Schon zum vierten Mal gibt es heute meine WortSpuren. Ich lade dich wieder herzlich ein, mitzumachen und auch ein Wort zu küren, dass diese Woche Spuren bei dir hinterlassen hat. WortSpuren eben. Den ersten WortSpuren-Beitrag findest du hier: WortSpuren#1
DIesmal hats schon wieder ein englisches Wort geschafft, eigentlich war das keine Absicht, aber es hat mich einfach angesprungen, aber lies selbst.
Landingpage
Landeseite
Landeplatz
wo kann ich ankommen
wo ist Platz?
Wer ist mein Landeplatz?
Wer ist mir Zuflucht?
Wo kann ich mich bergen,
Wenn alles fällt?
Wer landet bei mir?
Hab ich Platz?
Eine Landeseite?
Welche Seite in mir bietet einen Landeplatz?
Die Geschichte hinter Landingpage
Landingpage ist ein ziemlich technischer Begriff, Wikipedia sagt dazu: „Eine Landingpage (auch Landeseite oder englisch landing page) oder Zielseite, selten auch Marketingpage, ist eine speziell eingerichtete Webseite, die nach einem Mausklick auf ein Werbemittel oder nach einem Klick auf einen Eintrag in einer Suchmaschine erscheint. Diese Landingpage ist auf den Werbeträger und dessen Zielgruppe optimiert. Diese wird überwiegend im Online-Marketing verwendet.
Also eigentlich geht es hier um Werbung, die auf die Zielgruppe hin abgestimmt und gestaltet wurde. Eine Seite, ein Platz, der einlädt, damit man sich wohlfühlt und dann etwas kauft. Also zwar einladend, aber mit einem bestimmten Zweck, einem Ziel, nämlich Umsatz zu generieren.
Wie komme ich nun auf dieses Wort?
Ich habe in letzter Zeit viel an meiner Website gebastelt, beziehungsweise an meinem Newsletter und einem Geschenk, das man bekommt, wenn man den Newsletter abonniert … dabei sprang mir das Wort ständig entgegen. Und tatsächlich habe ich dann, obwohl ich ja schon diese Homepage habe, noch eine Landingpage für meinen Newsletter gebaut.
Beim Schreiben und Basteln rund um den Newsletter wollte ich Leser und Leserinnen zu einem Ort führen, an dem sie ankommen können, sich wohlfühlen und für mein Angebot begeistert werden – und zack, da war das Wort wieder: Landingpage. Ich dachte erst nur technisch: Link einbauen, Call-to-Action, fertig.
Aber dann fiel mir auf, wie tief dieses Wort eigentlich ist – es geht um mehr, nämlich ums Ankommen. Ums Landen. Ums Willkommen sein. Sich angenommen fühlen, Gesehen werden. Auch mit seinen Bedürfnissen.
Und ich merkte: Ich wünsche mir nicht nur, dass Leser meinen Newsletter abonieren. Es geht um mehr, nämlich darum bei mir anzukommen, in Kontakt zu treten, Beziehung zu bauen. Und mehr noch, ich habe verstanden: Auch ich wünsche mir für mich selbst einen Ort, wo ich landen kann.
Was das Wort Landingpage mir sagt
Landingpage. Manchmal denke ich, mein Leben braucht eine.
Einen Ort, an dem Menschen ankommen können. Wo sie wissen: Hier bin ich richtig.
In der digitalen Welt bedeutet das: eine Seite mit klarer Botschaft.
In meinem Inneren bedeutet das: einen Ort, der sagt – du darfst sein.
Ich bastle an Landingpages, um Leser*innen zu erreichen. Doch während ich versuche, technisch klar zu sein, wünsche ich mir vor allem eines: dass mein Wort einen Landeplatz findet – in deinem Herz. Landingpages verkaufen oft etwas. Meine soll eher öffnen. Für Gedanken. Für Geschichten. Für Verbundenheit. Vielleicht magst du ja vorbeischauen: Meine Landingpage
Aber: Wo lande ich eigentlich? Wo ist mein Landeplatz? Die Frage stand plötzlich im Raum und vielleicht ist es auch deine Frage. Wo ist dein Landeplatz?
Ich sehne mich nach einer Landingpage fürs Herz. Einen Ort, der mich willkommen heißt, ohne dass ich vorher klicken muss. Der mir nichts verkaufen will, sondern mich einfach umarmt.
