Gnädig mit sich selbst sein & Erfolge sehen – Samstagsplausch 12/25

Einen wunderbaren guten Samstagmorgen wünsche ich dir. Heute geht es darum, gnädig mit sich selbst zu sein und seine eigenen Erfolge zu sehen und zu feiern. Dieser Blogpost gehört zur Reihe Samstagsplausch, deshalb verlinke ich wie immer mit dem Karminrot-Blog und dem Karminroten Lesezimmer und wünsche dir viele neue Erkenntnisse beim Lesen. Meinen letzten Samstagsplausch findest du hier, im Gegensatz zu heute berichtet er von etlichen Katastrophen.

Mein Thema der Woche

Diese Woche war der ganz normale Wahnsinn: intensiv, voller Fortschritte, aber auch voller Herausforderungen. Und obwohl ich einiges geschafft habe, musste ich erst lernen, gnädig mit mir selbst zu sein. Das fiel mir nicht leicht, denn oft hatte ich das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Doch dann kam ein Wendepunkt.

Wann fällt es euch schwer, euch selbst gnädig zu begegnen?


Körperlicher Fortschritt – Erfolge bei der Physio

DIese Woche war die Physiotherapie sehr intensiv und hat tatsächlich einen großen, körperlichen Fortschritt gebracht. Ich habe zum einen geübt, von einem festen Sitzplatz aufzustehen und auf Krücken zu laufen. Und sie da, es geht. Leider schaffe ich das Aufstehen aus dem Rollstuhl nicht alleine, der ist irgendwie ein bis zwei Zentimeter zu niedrig, hängt in der Mitte durch und die Bremse ist nicht so festzuziehen, dass ein Aufstehen alleine sicher wäre. Der Techniker ist aber informiert und der Rollstuhl wird in den nächsten Tagen ausgetauscht.


Der große Meilenstein der Woche: Mein Knie lässt sich jetzt 60–70 Grad beugen, statt nur 45. Das ist ein enormer Fortschritt! Ich merke, dass es vorangeht, auch wenn es langsam ist. Fortschritte fühlen sich oft klein an, aber wenn man sich bewusst macht, wo man gestartet ist, wird klar, wie viel man bereits erreicht hat. Von: ich kann das Knie gar nicht beugen, traue mich das auch nicht zu einer Beugung von 70 Grad, das ist schon ein wirklicher Erfolg. Und ich kann mich wieder mit Krücken vorwärts bewegen, werde in der nächsten Woche laufen üben, zwar immer noch mit der EInschränkung nur 20 kg Belastung auf das verletzte Bein zu geben, aber auch das ist eine wirkliche, neue Errungenschaft.


Kreativer Fortschritt – „Ansgar“ & Theaterprojekt


Diese Woche ging es auch mit meinen kreativen Projekten weiter:

  • Beim Buchprojekt Ansgar 2 habe ich einiges überarbeitet und verbessert:
    • So habe ich unter anderem meine geplanten, aber noch leeren Textdokumente in scrivener in einen neuen Ordner gezogen. Damit herrscht jetzt mehr Ordnung und das Gefühl: da fehlt noch soooo viel ist damit zurückgedrängt – ein wichtiger Schritt!
    • Außerdem habe ich Abschnitte, die in einer schnellen Entwurfphase entstanden sind, so aufgearbeitet, dass sie meinem Standard für Rohfassung entsprechen – der nächste wirklich wichtige Schritt.
    • Und zu guter Letzt habe ich mir einen Überblick verschafft, was schon da ist an Texten im Entwurfsstadium und wie es da weitergehen kann.
    • Mein Ziel? In der nächsten Woche alle Entwürfe auf den Standard „Rohfassung“ bringen und eine ordentliche Sortierung in chronologischer Reihenfolge anlegen. Das wäre dann ein echter Meilenstein und ich könnte sagen: Zwei Drittel des Buches sind fertig!
  • Die erste Theater-Zoom-Probe lief gut:
    • Wir haben uns kennengelernt
    • WIr haben die Rollen einvernehmlich verteilt
    • Wir hatten eine erste Sprechprobe
    • Es gab keine negativen Kommentare oder Anmerkungen
    • Am nächsten Tag haben alle Schauspieler ihre Texte bekommen
    • Das Probewochenende steht vom termin und der groben Planung.
    • Wir haben eine Whatsappgruppe zur schnellen Verständigung und ich habe einen Plan, wie ich die Leute jede Woche einmal kreativ zum Üben anregen kann
    • Alles in allem ein echter Erfolg!!

Trotzdem hatte ich nach dem Zoom das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Ich hatte das Gefühl, vollkommen verpeilt gewesen zu sein, etwas Wichtiges vergessen zu haben, nicht kompetent genug gewirkt zu haben. Mein Text kam mir blöde, albern und lapidar vor und ich war völlig konfus. Ich hatte nicht ordentlich mitnotiert, wer welche Rolle übernommen hat und fühlte mich richtig elend. Dabei: schau dir oben in der Liste an, was ich erreicht habe: Es war eigentlich grandios. Warum ist es so schwer, eigene Erfolge zu erkennen?


