Samstagsplausch vom Rand der Erschöpfung – aber nicht ohne Hoffnung. Ich bin ziemlich kaputt. Im allgemeinen und im Besonderen. Meine Woche lief mal wieder alles andere als rund. Hier kriegt ihr einen ungeschönten und ehrlichen Abriss. Ich nehme euch mit in die Höhen und Tiefen meines Alltags, der diesmal wieder nicht so alltäglich war. Wie immer verlinke ich diesen Artikel mit Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.
MRT heißt doch „Monster, Realer Terror!“, oder?
Wer meinen Samstagsplausch schon länger verfolgt, weiß, ich bin jemand der immer wieder auch mit Angst und Panikattacken zu kämpfen hat. Und ein MRT kann da eine echte Herausforderng sein, Im wahrsten Sinne Monsterterror! Lies gerne hier von meinem letzten MRT.
Am Dienstag war es zum zweiten Mal in diesem Jahr soweit: MRT-Termin. Und nicht bei der gleichen Radiologie, sonst wäre ich sicher gewesen, es zu schaffen. Denn beim letzten Mal wurde ich ja nicht ganz in die Röhre geschoben, der Kopf blieb draußen. Aber nun, neue Praxis! Wird es hier auch so sein? Schon Tage vorher kreisten meine Gedanken: Werde ich es aushalten? Oder abbrechen müssen?
Ich bin empfindlich bei Geräuschen, bei Enge, bei dieser Art von Ausgeliefertsein. Und genau das ist ein MRT: laut, eng, regungslos.
Monsterterror live
Ich lag da, mein Knie fixiert, die Maschine schob mich in die Röhre, zum Glück wieder so, dass der Kopf draußen blieb, aber diesmal musste ich die Arme nach hinten über den Kopf legen, weil die Röhre so eng war, dass ich nicht mal mehr die Hände mit reingekriegt hätte und weil ich so nah bis vor den Kopf reingeschoben wurde, dass ich allein deswegen schon Panik bekam. Mein ganzer Körper schaltete auf Alarm. Enge, verordnete Reglosigkeit und dann dieser Lärm. Und bitte 20 Minuten nicht mal mit der Augenwimper zucken.
Dieses Dröhnen brachte mein ganzes Nervensystem in Aufruhr.
Es fühlte sich an, als würde nicht nur mein Knie durchleuchtet, sondern mein ganzes Leben.
Ich wollte nur noch raus. Ohne Gebet und Bibelverse hätte ich es wohl nicht geschafft, aber so bekam ich am Ende eine CD mit den Bildern und der Aussage: Dass es aber mit dem Bericht knapp werden könnte, da bräuchten sie drei Tage für… und mein Besprechungstermin war schon am Freitag morgen – rein rechnerisch genau drei Tage später…. aber, naja… ob das klappen würde, da musste ich mich wohl überraschen lassen.
Und natürlich war in all dem schon die Angst: Was wird sein? Ist wieder etwas kaputt? Und wenn ja, was kann man tun?
Overload – alles auf einmal
Die Tage zwischen MRT und Befund waren seltsam aufgeladen.
Einerseits wollte ich es einfach hinter mir lassen – dieses Dröhnen, diese Panik, diese Unsicherheit. Andererseits war die Frage „Was wird das Ergebnis sein?“ ständig irgendwo in mir am Rumoren.Und genau in dieser Zwischenzeit war plötzlich alles auf einmal.
Besuch mitten im Chaos
Ich hatte Besuch – eine Frau aus meinem früheren Hauskreis, ganz spontan. Ich hab mich riesig gefreut. Und zugleich geschämt für das Chaos in meinem Wohnzimmer. Aber sie ging ganz lässig drüber hinweg und gab mir nie das Gefühl, dass das in irgendeiner Weise relevant sei, wie es bei mir aussah. Ihr Fokus lag auf mir und nicht
auf dem Alltagschaos um uns herum, mitten hinein stellte sie die Frage: „Wie geht’s dir? Und deiner Familie?“
Und sie hat sich Zeit genommen zuzhören und das tat richtig gut.Ich war überfordert – aber auch berührt.
Manchmal reicht es, wenn jemand einfach fragt. Nicht mit großen Ratschlägen, sondern mit echtem Interesse.
Manuskript-Überarbeitung
Gleichzeitig wollte ich an meinem Manuskript weiterarbeiten – eigentlich nur ein paar Kommentare der Testleserinnen einbauen, ein bisschen Feinschliff.
