frag mich nicht, wann ich das letzte Mal um 7 morgens beim Discounter um die Ecke war.
Lesungen, ich war früher Teil einer Autorengruppe. Als solche haben wir oft thematische Lesungen geplant und immer frische Geschichten geliefert. Am Anfang zweifelten wir vielleicht noch, aber im Laufe der Zeit stellten wir fest, bei einem Dutzend Leute, die so unterschiedlich waren wie wir würden auch immer unterschiedliche Geschichten entstehen.
Als unsere Gruppe noch in dem VHS Kurs „Schreibwerkstatt“ in ihren Kinderschuhen steckte, war die Gruppe so groß, dass wir 2 1/2 Minutengeschichten schrieben. Der Mann einer Teilnehmerin war Musiker und half uns und dem Publikum, immer wieder aufnahmefähig zu sein für Neues.
Genug in Erinnerungen geschwelgt.
Praktisches:
Unterschiedliche Orte, kann heißen man braucht passendes Equipment und eventuell, die ein oder andere Person, die hilft dieses aufzubauen.
Manche Veranstaltungsorte verfügen über Technik und Personal, bei anderen muss man sich selbst helfen.
Wir hatten Lesungen in/bei:
– Bibliotheken
– Cafés
– Wirtshäusern
– regionalen Buchmessen
– städtischen Veranstaltungen
– Volkshochschule
– Kirchen
– Obdachlosenheim
– Generationenhaus
– Orten der alternativen Kunstszene
Was macht den Unterschied?
Ist das Publikum wegen der Geschichten da, oder ist da noch Ablenkung?
Manchmal haben wir Ablenkung mitgebracht, in Form von Musikern, der Mann unserer Mitschreiberin hat das für lau gemacht, manchmal haben wir dafür bezahlt, und ein anderes Mal wurde das vom Veranstalter mitorganisiert.
Bei Cafés und Wirtshäusern ist zu sagen, daß es gut organisiert sein sollte, weil die Zuhörer durchaus nicht auf das leibliche Wohl verzichten möchten. Also möglichst Lesezeiten und Bestell- und Servierzeiten absprechen, weil hier auch mal Publikum dabei ist, dass eigentlich nur etwas essen und trinken wollte und sich plötzlich mit Kultur konfrontiert sieht.
Gerade an solchen Orten unverzichtbar Mikrofon, denn es kann auch mal lauter werden…
Kontakte:
Wir hatten den Vorteil, dass unsere Keimzelle in der VHS lag mit unserer Kursleiterin, die sehr bekannt in unserer Szene ist, deshalb fanden unsere ersten Lesungen in der Stadtbücherei statt, die im selben Gebäude wie die VHS ist.
Aber du hast deine Gemeinde, vielleicht zum ersten Ausprobieren?
Ich kenne die Räume nicht, aber das Café Kirche? Meine Stadt steht finanziell nicht so gut da, deshalb gibt es eine breite Kulturzone aus der Mitte, sag ich mal. Menschen, die Räume öffnen um anderen Gehör zu verschaffen, ob es so etwas bei euch in Lörrach gibt, weiß ich nicht, aber umhören schadet nicht. Oder soziale Standorte? Wir haben auch bei Ausstellungen themenbezogene Lesungen gemacht. Was ist mit den Ausstellungen in deiner Gemeinde?
… Viele Möglichkeiten.
Bleib inspiriert!
Liebe Grüße
Sabine aus der Pfalz