Durchbruch im Schreiben – Entscheidungen und ein Schwert

Meine Woche war turbulent und voll, geprägt von Durchbrüchen im Schreiben, Erkenntnissen und Entscheidungen. Und was das Schwert damit zu tun hat, wirst du erfahren, wenn du dich mit mir in meinen abenteuerlichen Samstagsplausch begibst. Wie immer verlinke ich den mit dem Blog von Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.
Wiedereinstieg ins Schreiben
Diese Woche hatte einen Moment, in dem ich wieder richtig ins Schreiben hineingefunden habe.
Nicht geplant. Nicht perfekt vorbereitet.
Sondern spielerisch.
Ich habe gemerkt, wie sehr ich es liebe, in druckvolle Szenen zu gehen – dorthin, wo Entscheidungen schnell getroffen werden müssen und man nicht lange überlegen kann. Wo meine Figuren in Gefahr sind, ich mit ihnen mitzittern und mitleiden kann.
Und genau dieser spielerische Druck hat etwas in mir gelöst.
Ich war wieder drin.
Nicht am Anfang.
Sondern mitten in der Geschichte. Nicht nur in dieser kleinen Spielszene, sondern in meiner großen Geschichte –
dem Buchprojekt Ansgar von Briant 2 und den dazugehörigen Lektoratskommentaren.
Und dann wurde diese Woche größer, als ich gedacht hatte.
Nicht unbedingt von außen sichtbar.
Aber innerlich – und im Manuskript – ist richtig viel passiert.
✍️ Ringen, Überforderung – und Klarheit
Da war diese eine große Baustelle im Text: Walter.
Ein Kommentar meines Lektors hat mich komplett ausgebremst.
Nicht, weil ich nicht schreiben konnte – sondern weil es plötzlich um etwas Grundsätzliches ging:
Um Motivation. Eine klare Linie. Entscheidungen, die vorbereitet sein müssen.
Und das bedeutete zurückblättern. Kapitel anfassen, von denen ich dachte, sie seien schon fertig. Mit Fingerspitzengefühl abwägen, wo man noch ein paar Worte, einen Satz einbauen kann, um Walters Haltung sichtbar zu machen, ohne zu viel zu verraten. Foreshadowing nennt man das – eine Vorausdeutung auf das, was kommt, ohne die Spannung zu zerstören.
Am Samstag bin ich daran gescheitert.
Zu groß. Zu unübersichtlich. Alles auf einmal.
Ich habe zugeklappt.
Und im Nachhinein war genau das richtig.
Am Montag bin ich zurückgegangen.
Nicht mehr alles auf einmal – sondern Schritt für Schritt.
Ein Satz.
Ein Gedanke.
Eine Entscheidung.
Und plötzlich hat es sich sortiert.
Nicht durch große Umbauten – sondern durch kleine, klare Schritte.
Und am Ende stand etwas, das trägt.
⚔️ Eine Woche der Entscheidungen
Wenn ich diese Woche zusammenfasse, dann ist da ein Wort, das immer wieder auftaucht:
👉 Entscheidungen.
Große und kleine.
Im Manuskript. Im Alltag. Und drumherum.
Nicht immer leicht. Nicht immer sicher.
Aber ich habe sie getroffen.
Und vielleicht ist genau das der eigentliche Durchbruch:
nicht, dass alles klar ist –
sondern dass ich nicht stehen bleibe.
⚔️ Entscheidung 1: Ich teile Band 2
Was lange im Raum stand, wurde plötzlich klar.
Ich teile das Buch.
Aus Band 2 wird also nun Band 2 und 3. Etwas, das ich nie so geplant hatte, dass sich jetzt aber auf Grund des Umfangs anbietet, bzw. nötig wird.
Mein Lektor hat es bestätigt – genau an der Stelle, die ich selbst im Blick hatte.
Und mit dieser Entscheidung kam Ruhe.
Plötzlich ergibt sich so viel:
Ein starker Höhepunkt für den ersten Teil.
Ein neuer Einstieg für den zweiten.
Realistischere Seitenzahlen.
Und: Ich werde schneller fertig.