Aber daraus wurde ein Fass ohne Boden.
Je mehr ich las, desto mehr spürte ich: Hier passt was nicht mehr.
Und plötzlich fand ich mich mitten in einer Umstrukturierung wieder, die mich eher überforderte als motivierte.
Ich dachte: „Ich wollte doch nur kurz…“
Aber „kurz“ war diese Woche wohl nichts.
Telefonat mit meinem Pastor
Und dann war da noch das Gespräch mit meinem Pastor. Ich hatte ihn vor Wochen drum gebeten, aber die Termine waren so eng bei ihm, dass es nun ausgerechnet in dieser Woche gelandet ist.
Es ging um die Bibelschule der Gemeinde – ein Teilzeitformat, vielleicht machbar.
Ein Gedanke, der mir schon länger im Herzen herumging.
Aber zuerst nahm auch er sich Zeit, mich zu fragen, wie es mir geht und ich konnte erzählen. Es ist gut, sich gesehen zu fühlen. Und hier besonders. Es ging nicht nur um körperliche Gebrechen, sondern auch um meinen seelischen Zustand und darum, wie es zwischen mir und Gott aussieht. Ein echtes seelsorgerliches Gespräch. Nah, zugewandt, offen – einfach wohltuend.
Zurück zur Bibelschule. Das ist eine echte Option. Und ich würde sie gerne wahrnehmen, Aber da war auch die Frage nach meiner Kapazität. Kann ich das? Schaff ich das auch noch?
Und mein ganzer Körper fragt: „Und woher die Kraft nehmen?“
Ich hab noch keine Antwort. Aber immerhin einen Impuls.
Der Befund und das Gespräch, das alles verändert
Am Freitagmorgen dann die Besprechung – genau drei Tage nach dem MRT.
Ich war angespannt, aber auch irgendwie leer. Als hätte ich die Angst schon mehrfach durchgekaut, aber noch keinen Schluss daraus ziehen können. Wieder saß ich in diesem Wartezimmer, das eigentlich nur ein ausgeweiteter Flurabschnitt im Kreiskrankenhaus ist, und wartete. Diesmal hatte ich einen sehr frühen Termin. Acht Uhr und die Chance, damit nicht so lange auf mein Gespräch warten zu müssen. Und tatsächlich wurde ich pünktlich ins Behandlungszimmer gesetzt. Danach dauerte es zwar nochmal eine Weile, bis der Arzt kam, aber alles in allem war ich echt zügig dran.Es war nicht der Chirurg, der mich operiert hatte, sondern ein Kollege, den ich aber auch schon kannte und der mir sogar sympathischer war, als der, der dann tatsächlich meine OP durchgeführt hat.
Er nahm sich Zeit, schaute Bilder und den Bericht, den sie tatsächlich noch an diesem Morgen hatten anfordern können, gründlich an. Schließlich löste er den Blick vom Bildschirm und sah mich an. Und man konnte schon in seinen Augen ablesen, dass die Prognose nicht günstig sein würde.
Und dann kam er, der Satz, der alles veränderte:
„Ihr Innenmeniskus ist wieder vom hinteren Horn abgerissen. Der Fadenanker hat nicht gehalten. Eine Operation ist vorraussichtlich nicht erfolgsversprechend. Wir können da nichts mehr reparieren.“Ich wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Oder einfach nur umkippen.
Da macht man „nichts“ mehr!
Er hat es dann noch erklärt: Der Meniskus ist wie ein Stück Stoff, aus dem ein Knopf gerissen wurde – zerfasert, eingerissen. Ein neues Annähen wäre kaum noch möglich. Da hält ein neuer Fadenanker vermutlich nicht mehr.
Ich habe es tatsächlich geschafft, zurückzufragen, was man denn machen würde, wenn man es nicht operiert. Und die Antwort war genauso schlicht wie niederschmetternd: NICHTS!
Und wenn es von den Schmerzen her gar nicht mehr geht – weil das Knie weiter zerschleißen wird – dann kommt das künstliche Kniegelenk. Eine Horrorvorstellung.
Aber: ich hab Schmerzen (zum Glück gerade nicht mehr so stark wie vor zwei Wochen, aber das scheint sich ja ständig ändern zu können) und Bewegungseinschränkung, laufe mit zwei Krücken, um das Knie zu entlasten und dieser Arzt sagt mir: Da kann man nichts mehr tun.
Ich war schockiert und ziemlich vor den Kopf geschlagen.