Was, wenn Gott selbst eine Landingpage hätte? Nicht mit ‚Jetzt anmelden‘, sondern mit ‚Du bist schon da.‘
Im ersten Moment klingt das zu wunderbar um wahr zu sein. Aber dann begreife ich: Genau das glaube ich.
Gott hat schon längst meine Landingpage vorbereitet. Jesus selbst sagt, er geht und bereitet einen Platz für mich. Im Psalm 23 steht sogar, ich sitze am Tisch und meine Feinde müssen zuschauen, wie ich bewirtet werde.
Eine adere Vorstellung ist, dass ich mich wie ein Kind auf dem Schoß seines Papas bei Gott einrollen kann und einfach genießen. Wie cool ist das denn? Ganz klar, ich renn sofort los und lande auf Gottes für mich vorbereiteter Landingpage. Und du?
Und jetzt du:
Welches Wort hat dich diese Woche begleitet?
Was hat dich bewegt, herausgefordert, berührt, bestärkt?
Schreib es auf.
Teile es mit mir –
Hier im Kommentar
oder auf Social Media mit dem Hashtag #WortSpuren und einem @kreativeschreiberei.
Ich freue mich auf dein Wort, das diese Woche Spuren in deinem Leben gezogen hat.
Hinterlasse deinen Link zu deinem WortSpuren-Blogbeitrag gerne hier in den Kommentaren.
3 Responses
Hallo Martina!
Wie gerne würde ich mehr als die 100 Sternschnuppenworte fabrizieren, aber momentan habe ich nur das Smartphone im Gebrauch…
Soviel zu Technik.
Eigentlich bin ich den Einsatz von 10 Fingern gewohnt, weshalb wenn ich dann nur einen zum Tippen benutze gnadenlos im Gedankenstau lande. Ein Zustand, dem ich wirklich nichts abgewinnen kann.
Ich kenne dich nicht, aber meine Cousine Uschi hat mir sozusagen den Weg zu deiner Seite „beschrieben, deshalb bin ich hier „gelandet“. Das Schreiben hat mir schon immer viel bedeutet, dennoch habe ich eine gut zehnjährige Schreibpause hinter mir. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich mich wieder an Geschichten mit 10.000 Worten traue. 100 sind ein netter Anfang, danke für den einfachen Wiedereinstieg.
Einer meiner liebsten Glaubenssätze ist, dass Gott einem immer die Menschen schickt, die man braucht. Es liegt an uns sie zu erkennen und in unser Leben zu lassen.
In diesem Sinne, „Landeerlaubnis erteilt“, ich freue mich auf weitere Sternschnuppen. Vielleicht schickt „der da oben“, ja noch ein paar Schreibweise vorbei.
Grüße aus Kaiserslautern
Sabine
Liebe Sabine,
was für ein Kommentar! Ich sitze hier, lese – und mein Herz macht kleine Purzelbäume. Danke für deine Worte, dein Vertrauen, deine Offenheit. Dass die Sternschnuppen für dich ein Wiedereinstieg sind, macht mich unglaublich froh.
Und was den Gedankenstau betrifft – ich kenne ihn gut. Aber manchmal braucht es wirklich nur einen Finger und ein kleines bisschen Mut, um das Fenster zum Schreiben wieder einen Spalt weit zu öffnen. Du hast es getan. Willkommen zurück im Land der Worte.
Und willkommen bei mir – und bei den Schreibschnuppen.
Ich glaube fest daran, dass dein Schreiben noch viele, viele kleine und große Geschichten bereithält. Und wer weiß: Vielleicht ist das ja gar keine Zwischenlandung … sondern ein neuer Start. Wenn du magst, kannst du mir auch gerne eine „Private“ Mail schreiben unter info@kreative-schreiberei.de Ich freue mich immer über Post.
Herzlich,
Martina 🌠
P.S.: Uschi bekommt einen virtuellen High-Five fürs „Wege weisen“.
Gern geschehen, eigentlich sollte es heißen, dass der da oben noch ein paar Schreibwütige hier landen lässt, aber die Autokorrektur hat mich überrumpelt, ich habs erst jetzt bemerkt.
Das einzig gute am Montag ist, dass es bald wieder Mittwoch ist …