Aus einem „Das ist zu viel“ wurde ein:
👉 Das ist machbar.
🎧 Entscheidung 2: Das Hörbuch wird konkret
Eine Idee, die seit fast vier Jahren irgendwo mitlief –
und plötzlich wird sie real.
Ein Sprecher.
Vorbereitung.
Absprachen.
Der Sprecher kam auf mich zu, möchte mein Buch gerne einsprechen. Wir konnten eine Regelung finden, die für uns beide tragbar ist. Und dann startete es für mich unerwartet, nämlich mit ersten Aufnahmen von mir.
Damit mein Hörbuch hinterher so klingt, wie ich mir das vorstelle, habe ich meinem Sprecher Namen, Orte und spezielle Begriffe als Audio-Aufnahme zur Verfügung gestellt, damit er sich in den Klang meiner Welt vertiefen kann.
Natürlich hatte ich auch schon Sprechproben von ihm gehört, in denen er meine Texte liest. Und was soll ich sagen: Er hat mich aus meinem Tief wieder direkt in meine Welt katapultiert. Schon früh war klar:
👉 Diese Stimme passt.
Und nun wird es endlich real: Meine Geschichte bekommt eine zweite Ebene.
🎯 Ein Moment, der mich herausgefordert hat
Und dann kam ein Anruf, mit dem ich so nicht gerechnet hatte:
ein Gespräch mit Sat.1 / ProSieben.
Mitten am Tag. Eigentlich wollte ich mich gerade hinlegen.
Und plötzlich diese Frage:
👉 „Warum ist dein Buch es wert, beworben zu werden?“
Eine Minute. Keine Vorbereitung.
Ich habe geantwortet. Irgendwie.
Und gleichzeitig gemerkt:
👉 Das will ich besser können.
Nicht, weil ich jetzt Fernsehwerbung buchen werde – das sprengt gerade völlig meinen Rahmen.
Sondern weil ich spüre:
Ich möchte auf den Punkt bringen können, was meine Geschichte trägt.
⚔️ Der Schwert-Moment
Und dann kam der Donnerstagabend.
Eigentlich war ich müde.
Migräne-Kopfschmerzen. Rückzug. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr los.
Und dann bin ich doch gefahren.
Zur Bibelschule. Oder besser gesagt zur kleinen Tischgruppe. Thema: Gebet.
Und dort haben wir neben tiefen Gesprächen über Gebet etwas ganz Einfaches gemacht:
einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen Schwert.
Und da hat es in mir Klick gemacht.
Dieses Schwert war nicht einfach nur ein Anhänger.
Es war plötzlich genau das, was ich gesucht hatte – ohne es zu wissen.
Denn in meinem Buch gibt es diesen Moment:
Ansgar verliert sein Schwert. Im Kampf. Es zersplittert und er kommt nur gerade so lebend davon.
Und er bekommt ein neues geschenkt.
Alt. Schwer. Voller Geschichte.
„Schwer und beruhigend hing es dort und gab ihm neue Zuversicht.“
Und genau darum geht es.
Nicht um einen Gegenstand.
Sondern um das, was er trägt.
Für das, was zerbricht.
Das, was uns geschenkt wird.
Und für neue Kraft, wenn wir selbst keine mehr haben.
Und aus diesem Moment heraus ist etwas entstanden:
👉 eine konkrete Idee für die Unterstützerphase meines Buches
👉 ein schlichter Schwertanhänger
👉 klein – aber bedeutungsvoll
Und plötzlich war da nicht mehr nur Denken.
Sondern Bewegung.
Ich habe Pläne gemacht, abgewogen, welches Material ich zur Umsetzung brauche, kalkuliert, ob sich das lohnt und bin direkt in die Umsetzung gegangen. Schwerter in Miniatur, Schlüsselringe und Achatperlen sind bestellt.
✨ Der Durchbruch im Manuskript
Parallel dazu ist im Manuskript etwas passiert, das ich kaum greifen kann.
Eine Szene, an der ich lange gekämpft habe.
Die ich gedreht, hinterfragt und überarbeitet habe, hat ein neues Gewand bekommen.
Und dann kam die Rückmeldung meines Lektors:
👉 Sie trägt.
