Ich bin wieder drin – zurück im Überarbeiten des Manuskripts

Diese Woche hatte es in sich – leise und gleichzeitig kraftvoll.
Und ich glaube, ein Satz beschreibt sie ziemlich gut:
👉 Ich bin wieder drin.
Mittendrin im Überarbeiten des Manuskripts. Mittendrin im Tun.
Ich verlinke diesen Samstagsplausch wie immer mit Karminrot und dem karminroten Lesezimmer.
🎶 Konzert & Sichtbarkeit
Letzten Samstag war das Jahres-Konzert der Stadtmusik Lörrach. Mein Mann spielt in diesem Ensemble Posaune und so war ein Besuch eigentlich Pflicht. Das Thema hieß „Hochzeiten und ein Todesfall„, so dass man mit viel gefühlvoller Musik rechnen konnte.
Ehrlich gesagt: Ich hätte mich dennoch lieber davor gedrückt. Weniger wegen der Musik, mehr wegen des ganzen Drumherums mit vielen Menschen und Eventcharakter.
Wenn man immer noch eher erschöpft ist, ist allein schon der Aufwand sich aufzuhübschen fast zu viel.
Ich bin trotzdem gegangen, habe mich irgendwie durchmanövriert, den größten Trubel gemieden – und am Ende war es gut. Die Musik war wirklich schön, und eine liebe Frau aus meiner Gemeinde hat mir den Abend ein Stück weit gerettet.
Zuvor lief schon etwas anderes:
Ich habe weiter intensiv an meinem Außenauftritt gearbeitet – Website, Texte, Profile. Viel Kleinkram, viel Sortieren. Viel Recherche im Netz und kleine Änderungen, die im ersten Augenblick kaum auffallen und insgesamt dennoch Einfluss darauf haben, wie man im Netz wahrgenommen wird.
🧡 Freunde, Essen & Ideen
Der Sonntag begann ruhig. Mit dem Livestream des Gottesdienstes vom Wohnzimmertisch aus und dem gleichzeitigen Planen eines Lesungsthemas, das für die Anfrage im Mai passen könnte.
Um 12 Uhr sind wir dann aufgebrochen Richtung Schwarzwald. Wir waren bei Freunden eingeladen – mit allem, was dazugehört: indisches Essen (scharf und richtig lecker), gekühlter Joghurtdrink, Kuchen, Spaziergang und eine Runde „11er raus“ als Brettspiel.
Es war eine schöne und entspannte Zeit mit wirklich guten Gesprächen. Ich genieße es immer sehr, wenn wir uns mit diesem Ehepaar treffen.
Und mittendrin die Lesungsideen.
Ich habe meine ersten Gedanken vom Morgen mitgebracht und sie direkt weitergegeben – an die Freundin, die die Verbindung zu einem möglichen Ort herstellt.
Inzwischen steht der Termin: 9. Mai 2026
Zur Teaparty im Hotel Kirchbühl in Schönau
💭 Finanzgedanken
Am Montag wurde es innerlich ernster.
Das Thema Rentabilität kam hoch.
Und damit verbunden die Frage: Wie trägt sich das alles eigentlich?
Bei einer Überschlagsrechnung musste ich feststellen, dass es sich kaum lohnt, eine kleine Menge Bücher für die Lesung zu bestellen. Die Versandkosten sind dann unverhältnismäßig hoch, der Preis pro Buch ebenso und der Gewinn gering, zumal die Buchschmiede, der Selfpublishanbieter, bei dem mein Buch erschienen ist, die Preise für Eigenexemplare angehoben hat. Die größere Menge kann ich kaum bezahlen, weil ich ja in Vorleistung gehen muss. Zum anderen bleibt die Frage: Werde ich überhaupt noch so viele Bücher verkaufen können, dass ich in den lohnenenden Bereich komme?
Keine einfache Frage.
Aber eine notwendige.
Und noch habe ich keine befriedigende Antwort darauf.
Für einen sehr schweren Moment hatte ich das Gefühl, dass es mit dem Bücher schreiben alles keinen Sinn hat und ich am Besten alles hinschmeißen sollte.
Aber das kommt nicht wirklich in Frage, denn eigentlich gehört schreiben zu mir, und wenn ich schreibe, will ich auch gelesen werden. Aber die Zahlen haben mich tatsächlich ernüchtert. Und es wurde ziemlich klar, dass es eine andere Lösung geben muss.
