Geschafft! Wolkenstein ist veröffentlicht

Das Highlight dieser Woche ist ohne Zweifel, die Veröffentlichung meines zweiten Romans. Ich habs geschafft. Wolkenstein ist eingereicht, geprüft und freigegeben worden. Das ist immer noch ein wenig surreal. Beide Bucheinbände sind übrigens von Florin Sayer-Gabor (100covers4you) gestaltet. Mehr dazu weiter unten im Text. Aber es gab auch noch andere, berichtenswerte Ereignisse in dieser bunten Woche. Mehr dazu in diesem Samstagsplausch, den ich wie immer mit dem Karminrot-Blog und dem karminroten Lesezimmer verlinke.
Neuer Schwung für den Hauskreis
Am Montag hatten wir wieder unsere regelmäßige Kleingruppe unserer Kirchengemeinde. Seit die Katzen ausgezogen sind, kann sie wieder bei uns stattfinden. Letzte Woche hatte ich ja ein Treffen, wo es unter anderem auch um Hauskreisbelange ging. Aus diesem Gespräch hatte ich einige Ideen mitgenommen und hab entschieden, das Hauskreis einfach mal anders zu gestalten. Und was kann ich sagen, es war ein voller Erfolg. Wir sind mit Lobpreis gestartet, haben dann mit einer etwas ausgefallenen Bibellesemethode den Text aus Apostelgeschichte erschlossen und einen lebhaften Austausch darüber gehabt. Die Methode heißt SHAPE und beginnt damit, dass man sich aus dem gelesenen Text einen Vers aussucht, der einen besonders anspricht (S wie Schrift). Dann fragt man Gott, was er einem dazu sagen möchte und hört hin (H wie Hören). Danach schreibt man eine eigene Antwort auf oder eine konkrete Anwendung für den eigenen Alltag (Das A von Shape), geht zu einem persönlichen Gebet über (P) und ehrt (E) am Ende Gott für das, was man verstanden hat und das, was er ist. Am Ende blieb noch Zeit für persönliche Gespräche und dennoch hatte keiner das Gefühl, dass wir die ganze Zeit verquatscht haben. Mehrere Mitglieder der Gruppe haben sich bedankt für den neuen Input und den schönen Abend. Man kann also sagen, Experiment gelungen.
Besuch zum Mittagessen
Am nächsten Tag kam eine liebe Freundin zum Mittagessen. Wir hatten es gemütlich, die Sonne malte Muster auf den Tisch. Sie brachte die Brötchen vom Bäcker mit und ich hatte ein Rührei vorbereitet und den Tisch neben Wurst und Käse auch mit Oliven und Gurken- und Tomatenscheiben gedeckt.
Wir hatten so viel zu reden, dass die Zeit wie im Fluge vorbeieilte und wir erstaunt waren, als wir auf die Uhr schauten, dass es tatsächlich schon 15 Uhr war. Leider viel zu kurz und absolut wiederholenswert.
Ausgeknockt
Mitten in der Woche hat es mich aus der Bahn gehauen. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war unerquicklich, vermutlich habe ich die Kartoffelpuffer nicht gut vertragen, zu fettig. Oder waren manche nicht ganz durchgegart und das Ei darin nicht mehr ganz einwandfrei? Wie dem auch sei, mir war elend übel und ich hab mich zweimal fast übergeben. Letztendlich kam nur Spucke, schön was trotzdem nicht und den Rest des Mittwochs habe ich dann im Bett verbracht, mich von Zwieback und Salzbrezeln ernährt und eine neue Serie entdeckt. In der ZDF Mediathek bin ich auf die Jugendserie „Find me in Paris“ gestoßen. Genau das richtige für einen vertrödelten „Ich-bin-krank-Tag“. Es geht um eine junge Frau aus dem Jahre 1905, die an der Tanzschule der Pariser Oper Ballett studiert und durch verschiedene Vorkommnisse ins Jahr 2018 katapultiert wird. Ja, schon wieder ein Zeitreiseserie, aber es ist wirklich sehr süß gemacht. Klar, nichts anspruchsvolles, ein bissi teeniemäßig, aber meine Bedürfnisse an diesem Mittwoch hat die Serie gut bedient.
Wertstoffhof
Ich hatte vor einiger Zeit berichtet, dass unser Meerschwein gestorben ist. Und nun ging es diese Woche daran, die „Hinterlassenschaften“ unseres tierischen Mitbewohners aufzulösen. Da wir entschieden haben, dass Schnuppe und Murmel unsere letzten Meerschweinchen sein werden, mussten also Käfig und Zubehör entsorgt werden. Da die Sachen eher ramponiert waren, kam ein Verkaufen nicht mehr in Frage und ich habe mit meinem Sohn den Transport zum Wertstoffhof bewerkstelligt. Natürlich regnete es wie aus Eimern und wir sind ziemlich nass geworden. Besondere Sorge hatte ich, die Metallstufen zu den Containern hochzusteigen, die durch den Regen sicher gut glatt sein konnten. Zum Glück ist nichts passiert. Wir sind alles losgeworden, Käfig und Zubehör, eine Kiste alter, zerfledderter und ausgelesener Bücher, eine kaputte Klappkiste und zwei Schreibtischunterlegematten, die nicht mehr sicher waren (Stolperfalle, weil sie schon so gewölbt waren). Außerdem noch vier Säcke Altkleider und Glasmüll. Es hat sich definitiv gelohnt.
