Wenn das Ende ein Neuanfang ist

Zum ersten Mal seit langem hatte ich diese Woche das Gefühl, eigentlich nicht zu wissen, worüber ich diesen Samstagsplausch schreiben soll. Es war ruhig. Eine Woche so ruhig, dass es Tage gab an denen rückblickend fast nichts geschah. Und doch war es eine intensive Woche. Eine Woche zum Erholen, zum Klar werden im Kopf. Eine Woche Gemeinschaft mit meinem Sohn, in der äußerlich nichts Spektakuläres passierte und doch eine Woche, die sich zu erzählen lohnt. Ja, eine Woche in der aus dem Ende des Buches ein Neuanfang wurde. Wie immer verlinke ich diesen Samstagsplausch mit dem Karminrot-Blog von Andrea und ihrem karminroten Lesezimmer.
Übrigens, je mehr ich nachdenke, desto mehr fällt mir ein, was diese Woche doch noch alles passiert ist. Zum Beispiel:
Gottesdienst
Am Sonntag war ich mit meinem Sohn in seiner Gemeinde in Nürnberg. Ich finde es immer wieder spannend, andere Christen aus anderen Regionen zu treffen. Und obwohl ich die Leute nicht kannte, gab es auch gleich gute Gespräche und freundliche Begrüßungen.
Der Gottesdienst selbst hat mich voll erwischt. Schon beim Lobpreis flossen Tränen, weil Gott mich so berührt hat. Mitten in den Liedern, die ich zum Teil nicht kannte und auch, wegen technischen Problemen beim Beamer, nicht mitsingen konnte (die Texte konnten nicht eingeblendet werden und ohne die ist man bei unbekannten Liedern halt aufgeschmissen). Für Gott kein Problem, er hat trotzdem geredet und mir Dinge deutlich gemacht, die ich schon eine Weile in Gedanken bewegt hatte.
Das Thema der Predigt war eigentlich nichts Neues. Es ging um Glaube, Liebe und Hoffnung. Der Pastor predigte aber eindrücklich und vor allem schuf er am Ende eine Möglichkeit für Gebet. Und das hat etwas verändert. Es gab drei Stationen: Das Kreuz als Symbol für Glauben, das Herz mit Regenschirm, von Gott besonders geschützt, als Symbol für Liebe und ein Schiff mit Anker als Symbol für die Hoffnung.
Zuerst hatte ich überlegt, nur zum Kreuz und zum Anker zu gehen und dort für mich beten zu lassen, doch dann entschied ich spontan, wenn ich schon da bin, nehme ich den ganzen Segen mit. Am Kreuz konnte ich etwas abgeben, dass mich bedrückt hat, beim Anker hat mir jemand neuen Mut und Hoffnung zugesprochen, beim Herz aber, da wurde ich wirklich von Gott berührt und das hat mich überrascht.
Denn hey, ich bin schon lange Christ, ich weiß, dass Gott mich liebt und ich dachte auch nicht, dass ich ein Problem damit hätte, mich geliebt zu fühlen oder selber zu lieben. Aber an dieser Station hat Gott mich voll erwischt. Ich stand dort und hatte meine Hand aufs Herz gelegt. Die Frau, die für mich betete, legte ihre Hand auf meine und ich erinnere mich nicht mal, was sie sagte, aber Gott schickte mir einen hellen, warmen, energiereichen Strahl mitten ins Herz. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, es war wirklich, als berühre Gott mich selbst mitten durch die Hände hindurch und direkt ins Herz. Ein unglaublich warmes Gefühl, eine Helligkeit, die nicht blendet, sondern erleuchtet. Ich fühlte mich sehr beschenkt und habe das als etwas ganz Wunderbares erlebt.
Im Anschluss habe ich dem Pastor kurz Rückmeldung gegeben, wie sehr mich das berührt hat. Er war dankbar dafür, zu hören, dass dieser Gottesdienst etwas bewegt hat. Er hatte dafür gebetet, dass Menschen berührt werden und so war ich, wie er es ausdrückte, seine Gebetserhörung.
Aus den Liedern und dem ganzen Drumherum nehme ich mit: Mein Gott ist größer. Er hat alles in der Hand und er kann mir auch noch heute völlig unerwartet begegnen.
