Blog, Bösewichte und Beten

Ich freue mich, dass du mich heute hier auf meinem Blog besuchst und lade dich ein, mit mir durch meine Woche zu streifen. Bevor ich mich aber in die Themen der letzten Tage vertiefe: Meinen Samstagsplausch verlinke ich wie immer bei Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer. Diese Woche brachte neue Klarheit rund um meinen Blog, Gedanken über Bösewichte und ein paar persönliche Momente mit sich, die mich ziemlich herausgefordert haben.
🌿Gebet bringt neue Klarheit
Aber ich fange besser vorne an. Der eigentliche Beginn dieser Woche lag nicht an meinem Schreibtisch, sondern im Gebet.
Nach dem Bibelschulwochenende zum Thema Gebet und einer intensiven Zeit mit Gott hat sich mein Blick auf meinen Blog plötzlich verändert. Ich habe nicht mehr nur eine Website gesehen, die irgendwie klarer werden soll, sondern einen Ort, der etwas in sich trägt: Begegnung. Mit mir. Mit meinen Geschichten. Und mit Gott, wie ich ihn in meinem Alltag erlebe.
Von da aus wurde vieles anders. Erst innerlich und dann auch ganz praktisch. Kategorien, Startseite und Texte bekamen plötzlich ein anderes Gewicht. Es ging nicht mehr bloß darum, etwas zu ordnen oder hübscher zu machen, sondern darum, diesen Ort auch nach außen stimmiger werden zu lassen. Mich begleitete dabei der Wunsch nach mehr Klarheit und Weite – und die Frage, wie ich nach außen deutlicher werden kann, ohne mich dabei zu verbiegen.
🧭 Mit neuen Augen auf meinen Blog
Mit diesem neuen Blick habe ich dann in dieser Woche weiter an meinem Blog und meiner Website gearbeitet. Ich habe Kategorien noch einmal neu sortiert und umbenannt, manche ganz herausgenommen, um die Navigation übersichtlicher zu machen, an der Startseite gefeilt, Abschnitte gestrichen, die Blogvorschau angepasst und Texte griffiger formuliert.
Spannend war für mich auch der Blick von außen auf meinen Internetauftritt. Es tat gut zu merken, dass man mich durchaus findet – als Autorin, über mein Buch und über meine Website. Gleichzeitig wurde mir klarer, dass mir gar nicht so sehr etwas fehlt. Es geht im Moment eher um Fokus. Nicht alles neu, sondern deutlicher. Klarer ich. Und weniger Gedöns drumherum.
Auch die Buchseite und meine Kursseite habe ich mir in diesem Zusammenhang vorgenommen – noch nicht zum Umbauen, eher zum ehrlichen Hinschauen. Vieles ist da, aber manches darf noch klarer und einladender werden. Dafür werde ich mir in der nächsten Zeit bewusst Raum nehmen, damit die Seite am Ende wirklich zu mir passt und man sich darauf gut zurechtfindet.
Falls jemand von euch in den letzten Tagen auf meiner Seite unterwegs war oder neu dort vorbeischaut: Über eine Rückmeldung freue ich mich sehr. Wie wirkt die Startseite auf euch – klar, warm, einladend oder eher noch ein bisschen unübersichtlich?
🏰 Wieder zurück in Eloan
Natürlich war ich in dieser Woche auch wieder in Eloan unterwegs. Am Dienstag erschien mein Artikel, der sich den wichtigsten Figuren aus Eloan widmet, und ich freue mich immer, wie lebendig mir diese Welt beim Schreiben solcher Texte wieder wird.
Gleichzeitig habe ich schon an einem späteren Artikel weitergedacht und gefeilt. Seid ihr neugierig, worum es gehen wird?
Ich habe mich intensiver mit meinen Bösewichten beschäftigt, und im Moment sieht es so aus, als würde daraus sogar eine kleine Reihe mit drei Artikeln rund um die dunklen Kräfte in meiner Romanwelt entstehen.
Die kommt jedoch nicht direkt als Nächstes – ich habe bereits andere Artikel ein paar Wochen im Voraus geplant –, aber innerlich arbeiten diese Texte gerade sehr in mir. Der Arbeitstitel des ersten lautet „Nicht einfach böse“, und bis die Reihe wirklich fertig ist, wird mich dieses Thema wohl noch eine Weile begleiten.