Und dann kam der Moment
Nach Warten und Warten war es endlich so weit. Am Mittwoch Abend kamen die finalen Coverdateien von meiner Coverdesignerin, auf die ich jetzt gut zwei Wochen ungeduldig gewartet hatte. Damit hatte ich alle „Einzelteile“ für die Buchveröffentlichung beisammen. Meine Buchinnendatei als PDF und die PDF-Dateien für den Einband. Da Mittwoch aber ja mein Kranktag war, wollte ich nichts riskieren und verschob die Einreichung auf den Donnerstagmorgen.
Noch vor dem Wertstoffhofabenteuer machte ich mich daran, öffnete die Buchschmiedeseite im Internet, suchte den Teil aus, der als Leseprobe angezeigt werden soll und lud ihn als PDF hoch, fügte die Bilddateien von Florin Sayer-Gabor und meinen Buchinnenteil ein und drückte auf den ominösen Button „Einreichen“.
Eigentlich sollte man erwarten, dass damit der große Jubel in mir ausbrach, aber es blieb erschreckend still in mir. Ein bisschen ungläubig und fragend schaute ich den Laptop an. Da stand nun unter Status „Eingereicht“, gelb unterlegt.
Wolkenstein ist veröffentlicht
Darauf hatte ich jetzt seit zweieinhalb Jahren hingearbeitet, hab geschrieben, überarbeitet, einen Lektor beauftragt und bezahlt, seine unzähligen Kommentare eingearbeitet, Layout und Satz an meine Vorstellungen angepasst, alles nochmal und nochmal gelesen, bis zur letzten Sekunde Fehler korrigiert und jetzt?
Ich starrte immer noch auf das gelb unterlegte „Eingereicht“. Jetzt war es nicht mehr in meiner Hand. Jetzt entschieden andere. Die Buchschmiede prüft eingereichte Buchprojekte zuerst, dann stellt sie die Rechnung für die Eigenexemplare und erst, wenn das Geld bei Ihnen eingegangen ist, wird das Buch endgültig veröffentlicht. Laut Buchschmiede kann das also mehrere Tage dauern (Prüfung 1-2 Tage. Rechnungsstellung 1-3 Tage, bis dann das Geld überwiesen und verbucht ist, nochmal ein paar Tage), ich spürte, wie ich unruhig wurde, denn mein Zeitfenster bis zur ersten Lesung ist denkbar knapp, wenn man Produktionszeit und Lieferzeit einberechnet.
Doch zum Glück ging alles schneller als gedacht. Die Buchschmiede schickte die Rechnung noch am selben Tag, ich habe sie per Echtzeitüberweisung direkt beglichen. Und am nächsten Morgen, also am Freitag, überprüfte die Buchschmiede den Eingang des Geldes und schaltete mein Projekt von eingereicht auf veröffentlicht. Grün. Die Produktion kann beginnen und meine Autorenexemplare werden so also wohl pünktlich bei mir eintrudeln. Das hoffe ich zumindest.
In dem Moment, als ich endlich das grün unterlegte Feld sah, kam er doch noch, der Jubel über die Veröffentlichung. Ja, ich hab es wirklich geschafft. All die Arbeit der letzten Jahre, der Endspurt der letzten Wochen endete hier. Mit einem unscheinbaren grünen Feld und einem Wort. Veröffentlicht.
Und dennoch sickert es erst allmählich in mich, was es bedeutet. Veröffentlicht. Geschafft. Mein zweites Buch ist draußen. Man kann es kaufen. Lesen. Wow. Ich bin tatsächlich überwältigt.
Lust auf eine Reise nach Eloan?
Meine beiden historischen Fantasyromane Ansgar von Briant – Der Freund des Königs und Ansgar von Briant – Wolkenstein könnt ihr direkt bei mir bestellen.
Wenn ihr ein signiertes Exemplar möchtet, ist das natürlich ebenfalls möglich.
Hardcover: 32€
Softcover: 22€
Zuzüglich Versandkosten. Eine persönliche Abholung ist nach Absprache möglich.
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Und sonst?
Sonst schleppe ich dieser Tage eine dicke Decke Trübsal mit mir herum, die sich leider auch auf die schönen Dinge und Erfolge gelegt hat. Ich kann nicht gut damit leben, aber ich kann es zur Zeit auch nicht selbst ändern. Für manche Dinge braucht es mehr als eine Person.
Aber in allem, weiß ich mich getragen durch meinen Gott. Und allmählich sickert auch die Freude über mein zweites Buch in mich.
Geschafft. Veröffentlicht.
Die Woche hatte wirklich von allem etwas.
Freude, stille Momente, Erfolge, Kranksein und Traurigkeit.
Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende, eine bunte, wilde, herrliche Herbstwoche und das Wissen, dass Gott auch dich durch alle Schwierigkeiten hindurch begleitet und trägt. Er ist gut, auch wenn es unsere Umstände nicht immer sind.







Herzliche Gratulation zum Werk! Liebe Grüsse von Regula
Herzlichen Glückwunsch zum Buch! Schön, dass es dann doch schneller ging als erwartet.
Das Trübsal wird sich auch wieder heben. Kopf hoch.
Liebe Grüße
Andrea
Freue mich sehr, dass es mit der Veröffentlichung so reibungslos geklappt hat. Herzlichen Glückwunsch und viele LeserINNEN.