Teamnight der fcg, Musik und die Kraft des Lobpreises

Am Montag Abend fand eine der zwei jährlichen Teamnights meiner Gemeinde statt zu der alle Mitarbeiter eingeladen sind. Es ist quasi das Dankeschön der Gemeinde für die Mitarbeiter. Pastoren und Angestellte der fcg bewirten an diesem Abend die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Es gibt meist etwas leckeres zu essen, einen kleinen, motivierenden Input, Spiele und Lobpreis.

Damit nicht die Band der Gemeinde, die ja auch aus Ehrenamtlichen besteht, schon wieder Dienst hat, wurde extra eine Band aus einer Nachbargemeinde eingeladen, den musikalischen Part des Abends zu übernehmen. Und die drei Musiker haben ihre Sache wirkich gut gemacht. Daraus ist ein für mich ganz besonderer Moment der Woche geworden: Ich habe ein neues Lied kennengelernt – und das hat mich zu Rend Collective geführt. Diese Musik wird mich sicher in Zukunft begleiten, auch beim Schreiben. Hier findest du den Link zum Musikvideo, dass mich diese Woche begleitet hat. Es ist das Lied vom Teamnight-Abend und hat mich wirklich inspiriert

Überhaupt hatte Musik, oder besser noch Lobpreis diese Woche eine ganz besondere Bedeutung für mich. Lobpreis war für mich der Schlüssel, um gnädig mit mir zu sein. Ich konnte Gottes Sicht über mich erleben, seine Gnade und seine Ermutigung. Erst dadurch konnte ich die Lüge „Ich bin nicht genug“ abgeben und Frieden finden.


Der Wendepunkt – Lernen, gnädig mit sich selbst zu sein

Das war schon krass diese WOche. Es gab so viele Highlights: Teamnight, neu entdeckte Lieder, Zoomtheatermeeting, Ansgafortschritt und erfolgreiches Lernen bei der Physio und doch wollte ich mir selbst nicht glauben, dass ich genug getan hatte. Das ich genug erreicht hatte. Dass ich selbst genug war. Gt genug, erfolgreich genug, zielstrebig genug.

Ich musste bewusst meine Gedanken umlenken, um zu erkennen, dass es eigentlich eine gute Woche war. Mein Kopf wollte mir das lange nicht glauben. Das war wirklich krass, gestern Abend, nach einem eigentlich extrem arbeitsreichen und erfolgreichen Tag, saß ich im Wohnzimmer im Rollstuhl und habe mit mir gehadert. Das Gefühl: Es reicht nicht. Es ist nicht genug, Ich bin nicht gut genug war so überwältigend, dass ich das Gefühl hatte, es nicht überwinden zu können. Ich war so richtig unzufrieden, mit mir, mit allem, was ich geschafft habe, Ich habe gekämpft, hatte lange das Gefühl, gar nicht vorwärts gekommen zu sein. Habe die kleinen und großen Erfolge nicht sehen können, sondern nur das, was nicht geklappt hatte, was liegen geblieben war, wo es meiner Meinung nach noch zu langsam vorwärts ging.

Erst ein „Gespräch“ konnte mich aus diesem Gefühl heraus reißen und dann saß ich da und die Tränen flossen. Ich hab kurz gebetet und Gott meine Unzufriedenheit vor die Füße geworfen. Erst als ich dann geschafft habe, die Lobpreismusik einzuschalten, kam die Erleichterung. Allmählich konnte, durch Musik und Texte die Wahrheit in mich hineinsickern.

Denn die Wahrheit ist: Ich habe viel erreicht. Ich habe gekämpft. Und ich bin einen Schritt weitergekommen – in mehreren Bereichen meines Lebens. Es war keine verschenkte Woche, kein Stillstand, schon gar kein Rückschritt.

Aber ich musste erst erkennen, dass man mit sich selbst gnädig sein kann und darf. Und das ich genug bin, so wie ich bin,


Jetzt seid ihr dran: Meine Frage zum Mitnehmen

Ich habe es diese Woche wieder einmal erfahren: Gnädig mit sich selbst zu sein, muss man lernen und einüben. Aber es lohnt sich! Diese Erkenntnis gestern Abend hat alles auf den Kopf gestellt:
Aus Unzufriedenheit wurde Zufriedenheit, aus Unglück wurde Glück, aus schlechter Laune ein echtes Hoch. Denn Fortschritte sind da – manchmal müssen wir nur lernen, sie zu sehen.

Vielleicht kennt ihr solche Momente auch. Das Gefühl der Unzulänglichkeit, das nagende „nicht genug sein“. Dass der eigene Fortschritt immer noch nicht ausreicht. Dass es immer noch weiter, noch höher, noch besser sein muss. Dieses ewige Nicht-Zufrieden-Sein mit sich selbst ist eine echte Plage unserer Zeit.

Deshalb meine Frage an euch:

Wie geht ihr mit euch selbst um, wenn ihr das Gefühl habt, nicht genug zu sein?
Habt ihr Tipps gegen das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit? Dann teilt sie gerne in den Kommentaren!

CATEGORIES:

Allgemeines

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner