Eloan, Crowdfunding und der Mut, sichtbar zu werden

Eine erstaunliche Woche geht zu Ende. Aus einem kleinen Impuls wurde ein richtiger Flow und schließlich das Pitchvideo fürs Crowdfunding und das gerade noch zur richtigen Zeit, wie sich herausstellte. Denn, wenn ich meinen Kalender befrage, muss ich mit der Finanzierungsphase eher beginnen, als gedacht, denn sonst gerate ich ins Royal Ranger Camp im August (Sommerferien BaWü) und dort könnte ich mich kaum auf Social Media, Werbung und Unterstützer gewinnen konzentrieren. Und nicht mitzufahren aus diesem Grund wäre doch auch sehr schade. Danke, Gott, dass du mich selbst dann leitest, wenn ich es selbst nicht merke und erst im Nachinein verstehe, was du Gutes für mich vorbereitet hast.
Ich verlinke diesen Samstagsplausch wie immer mit Karminrot und ihrem karminroten Lesezimmer.
Wolkenstein
Diese Woche stand ganz eindeutig im Zeichen von „Wolkenstein“.
Oder vielleicht genauer:
Im Zeichen der Frage, wie aus einem Manuskript langsam wirklich ein Buch wird.
Denn plötzlich wurde das Crowdfunding für Band 2 „Wolkenstein“ nicht mehr nur irgendeine Idee in meinem Kopf, sondern etwas, das Form annimmt. Mit echten Texten. Mit einem echten Video. Mit einer echten Kampagnenseite. Mit Entscheidungen, Zahlen, Untertiteln, Hooks, Musik, Exporten und sehr vielen offenen Canva-Tabs. 😄
Und ehrlich?
Das war gleichzeitig aufregend, wunderschön und ziemlich einschüchternd.
Crowdfunding für „Wolkenstein“: Aus einer Idee wird langsam Realität
Ich habe in den letzten Tagen unglaublich viel am Crowdfunding gearbeitet:
an der Projektbeschreibung, am Untertitel, am Pitchvideo, an Formulierungen, Unterstützertexten und der großen Frage:
Wie erklärt man eigentlich, warum unabhängige Fantasy Unterstützung braucht?
Denn von außen sieht man oft nur das fertige Buch. Aber dahinter stecken Druckkosten, Coverdesign, Lektorat, Versand, Plattformgebühren und sehr viel Arbeit, die man als Leser normalerweise nie mitbekommt.
Und genau deshalb war diese Woche auch eine Woche der Erkenntnisse.
Zum Beispiel diese hier:
Meine Bücher waren bisher nicht „unverschämt teuer“, sondern eher mutig niedrig kalkuliert.
Oder:
Dieses Projekt darf real werden.
Und es darf auch etwas kosten.
Das war wichtig für mich.
Pitchvideo zwischen Wald, Canva und ganz viel Herzblut
Besonders viel Zeit ist in das Crowdfundingvideo geflossen.
Ich wollte kein glattes Werbevideo.
Kein Hochglanz-Marketing.
Sondern etwas, das sich nach Eloan anfühlt.
Also bin ich mit Gewandung in den Wald gefahren, habe zwischen Regen, feuchten Bäumen und düsterem Himmel Aufnahmen gemacht und versucht, genau die Atmosphäre einzufangen, die auch in meinen Büchern steckt.
Natürlich lief dabei nicht alles perfekt.
Canva zickte.
Untertitel machten aus Ansgar plötzlich „Hanska“.
Die Musik war zu laut.
Die Stimme zu leise.
Dann wieder andersherum.
Und irgendwann diskutierten mein Mann und ich ernsthaft über winzige weiße Streifen am unteren Rand von Texttafeln. 😄
Und irgendwann war das Video zu lang oder die Musik zu kurz…. auf jeden Fall nochmal ein neuer Grund für die nächste Videobastelstunde. Denn ohne Musik hört man am Ende, wenn auch leise, die Autobahn, die in der Nähe des Waldes vorbei geht, in dem ich das Video gedreht habe….
Aber dann kam dieser Moment:
Vielleicht ist es jetzt einfach gut.
Nicht perfekt.
Aber echt.
Und ich glaube inzwischen tatsächlich, dass genau das wichtiger ist.
Warum mir Werbung manchmal schwerer fällt als Schreiben
Was mich diese Woche allerdings wirklich überrascht hat:
Wie emotional das Thema Sichtbarkeit geworden ist.
Lesungen kann ich inzwischen ziemlich gut.
Sobald ich lese, verschwinden die Zweifel oft und ich bin einfach mitten in Eloan.
Aber Werbung?
Crowdfunding?
Über mein eigenes Buch sprechen?
Puh.