📊 Planung & ein gutes Wort
Am Dienstag mündeten die Überlegungen vom Vortag in eine konkretere Planung.
Ich habe mir Gedanken gemacht
- zur Veröffentlichung von Band 2
- zur grundsätzlichen Struktur
- zur Finanzierung der Druckkosten
- und in diesem Zusammenhang zu einer Vorbestell- und Unterstützerphase
Und ich war bei meiner Ärztin. Der regelmäßige, normalerweise unspektakuläre Kontrolltermin hatte nach den Beschwerden im Februar und März mehr Bedeutung als sonst. Aber es lief richtig gut.
Ein Satz ist mir in diesem Gespräch besonders hängen geblieben:
👉 „Man sieht Ihnen an, dass es Ihnen besser geht.“
Das tat gut. Wirklich gut.
Und ja, ich kann es bestätigen: Ich merke selber, dass ich mich nicht nur lebendiger fühle, sondern auch so handle, agiere – und selbst im Spiegel oder auf Fotos kann ich sehen, dass es mir wieder gut geht. Das ist echt krass, wie man an Mimik und Gestik, am Blick allein sehen kann, ob jemand eine akute psychische Erkrankung hat oder in dieser Hinsicht gesund ist.
🔥 Schafe, Feuer & ein Durchbruch
Mittwoch war besonders.
Ich war bei den Schafen meiner Freundin, hab mich mit ihr und anderen am Feuer getroffen, hatte bunte Gesprächen und viel frische Luft.
Eigentlich wollte ich gar nicht lange bleiben – aber dann brachte jemand einen stabilen Holz-Klappstuhl, ich konnte sitzen, und plötzlich waren es zwei Stunden.
Und am Vormittag davor passierte etwas entscheidendes im Manuskript:
👉 Die ersten 94 Seiten sind komplett kommentarfrei.
Ein erster, echter Meilenstein beim Überarbeiten des Manuskripts.
Und noch wichtiger:
Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr nur kämpfe – sondern drin bin. Mittendrin.
✍️ Der nächste Meilenstein, Kurs & Körper
Der Donnerstag hatte es in sich.
Ich habe weiter am Manuskript gearbeitet – und am Ende stand da:
👉 126 Normseiten komplett kommentarfrei.
Am Stück. Von Seite 0 bis 126.
Das ist viel mehr, als ich mir zu Beginn der Woche zugetraut hätte.
Und ich merke:
Das ist nicht mehr einfach überarbeiten.
Das ist jetzt richtig Buchbauen. Und zur endgültigen Veröffentlichungsreife bringen.
Am Vormittag war dann noch mein prophetischer Schreibkurs. Es ging um
- Hinhören für sich selbst
- füreinander
- für jemand anderen
Ruhig. Persönlich. Tief. Dabei entstanden besondere Texte und Ermutigungen, für jeden einzelnen und für das Gegenüber. Ich liebe diese Art von Kursen einfach. Es ist etwas ganz besonderes, weil man in den Worten, Gott, sich selbst und dem Anderen begegnen kann.
Der Abend brachte noch einen kleinen Schreckmoment:
geschwollene Beine.
Vermutlich einfach zu viel Sitzen beim Arbeiten – nach Hochlegen wurde es besser.
Aber es war ein deutlicher Hinweis:
➡️ besser auf den Körper achten.
🚉 Ankommen am Feiertag
Am Freitag kam mein Sohn an – nach einer echten Bahn-Odyssee. Mehr als 10 Stunden Fahrt durch die Nacht, ein Zugausfall, der umschifft werden musste, ein Sprint zum Ersatzzug, eine Beinahe-Umleitung wegen Polizeieinsatzes, Schienenersatzverkehr, ein verpasster Zug wegen Verspätung des Busses und dann?
Und dann war einfach: Familie.
Reden. Zusammen sein. Gemeinschaft. Und Schlafen.
Eigentlich wollten wir gemeinsam zur Karfreitagsandacht, aber wir haben es alle nicht geschafft. Zu müde, zu erschöpft. Stattdessen haben wir in Ruhe zusammen gegessen und dann einen entspannten Spieleabend mit Trivial Pursuit verbracht.