Eigentlich hatten wir nach dem Gottesdienst noch auf ein Volksfest gehen wollen, aber sowohl mein Sohn als auch ich entschieden, dass wir nach diesem besonderen Gottesdienst eher Ruhe und Einkehr brauchten als Trubel und viele Menschen.
Rückfahrt aus Nürnberg
Rückfahrt bedeutet auch immer Abschied. Ein Ende einer schönen Zeit. Und zugleich Neuanfang. Nach einer schönen, ruhigen, gemütlichen Woche habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Wir waren viel zu früh am Bahnhof. Aber wie sich hinterher herausstellte, war das vielleicht sogar gut, denn als mein Sohn nach Hause wollte, ging im öffentlichen Nahverkehr nicht mehr viel. So hat er fast so lang gebraucht um heimzukommen wie ich bis Frankfurt.
Die Fahrt war stressiger als die letzten. Im Zug nach Frankfurt saß ich an einem Vierertisch, alle drei anderen Plätze waren mit Businessleuten besetzt, die ihren Laptop vor sich hatten und megabeschäftigt waren, inkl. nerviger Telefonate. Am Vierertisch nebendran lungerte eine Dreiergruppe junger Männer, die Wizard, ein Kartenspiel, dass ich von meinen Söhnen kenne, spielten und dabei auch nicht gerade leise waren.
Trotzdem habe ich mir Zeit genommen zu lesen und seit langem Mal wieder ein Buch begonnen, gelesen und beendet. Zugegeben, es war ein kleines Buch, aber immerhin.
DIe Pünktlichkeit der Bahn war zwar nicht ganz so gut wie beim letzten Mal: zehn Minuten Verspätung in Frankfurt, da ich aber am gleichen Gleis wieder abfuhr und mein nächster Zug ebenfalls zehn Minuten Verspätung hatte, war das kein Problem. Und in Basel kam ich dann sogar pünktlich an. Mein Mann holte mich ab und gemeinsam hatten wir noch einen wunderbaren, zweisamen Abend.
Start in den Alltag am Donnerstag
Hier findet er statt, ein echter Neuanfang. Donnerstag war der erste Arbeitstag nach einer Woche Pause. Ja, die Zeit bei meinem Sohn war wirklich Urlaub gewesen, aber nun ging es wieder los und ich war motiviert und freute mich wirklich darauf zu starten. Ich hatte für diesen Tag nicht nur Arbeiten am Laptop vor, sondern auch viel Hausarbeit, denn schließlich war ich eine Woche weg gewesen.
So bin ich mit dem Auftrag, die Wäsche wieder in Gang zu bringen gestartet. Am Ende des Tages waren es vier Maschinen Wäsche, die ich gewaschen habe, zwei davon mussten aufgehängt werden, zwei landeten im Trockner, und sechs Kisten Wäsche, die ich zusammengelegt habe. Allein damit konnte ich schon wirklich zufrieden sein.
Außerdem habe ich die Ranger-Andacht für Freitag vorbereitet und für die nächsten Wochen eine Übersicht über die Andachtsthemen angelegt. Außerdem war ich in der Stadt, meine Schuhe neu besohlen lassen und einige Kleinigkeiten einkaufen. Und ich hab mir schon Gedanken für die nächste Woche gemacht und eine Bestellung für Magnetstreifen aufgegeben, die ich für mein Whiteboard brauche. Dafür habe ich mir nämlich ein neues Planungstool überlegt.
Erster Marketingfreitag im Coworking
Gestern war dann der erste Marketingfreitag. Vielleicht fragst du, bitte was? Naja gestern war Freitag und ich hab beschlossen, Freitag wird der Tag, an dem ich mich darum kümmere, meine Bücher und meine Kurse bekannt zu machen. Das ist ein Bereich, der mir schwerfällt, auch wenn du das vielleicht nur schwer glauben kannst. Ich schreibe gern. Ich erzähle gern, aber wenn es darum geht, meine Arbeit, mein Buch oder gar mich zu bewerben, dann wirds anstrengend. Ich will ja keinen nerven. Gleichzeitig wird keiner mein Buch kaufen, wenn ich nicht davon erzähle und er so überhaupt nicht erfährt, dass es da etwas gibt, das ihn interessieren könnte.
