6. Dezember 2025

Heute ist der 6. Dezember 2025 und damit NIkolaustag

Nikolaus

Woran denken wir an diesem Tag?
Nikolaustag.
Strahlende Kinderaugen.
Geschenke.
Gedichte.

Ich mag die rotgekleideten Männer nicht,
die an diesem Tag in den Straßen zu sehen sind
– in Kaufhäusern, Kindergärten, Schulen.

Sie verteilen Geschenke
und tun so,
als wüssten sie Bescheid –
über Verfehlungen.

Für mich hat das wenig zu tun
mit der eigentlichen Geschichte.

Ich mag diese Art von Verkleidung nicht.
Zu viel Schindluder wurde damit getrieben
im Laufe der Jahre.

Aber was sagt mir dann dieser Tag?
Vergesse ich ihn einfach?
Oder kann ich etwas lernen?

Nikolaus war Bischof
in Myra,
in der heutigen Türkei.

Man sagt ihm Wunder nach.
Und man erzählt,
dass er junge Frauen unterstützte,
die sonst nicht hätten heiraten können.
Weil ihnen die Mitgift fehlte.

Was hat das mit mir zu tun?

Vielleicht kann ich mir diesen Mann
zum Vorbild nehmen.
Ein Vorbild in Sachen Großzügigkeit:
zu geben, ohne sich erkennen zu geben.

Ein Vorbild darin,
zu unterstützen, wo ich kann.
Und auch ein Vorbild darin, Gott zu vertrauen –
dass er Dinge wenden kann.

Vielleicht auch ein Vorbild im Beten.

Eines weiß ich:
Nikolaus hin oder her –
ich will großzügig sein.
Nicht nur ab und zu,
sondern als Lebensstil.

Das heißt nicht,
dass ich ständig Dinge verschenke.
Aber ich möchte nicht klammern.
Nicht geizig sein.

Ich will mit meiner Zeit
und meinem Besitz anders umgehen.
Freigebig –
statt knauserig.

Und ich will vertrauen.
Auf Gott.
Und seine Versorgung.
Für mich.

Vielleicht ist das
der eigentliche Nikolaus:
Nicht der Mann mit dem Sack –
sondern der Impuls zur Großzügigkeit.
Gott vertrauen.
Vorräte teilen.
Und Raum für Wunder schaffen.

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