Da meldet sich sofort diese alte Angst:
„Wer glaubst du eigentlich, dass du bist?“
Vielleicht hängt das tatsächlich mit älteren Dingen zusammen. Mit dem Gefühl, früher oft „zu viel“ gewesen zu sein oder falsch verstanden zu werden.
Und genau deshalb haben mich die Rückmeldungen meiner Testleserinnen diese Woche wahrscheinlich so tief getroffen.
„Wie ein Gast in der Geschichte“
Ich hatte einigen Leserinnen geschrieben und gefragt, was sie eigentlich an der Geschichte berührt.
In der Wartezeit danach begann natürlich erstmal mein inneres Drama-Orchester:
„Siehst du? Interessiert niemanden.“
Und dann kamen diese Antworten.
Lange.
Tiefe.
Ehrliche Nachrichten.
Eine schrieb, sie fühle sich „wie ein Gast in der Geschichte“.
Eine andere sagte, ich würde „mit Worten Bilder malen“.
Und wieder jemand beschrieb das Gefühl beim Lesen mit einem einzigen Wort:
„Vertrauen.“
Ganz ehrlich?
Ich saß morgens um fünf im Bett und konnte es kaum fassen.
Denn plötzlich wurde mir klar:
Die Menschen sehen offenbar genau das, was ich die ganze Zeit erschaffen wollte.
Keine perfekten Helden.
Keine einfachen Gut-und-Böse-Geschichten.
Sondern Menschen mit Schuld, Sehnsucht, Hoffnung, Narben und Entscheidungen.
Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Woche:
Ich zweifle oft nicht an der Geschichte.
Ich zweifle an mir.
Schreibbegleitung, Kurse und die Frage nach dem eigenen Wert
Neben Crowdfunding und Manuskript wurde diese Woche plötzlich noch etwas anderes sehr konkret:
meine Schreibbegleitung.
Da standen auf einmal echte Gespräche im Raum. Menschen, die sich Begleitung wünschen. Menschen, die ihre Geschichten nicht einfach nur „fertig schreiben“, sondern wirklich entwickeln wollen.
Und damit kam sofort die nächste große Frage:
Was ist meine Arbeit eigentlich wert?
Denn eine Stunde Gespräch ist nie nur eine Stunde.
Dahinter steckt Vorbereitung, Mitdenken, Lesen, Feedback, emotionales Mittragen und oft auch noch Nachklang im Kopf.
Ich merke gerade sehr:
Wenn ich Menschen langfristig begleiten möchte, dann brauche ich dafür nicht nur Herz, sondern auch gute Grenzen und tragfähige Strukturen.
Und trotzdem fühlt es sich langsam weniger unrealistisch an.
Fast so, als würde aus all den losen Gedanken Schritt für Schritt etwas Echtes entstehen.
Zwischen Manuskript, Café Kirche und ganz normalem Chaos
Natürlich bestand die Woche nicht nur aus epischen Fantasygedanken und Crowdfundingplänen. 😄
Es gab auch:
Technikchaos.
Messengerwirrwarr mit mysteriösen blauen Sprechblasen.
Wiedergefundene Bilder aus dem Rangerlager.
(PS: Die waren jetzt fast ein Jahr „verschollen“ — naja, eigentlich wusste ich immer ungefähr, wo sie sein müssten, aber ich habe es einfach nicht organisiert bekommen, sie abzuholen. Jetzt stehen sie endlich wieder in meinem Schlafzimmer.)
Coworking in der Alten Feuerwache.
Café Kirche.
Bibelschule mit leicht schlechtem Gewissen wegen nicht gemachter Aufgaben. Und dafür ganz viel Freude. Ja tatschlich, das Thema an diesem Wochenende ist Freude und ich hab gemerkt, dass es bitternötig war, denn manchmal verliere ich echt in all dem die Freude. Dabei ist da so viel Gutes, so viel, worüber ich mich freuen kann und darf. Denn: Gott ist so gut.
Und natürlich gabs auch ganz normale Müdigkeit.
Aber trotz allem hatte diese Woche etwas Aufbruchartiges.
Vielleicht, weil ich zum ersten Mal das Gefühl habe:
Das hier könnte wirklich funktionieren.
Nicht plötzlich.
Nicht über Nacht.
Aber Schritt für Schritt.
Und ehrlich?
Ich freue mich inzwischen richtig darauf, euch bald das fertige Crowdfunding zu zeigen.
Eloan wartet. 🌲✨
Ich wünsche dir wunderbare, entspannte, heilige und heilsame Pfingsttage. Sei gesegnet.







Herzlichen Glückwunsch zur zunehmenden Sichtbarkeit, zum Mut dazu. Ich schaue mir das sicher mal in den nächsten Tagen an, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Erst einmal inspirierende Pfingsttage.