🎭 Szene, Stimme und Stolpern
In dieser Woche hat mich eine Freundin wegen einer Lesung kontaktiert. In dem kleinen Hotel/Restaurant in Schönau habe ich bereits letztes Jahr aus meinem Buch Ansgar von Briant gelesen, was bedeutet, dass ich mir dieses Mal etwas Neues überlegen muss. Deshalb habe ich mir eine Szene aus meinem Buch vorgenommen, die ich noch nie in einer Lesung präsentiert habe, und versucht, sie so zu kürzen, dass sie sich gut vorlesen lässt – ohne ihren Kern zu verlieren. Dabei habe ich gemerkt, wie nah mir dieser Text selbst geht. Es ist eine dieser Stellen, an denen es nicht einfach wird. Weder für die Figuren noch für mich.
Und damit kam auch die alte Frage zurück: Kann ich so etwas lesen, ohne danach Antworten liefern zu müssen? Oder darf ich einfach erzählen und stehen lassen, was stehen bleiben muss? Im Moment fühlt sich Letzteres ehrlicher an.
Außerdem hat mich diese Woche etwas unerwartet überrascht: Ich hatte irgendwann vor Weihnachten bei Anita Knappe angefragt, ob sie mein Buch im Rahmen ihres Klappentext-YouTube-Kanals vorstellen könnte. Da ich dann aber gar nichts mehr gehört habe, habe ich es völlig vergessen – zumal es mir in den letzten Wochen ja auch nicht gut ging. Und jetzt machte mich eine Freundin darauf aufmerksam, dass etwas online ist. Und tatsächlich habe ich entdeckt, dass Anita den Klappentext und eine Leseprobe aus meinem Buch eingesprochen und auf YouTube veröffentlicht hat.
Erst habe ich mich sehr gefreut – und dann bin ich über eine Kleinigkeit gestolpert, weil einige Namen für mich ganz anders klingen, als sie sie ausspricht. So bleibt ein seltsames Gemisch aus Dankbarkeit, Überraschung und einem kleinen inneren Fremdeln. Trotzdem stelle ich euch hier den Link ein – wer Lust hat, kann ja mal reinhören: Klappentext-Video.
🌀 Weitermachen trotz Müdigkeit
Nicht alle Tage dieser Woche waren leicht. Es gab Momente, in denen ich mich völlig erschlagen gefühlt habe – müde bis in den Kopf hinein, irgendwie nur halb da und gleichzeitig mit dem Gefühl, dass ich eigentlich so viel vorhatte. Gerade an solchen Tagen meldet sich ja schnell diese innere Stimme, die einem einredet, man sei nicht verlässlich genug oder kriege es einfach nicht richtig hin.
Und ehrlich gesagt: Ich habe auch gehadert. Mit mir, mit meinem Körper, mit dieser ganzen Situation, die sich manchmal einfach unfair anfühlt.
Aber ich bin nicht einfach ausgestiegen. Ich habe mich durch die Tage bewegt – langsam, unperfekt, mit Pausen und mit Widerstand. Kleine Schritte, die sich oft gar nicht nach viel anfühlen, und die am Ende doch genau das sind: Weitergehen.
Und vielleicht war das diese Woche die eigentliche Lektion: Dass nicht jeder Tag gut beginnt. Dass nicht alles leicht ist. Aber dass „dranbleiben“ manchmal ganz leise aussieht. Nicht stark. Nicht glänzend. Aber echt.
✉️ Ein leiser Moment, der nachklingt
Mitten in diese eher schweren Tage fiel auch ein Moment, der ganz leise war – und gleichzeitig viel in sich getragen hat.
Im „Prophetisch-Schreiben“-Kurs war diesmal nur eine Teilnehmerin. Wir haben gemeinsam einen Bibeltext über die Liebe Gottes gelesen und daraus einen „Liebesbrief von Gott“ für eine Person aus unserem Umfeld geschrieben. Und später bekam ich eine Rückmeldung, was dieser Text bei jemand anderem ausgelöst hat. Wie er berührt hat. Wie er etwas in Bewegung gebracht hat. Und wie sich diese Person mit ihren Vorlieben und Gedanken gesehen gefühlt hat.
Ich saß da und wusste nicht so recht, was ich sagen soll. Außer vielleicht: Gott wirkt manchmal auf eine Weise, die man selbst gar nicht machen kann. Still. Unaufgeregt. Und doch so tief.
Und ich bin dankbar, dass ich Teil davon sein darf. Dass ich etwas anstupsen konnte. Das sind für mich immer ganz besondere Momente – wenn ich merke, wie Gott durch mich Menschen berührt.
