Nicht alles im Griff – Zweifel, Kämpfe, Szenen, die nicht tragen

Manchmal fühlt sich Schreiben und auch das Leben selbst nicht nach Flow an, sondern nach Ringen.
Nach Zweifeln, nach Chaos – und nach dem leisen Wissen: Ich gehe trotzdem weiter.
Heute ist wieder Samstagsplausch-Zeit – wie immer verlinkt bei Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.
Und ich musste diesmal gar nicht lange überlegen, wie ich die Woche überschreibe.
👉 Nicht alles im Griff.
Zweifel, Kämpfe, Szenen, die nicht tragen.
Klingt dramatisch.
Ist aber einfach nur ziemlich ehrlich.
😴 Müdigkeit, die tiefer geht
Diese Woche war nichts für schöne Worte.
Ich war müde.
Nicht „ein bisschen erschöpft“, sondern richtig müde.
Körperlich. Im Kopf. Im Herzen irgendwo dazwischen.
Und gleichzeitig:
👉 konnte ich nicht aufhören zu denken
👉 konnte ich nicht aufhören zu schreiben
👉 konnte ich nicht einfach aussteigen
✍️ Mitten im Manuskript – und mitten im Schreiben trotz Zweifel
Ich stecke mitten im Manuskript.
Und das ist gerade kein „Oh wie schön, ich schreibe ein Buch“-Gefühl.
Das ist:
👉 zweifeln
👉 neu denken
👉 wieder verwerfen
👉 und nochmal hinschauen
Da sind Szenen, die tragen sollen – und es noch nicht tun.
Da sind Stellen, von denen ich dachte: Die passen.
Und dann sitze ich davor und merke:
👉 Nein. Tun sie nicht. Noch nicht.
Und das ist der Punkt, an dem es weh tut.
Weil ich nicht mehr am Anfang bin.
Weil ich es besser können will.
Und weil ich merke, wie viel Tiefe das Ding inzwischen hat.
Und ja – ich habe Fortschritt gemacht.
Nicht sichtbar von außen.
Aber innen hat sich etwas verschoben.
Ich habe Knoten gelöst.
Strukturen geklärt.
Und an einer Stelle gemerkt:
👉 Das ist nicht falsch.
👉 Das ist nur noch nicht zu Ende gedacht.
Das war so ein Moment, der mich gleichzeitig erleichtert und genervt hat.
Wo klar wird: Schreiben trotz Zweifel, weitergehen, auch wenns weh tut.
🧺 Leben passiert trotzdem
Parallel dazu: Leben.
Nicht Instagram-Leben.
Nicht „Ich hab alles im Griff“-Leben.
Sondern:
👉 Chaos in Etappen sortieren
👉 Dinge einfach anfangen, obwohl ich keine Kraft habe
👉 zwischendrin hinlegen, weil es nicht mehr geht
Und dann wieder aufstehen.
Nicht motiviert.
Nicht inspiriert.
Einfach, weil ich weiß:
👉 Wenn ich jetzt nicht weitermache, bleibt alles liegen.
✨ Gott mittendrin – nicht erst, wenn ich funktioniere
Und irgendwo dazwischen war Gott.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Und ganz sicher nicht in „alles läuft gut“.
Sondern eher so:
👉 ich hab Dinge nicht geschafft, die ich mir vorgenommen hatte
👉 meine Bibelschulaufgaben sind liegen geblieben
👉 und ich hab gemerkt, wie wenig ich gerade einfach funktioniere
Und genau da war er.
Nicht als Druck.
Nicht als „du müsstest aber“.
Sondern als dieses leise:
👉 Ich bin da. Auch so.
Nicht erst, wenn ich liefere.
Nicht erst, wenn ich alles hinbekomme.
Sondern mittendrin.
🔥 Mutmoment: Von Jesus erzählen
Und dann kam dieser Moment, der mich fast mehr Überwindung gekostet hat als alles andere:
Ich habe davon erzählt.
Von meinem Osternewsletter.
Von diesem Text, in dem ich ziemlich deutlich von Jesus geschrieben habe.
Zum Beispiel sowas wie:
👉 „Jesus hat Himmel und Erde verbunden durch seinen Tod am Kreuz… hat meine Schuld getragen… und mich frei gemacht. Wirklich frei.“
Nicht vorsichtig.
Nicht abgeschwächt.
Sondern ehrlich. Verdammt ehrlich.
Und ich hab in der Bibelschule davon erzählt –
dass ich darauf eine Rückmeldung bekommen habe.
Eine Mail.
Mit Worten, die mich ehrlich gesagt ziemlich getroffen haben:
👉 „Danke für deinen ergreifenden Osterbrief. Du schreibst unsagbar gut und hast immer eine wichtige Botschaft – DANKE! Dein Brief hat mich tief berührt.“
Und während ich das laut gesagt habe,
hab ich gemerkt, wie viel Mut mich das eigentlich gekostet hat.
Weil da immer diese Frage ist:
👉 Wie kommt das an?
Und ich hab am Ende einfach gesagt:
👉 Manchmal ist es dran, die Dinge auch auszusprechen.
Nicht perfekt.
Nicht glatt.
Aber wahr.
Und vielleicht ist genau das der Punkt.
👉 Nicht perfekt sein.
👉 Sondern ehrlich sein.
👉 Und vielleicht ist Gott genau da am nächsten:
nicht da, wo ich alles schaffe,
sondern da, wo ich ehrlich bin, dass ich gerade nicht kann
🗡️ Besser als gedacht
Und dann passierte noch etwas, das mich unerwartet getroffen hat:
Ich zeige meinen Schwertanhänger.
Und bekomme zurück:
👉 „Den hast du gekauft, oder?“
Ich hab gelacht.
Und gleichzeitig hat es gesessen.
Weil es genau das war, was ich gerade selbst nicht glauben konnte:
👉 Dass das, was ich da mache, wirklich gut ist.
📵 Kein Welttag-Post – und warum das okay ist
Und dann noch dieses ganze „Du solltest posten“-Zeug überall.
Welttag hier. Aktion da.
Der Welttag des Buches war am Donnerstag.
Und ich?
👉 Ich hab nichts gepostet.
Ganz ehrlich?
👉 Ich hab keinen Nerv für künstliche Anlässe.
👉 Ich hab keinen Nerv für glattgezogene Posts.
Ich schreibe gerade.
Ich kämpfe gerade.
Ich bin mittendrin.
Das ist mein Inhalt.
🌿 Nicht schön. Aber echt.
Diese Woche war nicht schön.
Aber sie war echt.
Und wenn ich ehrlich bin, ist das gerade mehr wert als jeder perfekte Flow.
👉 Ich bin nicht fertig.
👉 Ich bin nicht perfekt.
👉 Ich hab nicht alles im Griff.
Aber ich bin noch da.
Und ich gehe weiter.
Wenn du magst, geh ein Stück mit.
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Oh das Müde kenne ich auch. Nur dass ich es im Moment wieder zurückgedrängt habe.
Für mich hört es sich so an, als würdest du jetzt wieder in den Schreibflow kommen. Ich drücke dir die Daumen. Und was das Postenmüssen angeht, dass muss man nicht. Ich auch nicht.
Liebe Grüße
Andrea