Vereinbarung am Ende: Wir besprechen das in vier Wochen nochmal, denn er will, dass der Operateur da auch nochmal drauf guckt und seine Meinung dazu sagt.
Eine leise Entscheidung
Irgendwann war ich wieder zu Hause. Erschöpft – körperlich, seelisch, irgendwie leer.
Aber eine Sache brannte sich in meinem Kopf fest.
Der Arzt hatte gesagt: „Sie müssen dringend Gewicht reduzieren. Das ist das Einzige, was dem Knie noch helfen kann.“
Und plötzlich war es nicht mehr nur ein Gedanke, den ich seit Wochen vor mir herschob.
Plötzlich war da dieser Moment:
Ich muss etwas tun.
Nicht für die Waage. Nicht für die Gesellschaft. Sondern für mich. Für mein Knie. Für meine Zukunft.
Ich weiß nicht, ob ich’s schaffe. Ich habe es oft genug versucht.
Und gerade jetzt, wo mein Bewegungsradius auf Krückenlänge geschrumpft ist, klingt „abnehmen“ wie ein schlechter Scherz.
Aber ich will.
Nicht radikal. Nicht fanatisch.
Sondern mit einem Schritt. Und dann noch einem.
STOPP – Willst du das wirklich essen?
Aber ich wusste, ich muss den Schwung nutzen, die Wucht, die gerade hinter diesem Entschluss steht. Und so hab ich Pläne geschmiedet, wie das gehen kann, habe mir ein „Kampfblatt“ gestaltet in meinem BulletJournal, mit dem festen Entschluss und Motivationssätzen, um es durchzuhalten. Und ich hab mir ein Schild für den Kühlschrank gestaltet mit „STOPP – willst du das wirklich essen oder willst du dein Leben zurück?“
Gestern hab ich es geschafft: Nur drei Mahlzeiten, kein unkontrolliertes Snacking. Insgesamt viel Gemüse und deutlich weniger Kalorien. Ich hab es sogar dem Impuls widerstanden noch ein „Abschiedseis“ in der Stadt zu essen, obwohl ich durch die Innenstadt gelaufen bin und da zwei gute Eisdielen am Weg liegen. Stattdessen hab ich mir eine Handtasche gegönnt, blau, robust, groß genug (keine ganz teure, aber eine, mit der ich schon lange für Alltags geliebäugelt habe) und die zweite (gleiche Art, aber andere Farbe) werde ich mir gönnen, wenn ich die Anfangsphase meiner Diät erfolgreich gemeistert habe und sich tatsächlich erste Erfolge einstellen.
Noch nicht gewonnen – aber auch nicht mehr machtlos
Ich weiß, dass ich noch nicht gewonnen habe. Ich weiß auch, dass nicht sicher ist, wieviel Einfluss das auf mein Knie haben wird, aber ich brauchte einfach einen Ansatz, den ich selber in der Hand halte. Eine Idee, was ich gegen die Resignation setze. MIt diesem Schritt bin ich nicht mehr machtlos. Ich kann etwas tun. Ich kann handeln. Kämpfen.
Und das werde ich auch an anderer Stelle tun: Ich werde alles daran setzen, das Knie, bzw das Bein so zu trainieren, dass die Muskeln es besser halten und unterstützen, so dass es bestmöglich funktionieren kann. Ich weiß: alles keine Garantie für Schmerzfreiheit oder dafür, dass das Künstliche Kniegelenk nie gebraucht werden wird. Aber es nimmt mir zumindest das Gefühl, hilflos zu sein. Ausgeliefert. Unfähig, mir selbst etwas Gutes zu tun. Und es gibt Hoffnung.
Hoffnung auf dem Weg
Hoffnung begegnete mir auch noch in anderer Form. Auf dem Weg zu den Royal Rangern (denen musste ich noch drei Kistchen mit Seilen und einem Knotenbuch zurückbringen) begegnete mir ein Naturphänomen, dass für mich aber ganz eng an meine Gottesbeziehung knüpft:
Ein Regenbogen stand über dem Rhein. Nur ein kurzes Stück. Ein Viertel Regenbogen und doch – hat er mir Hoffnung gemacht. Hoffnung darauf, dass Gott mich sieht. Dass er weiß. Dass er mich nicht vergisst. Ein Angebot zur Versöhnung. „Ich weiß, wie es dir geht – und ich lass dich nicht im Stich.“
Mitten in meine Verzweiflung hinein. Mitten in mein Strampeln und Machen und Tun, dass doch irgendwie lächerlich vergeblich wirkt, kam diese Zusage: Ich sehe dich. Ich kenne dich. Ich lass dich nicht allein.
