7. Dezember 2025

Heute am 7. Dezember 2025 geht es um die
🕯 Stille

Hast du Angst vor Stille?
Stille kann lasten,
schwer sein,
bedrücken.

Stille kann Zeichen sein
von Einsamkeit,
Alleinsein,
von Hoffnungslosigkeit.

Sie kann entstehen aus
Depression und Traurigkeit,
aus Sprachlosigkeit –
aus tiefster Seelennacht.

Doch Stille kann auch
laut schreien,
gefüllt sein,
vertrauensvoll warten.

Stille kann uns
hinführen
zu dem im Leben,
was wesentlich ist.

Stille ist nicht
an sich böse,
nicht von sich aus
drückend und schwer.

Es liegt an uns,
wie wir sie erleben –
wie wir sie füllen
oder füllen lassen.

Stille bietet die große
Chance zu hören,
was sonst im Trubel
untergeht und verhallt:

das Sehnen meines Herzens,
den leisen Ruf Gottes,
den Chor der Engel,
meine längst verlorene Hoffnung.

Traust du dich,
still zu werden –
oder fürchtest du
die Schatten deiner Seele?

Öffne das Tor.
Werde still –
und sei es nur
für fünf Minuten.

Und dann lausche.
Hör hin.
Vielleicht redet Gott
genau jetzt zu dir.

Ich ermutige dich, es auszuprobieren.
Nimm dir Raum – mitten in Hektik und Trubel.
Setz dich hin.
Zünde eine Kerze an, wenn du magst.

Schalte den Lärm aus:
Handy stumm,
Musik aus,
Radio aus.

Und dann sitz einfach da –
und tue nichts.

Werde ruhig.
Lausche der Stille.
Und erwarte,
dass sie lauter reden kann
als alles um dich herum.

Manchmal braucht es Übung.
Oft reden unsere Gedanken weiter,
wenn alles andere verstummt.

Aber wenn du es schaffst,
auch sie zur Ruhe zu bringen –
dann…
dann kann Gott hineinreden

in dein Herz,
in deine Umstände,
in deine Sehnsucht.

Vielleicht versuchst du das
in diesem Advent mehr als einmal –
denn Stille will geübt sein,
ehe sie reden kann.

Ich wünsche dir viele stille Minuten,
in denen du zu dir
und zu Gott finden kannst.

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