👉 Sie ist eigenständig.
👉 Sie ist echt.
Ich sag’s ehrlich: Ich bin ein bisschen geschwebt.
Nicht, weil alles perfekt ist.
Sondern weil ich gemerkt habe:
👉 Das Dranbleiben lohnt sich.
🌿 Das echte Leben dazwischen
Und gleichzeitig war da ganz normales Leben:
Einkaufen, Stau, seltsame Anrufe.
Haushalt und WhatsApps, Anfragen und Kleinigkeiten.
Müdigkeit und Schlaflosigkeit, lange Abende und frühes Aufstehen.
Mein ganz normales buntes Leben.
Dazu habe ich in einem Bereich eine berechtigte Kritik geübt – und daraufhin die gesamte Verantwortung zugeschoben bekommen. Und natürlich nicht widersprochen. Weil es tatsächlich wichtig war, dass das korrekt läuft, weil da Rechte einer dritten Person dranhängen.
Natürlich hab ich gemerkt, dass ich wieder mal zu viel Verantwortung übernommen habe – und musste dann ziemlich rudern, um das in ruhigeres Wasser zu bringen. Ganz geklärt ist es immer noch nicht.
Und dann gab es einen Tag, mit nur sieben Seiten statt fünfundzwanzig – auch das gehört dazu.
Ich fliege nicht immer durch mein Manuskript.
Und wichtiger als 25 Seiten am Stück ist, dass die sieben tragen.
Und dann muss ich immer wieder lernen:
Hinlegen, statt durchziehen.
Auf meinen Körper hören.
Mir Zeiten gönnen, in denen ich einfach Pause mache.
Meinem Kopf die Ruhe gönne, die er braucht, um am nächsten Tag wieder voll durchzustarten.
Und die leise Erkenntnis:
👉 Nicht alles, was ich kann, muss ich auch tun.
⚖️ Der Preis dieser Woche
Und ja – diese Woche hatte auch ihren Preis.
Kopfschmerzen.
Lichtempfindlichkeit.
Erschöpfung.
Momente, in denen ich einfach nur leer war.
Und gleichzeitig:
Euphorie.
Freude.
Dieses tiefe Wissen: Da passiert gerade etwas.
Ich stand diese Woche oft genau zwischen:
✨ Flow und
🌿 Erschöpfung
Und beides gehört zu meinem Leben dazu.
🙏 Was trägt
Zwischen all dem war da noch etwas anderes.
Gebet.
Bibel.
Psalm 23.
Eine Predigt über das „Tal der Todesschatten“, die mich sehr bewegt hat, und tatsächlich genau da kam, wo ich so ganz allmählich aus meinem Tal der letzten Woche herausgekrabbelt kam.
Und sie brachte diese leise Erinnerung:
Ich muss nicht alles im Griff haben.
Ich gehe nicht allein.
Da ist jemand, der mich kennt, der mich sieht und der mich hält.
✨ Und zum Schluss
Ich bin müde.
Ich bin bewegt.
Und ich bin einen großen Schritt weiter.
Nicht, weil alles fertig ist.
Sondern weil ich gegangen bin.
Weil ich entschieden habe.
Weil ich mich habe hineinrufen lassen.
Oder vielleicht so:
Ich bin nicht mehr am Suchen.
Ich bin am Fertigwerden.
Und irgendwo zwischen all dem halte ich dieses kleine Schwert in der Hand
und denke:
👉 Das hat mehr Bedeutung, als ich gerade fassen kann.
Ich wünsche auch dir diese Mischung aus Ruhe und Erfolg, aus Vorwärtsgehen und Innehalten und den Segen dieses großartigen Gottes, der mich durch diese Woche getragen hat.
PS: Diese Woche ist auch 12 von 12 erschienen – und ein neuer Blogpost über Eloan, meine Romanwelt. Diesmal geht es um die Nebenfiguren und warum sie für eine Geschichte so wichtig sind.
Wenn du magst, kannst du hier weiterlesen: Harro, Dariel und andere Nebenfiguren aus der Welt von Eloan.
Viel Spaß dabei.