Im Verabschieden bin ich nicht gut
Die Stunde bei den Rangern war wieder schön, ein leises Abschiednehmen, ein Sitzen im Qualm und doch, da sind Menschen, die mich mögen, die nachfragen und sich mit mir sorgen und die eine megacoole Arbeit machen. Die Kinder haben sich so gefreut mich zu sehen und die Leiter auch. Das tat gut. Und so konnte ich keinen richtigen Abschied nehmen. Ich hab angeboten, einmal im Monat zu kommen und die Andacht zu übernehmen. Viel mehr geht mit dem Knie nicht. Aber dabei sein. Teil bleiben dieser Gemeinschaft, das war mir irgendwie wichtig.
Ich weiß nicht, was die nächsten Wochen bringen. Vielleicht neue Schmerzen. Fortschritte. Oder doch eher Rückschritte.
Aber was ich jetzt weiß: Ich bin nicht machtlos. Nicht vergessen. Nicht allein.
Und das ist – bei allem, was kaputt ist – ein Anfang.
Und jetzt? Stehenbleiben ist keine Option
Ich weiß nicht, was kommen wird.
Ob der zweite Arzt etwas ganz anderes sagt. Oder die Schmerzen bleiben. Vielleicht wird es noch schwerer.
Mein Mann will unbedingt, dass ich mir in der Uniklinik Freiburg eine Zweitmeinung hole. Ja, vielleicht ist das ein Weg. Aber wenn ich ehrlich bin? Ich hab die MRT-Bilder gesehen und die Erklärung des Arztes gehört – und es klang sehr plausibel. Und verdammt realistisch. Ich hab da wenig Hoffnung, dass es doch eine OP geben kann, die die Tatsachen nochmal ändert.
Hoffnung hab ich aber anderweitig: Dass ich Dinge ändern kann. Dass ich einen Gott habe, der eh alles ändern kann. Ich bin in dieses Jahr gestartet mit dem Motto: Ich will deine Wunder sehen, Gott. Und ich will diese Hoffnung nicht los lassen: Mein Gott kann Wunder tun. Große und kleine.
Und:
Ich habe Entscheidungen getroffen.
Ich will leben – leichter, aufrechter, hoffnungsvoller.
Nicht perfekt. Nicht planbar.
Aber in Bewegung.
Denn stehenbleiben ist keine Option.
Nicht mit diesem Knie.
Nicht mit diesem Herzen.
Nicht mit diesem Gott.
10 Responses
Liebe Martina, Dein Samstagsplausch ist sehr intensiv. Das mit Deinem Knie ist dramatisch. Aber Du nimmst uns auch noch mit hinein was die Situation mit Dir innerlich macht. Vielen Dank für Deine Offenheit. Und was mir an allerbesten gefällt ist das Dein Text nicht mit Hoffnungslosigkeit endet , sondern darauf verweist das wir wissen zu wem wir uns wenden können wenn wir mal nicht weiter wissen.
Danke, liebe Uschi, für deinen lieben Kommentar. Ohne die Hilfe von oben würde ich vermutlich verzweifeln und deshalb ist es mir wichtig, auch davon zu erzählen.
Das mit dem Knie kommt mir bekannt vor. Nicht aufgeben ist auch meine Devise. Ich bin in einem ähnlichem Dilemma.
Und ja so ungefähr kommt es auch mit meinem Gefühlschaos hin. Ich ging mit der Aussage des Arztes – übrigens A..l… hoch drei aus der Praxis „ist eine Indikation für eine OP aber sie sind zu fett – ja hat er wirklich so gesagt. aus der Praxis. Ich gehe zwischenzeitlich meinen eigenen Weg mit Erfolg. Bei mir kam noch eine dicke Venenentzündung dazu. Noch lange nicht schmerzfrei und auch das Gewicht na ja…. auch daran arbeite ich gerade. Gehe jeden Tag ins Freibad schwimmen und esse keinen Zucker und Weissmehl und keine Süßigkeiten und Co.
Ich habe auf Instagram einen ganz tollen Physiotherapeuten entdeckt, welcher sich auf Knie und Gewicht spezialisiert hat such mal Volker Speck. Er macht auch Onlinekurse und Infos – vieles ist auch kostenfrei. Hat tolle Übungen für das Knie.