Ich selbst habe natürlich auch einen „Liebesbrief von Gott“ geschrieben und weitergegeben – und gemerkt, wie schwer ich mich damit tue, wo meine Teilnehmerin ganz selbstverständlich gehandelt hat. Aber durch ihre Ermutigung habe ich mich dann doch getraut. Eine Rückmeldung habe ich noch nicht – und hoffe sehr, dass mein Text gut angekommen ist.
🎂 Ein Geburtstag mittendrin
Während dieser Woche hatte auch meine Tochter Geburtstag. Ich habe Kuchen gebacken – eher im Schneckentempo als in Bestzeit –, und wir haben zusammen gegessen und den Tag miteinander verbracht.
Am Nachmittag gab es eine kleine Spielerunde, und am Abend hat mein Sohn für uns gekocht:

So gut. Und so ein schönes Gefühl, einfach zusammen am Tisch zu sitzen.
Keine große Feier, kein besonderes Programm – aber genau solche Momente sind es, die bleiben.
🪶Zwischen Angebot und eigener Richtung
Diese Woche hing ich auch an einer Frage fest, die auf den ersten Blick klein wirkt, für mich aber doch mehr war. Es ging um einen Onlinekongress, bei dem ich überlegt habe, ob ich teilnehmen soll oder nicht. Abgesehen von Terminkollisionen ist das natürlich auch eine Entscheidung, die Geld kostet – und das ist gerade knapp.
Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir: Es geht dabei gar nicht nur um das Geld oder die Inhalte. Sondern um die Frage, was ich gerade wirklich brauche – und was vielleicht eher aus dem Gefühl heraus entsteht, etwas zu verpassen.
Und in diesem Zusammenhang bin ich noch an einen anderen Punkt gekommen: Ich wünsche mir wieder mehr Austausch mit anderen Schreibenden. Aber ich merke auch, dass nicht jede Form von Austausch mich wirklich weiterbringt. Ich habe Gruppen, in denen ich die Menschen wirklich mag, bei denen sich aber die äußeren Bedingungen verändert haben, sodass es einfach nicht mehr richtig passt. Das finde ich einerseits sehr schade – andererseits ist das wohl einfach Teil davon, dass sich Leben unterschiedlich entwickeln.
Gleichzeitig bin ich in einem Kreis von Schreibenden, die im Nachbarland Schweiz aktiv sind. Ich wohne zwar ganz nah dran und könnte theoretisch teilhaben, bin auch in der WhatsApp-Gruppe, beteilige mich aber kaum und habe es bisher kein einziges Mal zu einem Treffen geschafft. Und wenn ich ihre Lesungsankündigungen sehe, merke ich immer wieder: Da passe ich nicht so richtig hinein. Es ist mir oft zu hochgestochen, zu literarisch, zu sehr auf gesellschaftliche Relevanz ausgerichtet – alles für sich genommen wertvoll, aber nicht meine Welt.
Vielleicht brauche ich im Moment weniger große Runden und mehr echte Begegnung auf Augenhöhe. Weniger Drumherum – und mehr Tiefe.
Noch habe ich dafür keine fertige Lösung. Aber ich sehe, was mir fehlt. Und das ist vielleicht schon ein Anfang.
☕ Gestern – und ein leiser Ausklang
Gestern war dann so ein Tag, der erst einmal alles andere als rund begann. Sehr früh, ziemlich unerquicklich, und ich war alles andere als fit. Ehrlich gesagt war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich es überhaupt zum Café Kirche schaffe.
Am Ende habe ich es gerade so hingekriegt – langsam, Schritt für Schritt, ohne großen Glanz. Und jetzt, im Rückblick, merke ich: Es hat sich gelohnt. Ich genieße diese Zeit dort einfach sehr.
Dazwischen lag noch ein Telefonat mit einer Freundin. Es war gut, voneinander zu hören, und wir haben uns vorgenommen, das wieder regelmäßiger zu machen. Und irgendwo in diesem Gespräch wurde mir auch neu bewusst, wie wertvoll es ist, füreinander einzustehen – auch im Gebet. Manchmal sind es genau diese leisen Verbindungen, die tragen.
Vielleicht passt das ganz gut zu dieser Woche. Nicht alles war leicht. Nicht alles lief rund. Aber vieles ist ein Stück klarer geworden.
Ich wünsche allen ein wunderbares Wochenende und eine gute Zeit, bis wir uns am Karsamstag wiederlesen. Bis dahin sei gesegnet.