Und so hab ich beschlossen, ich brauch eine gebündelte Zeit um Inhalte zu erstellen mit denen ich meine Bücher, meine Kurse, meine Arbeit und auch mich insgesamt bekannter mache. Da werde ich dann an meinem Newsletter arbeiten, an Blogartikeln, an Instagramreels und Facebookposts usw. Weil ich das so bündele, kann ich dann den Rest der Woche fokussierter an meinen Büchern und anderen Dingen arbeiten.
Wenn du Lust auf Post von mir hast, mit mehr Einblicken in meine Bücher und die Welt von Eloan, mit Terminen für Lesungen oder Neuigkeiten aus der Autorenwerkstatt, dann meld dich gerne hier zum Newsletter an.
Warten ist nicht meine Stärke
Ich bin fertig. Am Ende.
Oder besser: Ich bin fertig mit dem Innenteil meines Buches.
Und nun warte ich.
Ich warte auf die Coverdesignerin und das fertige Cover meines Buches.
Erst wenn ich das habe, kann es weitergehen.
Dann kann ich meinen Innenteil als PDF und das Buchcover bei der Buchschmiede hochladen und den Veröffentlichen-Button drücken.
Aber dann ist das Warten immer noch nicht vorbei.
Denn dann geht es weiter mit:
WARTEN.
Dann warte ich etwa 4-5 Wochen, bis meine Eigenexemplare geliefert werden.
Und du glaubst gar nicht, wie lange sich 4 Wochen ziehen können.
Danach kann man mein Buch bei mir erwerben oder auch bei amazon, Thalia oder Hugendubel. Am liebsten würde ich dich aber bei einer meiner Lesungen begrüßen. Dann bekommst du von mir gerne ein handsigniertes Exemplar von Ansgar von Briant – Wolkenstein.
Oder du entscheidest dich, mich zu einer Wohnzimmerlesung einzuladen und ich komme zu dir und stelle dir und deinen Freunden und Verwandten mein Buch vor. Natürlich könnt ihr es dann auch kaufen und von mir signieren lassen. Wie das geht?
Ganz einfach, schreib mir unter info(at)kreative-schreiberei.de und wir vereinbaren einen Termin für die Lesung, du lädtst deine Freunde ein und sorgst vielleicht für was Leckeres zum Essen oder Trinken und ich komme mit meinen Büchern und gestalte den Nachmittag oder Abend. Alles andere können wir besser per Mail besprechen. ich freu mich drauf, dass du dich meldest.
Neuanfang
Und wie so oft ist da ein Neuanfang.
Wolkenstein ist fertig, fast jedenfalls und nun geht es weiter.
Mit Lesungen, sobald das Buch da ist, mit dem Überarbeiten von Band 3, mit neuen Kursen.
Ich bin schon ganz neugierig auf das, was da kommt.
Arbeitslos werde ich jedenfalls nicht.
Meine Pläne für den Neuanfang stehen schon:
Einige Projekte im Haushalt warten, zum Beispiel mein Arbeitszimmer fertig einrichten.
Dann wie oben schon erwähnt Band 3. Der Rohtext steht ja schon, der Lektor hat seine Anmerkungen gemacht, nun muss ich überarbeiten. Und ab nächster Woche stürze ich mich mitten in dieses neue Abenteuer.
Außerdem will ich mich mit der Planung für Band 4 beschäftigen. Die Eckpunkte stehen, nun geht es an die Szenenplanung und eventuell schon an erste Textentwürfe. Ich bin gespannt, was Ansgar diesmal von mir möchte und wo er sich beschwert. Obwohl, dass ist eigentlich schon klar. Grins und zwinker.
Und dann beginnen ab Oktober neue Kurse, dazu im nächsten Abschnitt mehr.
Neue Kurse
Was meine Kurse betrifft, hat sich eine Weile nichts getan, aber auch da starte ich jetzt neu.
Ab 8. Oktober gibt es donnerstags von 18–20 Uhr eine neue Kreative Schreibwerkstatt nach meinem Encouraged-Writing-System – auf Deutsch: erMUTigtes Schreiben. Es geht darum, Raum für die eigene Kreativität und die eigenen Worte zu schaffen. Jeder arbeitet an seinen Texten, und gemeinsam lernen und wachsen wir ganz entspannt. Ein paar Plätze sind noch frei.