Insgesamt ein ruhiger, guter Abschluss für diesen Tag.
✍️ Und dazwischen: Überarbeiten, Manuskript, Zahlen & neue Klarheit
Die ganze Woche über liefen Überlegungen und Manuskriptarbeit parallel zum Alltag im Hintergrund – und oft auch im Vordergrund.
Ich habe:
- zig Kommentare gesichtet,
- entschieden, ob ich etwas ändere,
- Szenen geschärft
- Figuren weiterentwickelt
- an einem zentralen Wendepunkt gearbeitet
Und gleichzeitig gemerkt:
👉 Das Buch ist groß.
Sehr groß.
Etwa 160.000 Wörter, vermutlich Richtung 700 Seiten.
Und da fangen Schwierigkeiten an:
Erstmal denkt man ja, Band 1 war ähnlich dick, das passt also.
ABER:
Die Buchschmiede hat ihre Bedingungen geändert. Das Buch darf jetzt mit allen Seiten, also Titelei und Verzeichnisse und Abspann, Danksagung etc. maximal 650 Seiten erreichen. Und da fängt es an spannend zu werden, zumal mein Lektor eher sagt: Da kannst du noch ein bischen mehr schreiben und hier fehlt ein Überleitungssatz, sprich kürzen wird schwer.
Das bringt Fragen mit sich.
Auch finanzielle.
Wie oben erwähnt habe ich diese Woche sehr ehrlich auf meine Buchfinanzierung geschaut – und gemerkt, dass mein bisheriges Modell so nicht wirklich trägt.
Das war erst ernüchternd.
Und dann überraschend motivierend.
Denn plötzlich steht da ein neuer Gedanke:
👉 Es braucht eine Vorbestellphase. Eine Möglichkeit, mich zu unterstützen.
Noch ist das alles nicht fertig gedacht.
Aber ich merke:
Da entsteht etwas.
Und ich bin nicht mehr in einem Gefühl von „Das geht nicht“,
sondern eher in:
👉 „Vielleicht kann ich das wirklich schaffen.“
📆 Realität & Entscheidung
Eine weitere Erkenntnis gehört auch dazu:
Ein Erscheinungstermin im August wird eng.
Sehr eng.
Im Moment wirkt Oktober 2026 realistischer.
Das finde ich schade.
Aber auch stimmig.
Denn ich will dieses Buch nicht hektisch fertig machen,
sondern gut.
Und ich habe eine klare Entscheidung getroffen:
👉 Ich kürze nicht aus Angst.
👉 Nur dort, wo der Text wirklich gewinnt.
🌱 Kleine Lichtmomente am Rand
- Mein Monatsrückblick ist online gegangen
- Mein Artikel über die Welt von Eloan ist erschienen
- mein Newsletter hatte über 65 % Öffnungsrate
- Menschen finden meine Seite über Google
- ich habe an meiner Sichtbarkeit gearbeitet
- und neue Ideen für meine Romanwelt gesammelt
Wenn du meinen Newsletter auch erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren:
👉 zum Newsletter
Außerdem hat mein Mann einen coolen Artikel über bewegte Bilder auf seiner Seite veröffentlicht. Mit wirklich sehenswerten Fotos. Schau doch gerne mal bei ihm vorbei.
🧡 Was bleibt
Diese Woche war keine perfekte Woche.
Sie war:
- voll
- anstrengend
- manchmal chaotisch
- und gleichzeitig unglaublich wichtig
- Ich habe:
- Geplant.
- Gezweifelt.
- Gerechnet.
- Und ich habe etwas wiedergefunden:
👉 Ich bin drin. Mittendrin.
👉 Ich bin unterwegs. In die richtige Richtung.
👉 Und ich werde wieder aktiv. Und zwar mit echter Freude.
Nicht perfekt.
Aber eben echt.
Jetzt freue ich mich auf ein ruhiges Osterwochenende voller Osterfreude. Mit viel Gemeinschaft mit meinen Liebsten. Mit Gottesdienst und gutem Essen. Mit Spielen und Spaziergang.
Ein bisschen runterkommen. Ein bisschen atmen. Und die Auferstehung meines Herrn feiern.
Ich wünsche auch dir von Herzen gesegnete Ostern, an denen du Gottes Liebe für dich erleben kannst.