Er sagt, dass es auch bei Meniskusproblemen nicht zu einer OP kommen muss. Und was ganz wichtig ist nicht nur abnehmen sondern eben die Knie- und Beinmuskulatur aufbauen.
Falls Du noch was wissen willst schreib mir gerne eine E-Mail.
Ja die Hoffnung nicht aufgeben. Irgendwann muss ich aber nochmals zu einem Facharzt brauche ein Update wie der aktuelle Stand ist. Aber ich und Schulmedizin nicht so mein Ding weil kein Vertrauen da.
Ich hab mir in der Homöopathie Unterstützung genommen sowie nehme ein Kollagenpulver – hier bitte unbedingt darauf achten dass alle drei Typen vertreten sind und ich brauch nur noch ganz selten Ibu.
Wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüße
Ursula
Liebe Ursula,
ganz herzlichen Dank für deinen ausführlichen und lieben Kommentar. Das klingt wirklich sehr spannend und interessant. Ich werd mich mal kundig machen bezüglich dieses Volker Speck und gerne nehme ich dein angebot an und schreib dir mal persönlich.
Liebe Grüße und dir auch alles Gute. Vor allem für die Gesundheit, aber auch für den ganzen Rest
Martina
Liebe Martina!
Die lieben Knochen und Gelenke werden mit uns älter, aber leider nicht besser.
Knie kenne ich, bei mir ist es nicht so schlimm, aber ich habe eine Freundin die inzwischen nicht nur ein neues Knie, sondern auch eine Seite der Hüfte ersetzt bekommen hat. Am Knie war das die dritte OP sie hatte erst die weniger invasive OP gewählt, diese lange aufgeschoben und dann musste nochmal nachoperiert werden … Lange Rede kurzer Sinn nach jahrelangem rumdoktern kam es dann doch zum Gelenkersatz. Alles nicht schön und sie hat gesagt, hätte sie gewusst, wie es ausgeht hätte sie sich gleich für den größeren Eingriff entschieden, aber was weiß man. Zeitmessung ist trotzdem gut, auch die Erfahrung des Operateurs und die Hygiene des Krankenhauses ist nicht minder wichtig. Lieber zuviel Info sammeln, als später unter Druck den vermeintlich einfacheren Weg einschlagen, weil die Klinik vor Ort, aber weniger erfahren ist.
Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass die Info ganz umsonst in der Ecke verkommt und du sie später nicht brauchst. Ansonsten kann ich dir auch den ein oder anderen Ernährungstipp geben, wenn du magst, kannst du gerne Kontakt aufnehmen. Es gibt ja auch die berühmte 16/8 Diät in der du innerhalb von 8 Stunden fast alles essen kannst und dann 16 Stunden. Bei manchen funktionieren 3 Mahlzeiten bei anderen 4, das ist ganz abhängig davon wie dein Körper darauf reagiert. Manche schaffen es auch damit eine Mahlzeit mit Proteinshakes zu ersetzen, aber da gut informieren. Ansonsten Proteine im Auge behalten, Zucker- und auch Salzkonsum genauso.
Klasse Rezepte und Inspirationen findest du auch auf der Internetseite des NDR bei den Ernährungsdocs.
Toi, toi, toi…
KI … ohne Worte es sollte nicht Zeitmessung heißen, sondern Zweitmeinung.
Was ich vergessen habe, frag mal bei deiner Krankenkasse nach, viele bieten inzwischen kostenlose Ernährungsberatung an.
Ach du je! Aufgeben gilt eben nicht. Es muss ja einen Weg geben! Eine zweite Meinung ist sicherlich nicht verkehrt, aber dein Plan leichter zu werden und dein Knie zu entlasten ist schon ein mega Anfang. Ich drücke dir die Daumen.
Andrea
Liebe Martina,
*ich wünsche dir dass du Gottes Wunder an deinem Körper erlebst und Hoffnung schöpfen darfst.
*Ich wünsche dir Weisheit bei deinen Entscheidungen.
*Ich wünsche dir die Kraft und den Mut anzugehen was in deiner Hand liegt und
*Ich wünsche dir immer den Blick für den nächsten Schritt…nicht den übernächsten.
Bin in Gedanken und beim beten mit dir – fühl dich umarmt
Carmen
Herzlichen Dank, liebe Carmen, für deine WÜnsche und dein Gebet. Das kann ich wirklich gut gebrauchen.
Liebe Grüße Martina