Außerdem startet ebenfalls am 8. Oktober, donnerstags von 14–16 Uhr, ein neuer Prophetic-Words-Kurs. Dabei geht es darum, auf Gott zu hören und inspirierte Texte zu schreiben – zum Beispiel Psalmen, Briefe oder ganz persönliche Texte. Viel Erfahrung oder eine besondere prophetische Gabe braucht es dafür nicht.
Mein Dienstagskurs bleibt natürlich ebenfalls bestehen: eine offene Werkstatt für alle, die kreativ schreiben möchten und ihre eigenen Texte mitbringen wollen.
Hier nochmal die Übersicht:
Dienstag 19 – 21 Uhr Encouraged Writing Workshop offen für alle, die kreativ schreiben wollen
Donnerstag 14 – 16 Uhr Prophetic words, für alle die geistliche Texte schreiben möchten
Donnerstag 18-20 Uhr Encouraged Writing 2 kreatives Schreiben entdecken
Natürlich kann man auch an mehreren Kursen teilnehmen. Auch eine Schnupperstunde ist möglich.
Anmeldungen sind ab sofort möglich unter info(at)kreative-schreiberei.de
Und noch ein Ende
Und noch ein Ende
Gestern endete eine Ära.
Leider mit einem Todesfall.
Unser Meerschweinchen, das letzte seiner Art in unserer Familie, ist gestorben.
Damit besitzen wir zum ersten Mal seit langer Zeit kein Haustier mehr.
Das ist traurig. Aber es kam zumindest nicht überraschend.
Vor einem halben Jahr starb ihr Partner, und sie selbst hatte seit einiger Zeit wachsende Eierstockzysten, sodass wir im Sommer schon bei unserer Tierärztin mit ihr waren. Und die sagte nur: Da machen wir nichts. Denn zum einen wäre eine OP für ein so altes Tier ohnehin so belastend gewesen, dass nicht klar war, ob sie das überlebt. Andererseits hatte unser Meeri wohl keine Schmerzen, weshalb man sie auch nicht einschläfern musste.
Aussage der Tierärztin: „Versorgen Sie sie gut und gewähren Sie ihr ihr Gnadenbrot.“
Damit war klar: Allzu lange würde sie wohl nicht mehr leben.
Dennoch ist es immer ein Schock, wenn ein Tier dann leblos im Käfig liegt.
Vor allem bedeutet es noch einen Abschied. Und das, wo uns doch gerade auch noch zwei Katzen nach Norden verlassen haben. Eben das Ende einer Ära.
Keine Tiere mehr im Haushalt. Das ist traurig.
Und zugleich weiß ich sicher, dass ich kein neues Tier anschaffen möchte. Nicht jetzt. Nicht in nächster Zeit. Ob allerdings nie wieder, das weiß ich noch nicht.
Jedenfalls ist jetzt erst einmal Zeit, sich an ein Leben ohne Gekruschel im Hintergrund zu gewöhnen. Daran, dass niemand quiekend sein Futter fordert. Und daran, dass die Ecke, in der der Käfig stand, nun ziemlich leer ist.
Und sonst noch?
Aus dieser Woche nehme ich mit:
Auszeiten tun manchmal wirklich gut und sind nötig, damit der kreative Motor wieder anspringen kann.
Und ich will mich von Schwierigkeiten nicht abhalten lassen meine Träume zu leben.
Und ich will diese Träume und das, was ich tue, mit anderen teilen. Mit dir zum Beispiel.
Zu guter Letzt:
Ich will mich immer wieder von Gott berühren lassen. Und Gott ist größer als alles. Größer als meine Probleme, meine Sorgen, meine Hoffnungen. Er leitet mich. Er hält alles in der Hand und ohne ihn kann ich nichts tun.
Ich freue mich, wenn du bis hierhin gelesen und mich durch meine Woche begleitet hast. Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende, eine verändernde Begegnung mit dem lebendigen Gott und dass du die Gelegenheit findest, deine Träume zu leben und mit anderen zu teilen. Sei gesegnet und bleib behütet.






