Kuchen, Katzen, Chaos – alles anders als gedacht

Schon wieder Samstag. Das Jahr rast schon gleich am Anfang. Diese Woche war voll, anders als gedacht, mit vielen schönen, aber auch schweren Momenten. Deshalb gibt es heute einen Samstagsplausch über kleine Feiern, Schreibmomente und Tage, die einfach zu voll waren. Und ich verlinke ihn wie immer gerne mit Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.

Ein Geburtstag im kleinen Kreis

Der Geburtstag meines Mannes war in diesem Jahr anders als geplant.
Wegen seiner hartnäckigen Bindehautentzündung mussten wir auf Gäste verzichten – kein großes Feiern, kein Besuch, keine große Runde am Tisch. Und trotzdem: Wir haben es uns schön gemacht. Gespielt haben wir „In Achtzig Tagen um die Welt“ und „Azul“.

Es gab Kuchen, Raclette, Spiele und dieses besondere Gefühl von Gemeinschaft, das auch dann da ist, wenn man „nur“ als kleine Teilfamilie zusammensitzt. Dazu ein paar liebe Anrufe, nette Nachrichten – und die Erkenntnis: Feiern geht auch leise. Vielleicht sogar besonders ehrlich.

Vom Kuchen, der zu wenig gegessen wurde

Ich habe noch einen Kuchen für die Arbeit meines Mannes gebacken. Mit Liebe, mit Zeit, mit dem Gedanken: Das freut die Kollegen bestimmt.
Tja. Hat es offenbar nur sehr begrenzt.

Sie haben nicht einmal so viel gegessen, wie wir zu viert bei einem gemütlichen Kuchenessen verputzt hätten. Das war ehrlich gesagt richtig schade. Die Reste habe ich dann mit in den Hauskreis genommen – aber auch dort blieb erstaunlich viel übrig.

Dafür entstand etwas anderes, das mindestens genauso nötig war: ein echter Quatschkreis. Kein frommes Programm, kein Abhaken, sondern ehrliches Erzählen darüber, wie es uns gerade wirklich geht. Das tat gut. Und vielleicht war genau das der eigentliche „Kuchen“ des Abends.

12 von 12 – und tatsächlich dran gedacht

Am Montag war wieder 12 von 12, und ich habe teilgenommen.
Ich habe mir extra am Handy Wecker gestellt, damit ich das Fotografieren nicht vergesse – und siehe da: Es hat funktioniert.

👉 Den Blogpost findest du hier: 12 von 12 im Januar 2026

Dienstag: Schreiben, Konflikte und kleine Textschätze

Am Dienstag war endlich wieder Schreibtreffen – und das war richtig, richtig gut.
Das Thema: interner Konflikt. Gewünscht von einer Teilnehmerin – und offenbar genau zur richtigen Zeit.

Es sind kleine Textkleinode entstanden, Schnipsel, die glitzern, weil sie wahr sind. Unfertig vielleicht, aber lebendig. Solche Abende erinnern mich immer wieder daran, warum ich diese Kurse liebe.

👉 Wenn du auch Lust auf Schreiben mit Tiefe, Austausch und Raum hast: Der Dienstagabendkurs läuft weiter – du bist herzlich willkommen. Einstieg ist jederzeit möglich.

Lesung und Video

Und dann möchte ich schon mal meine Lesung ankündigen. Am 31.Januar 2026 ist es soweit. DIe erste Ansgar-Lesung des neuen Jahres. Im Rothüscafe in Kiechlinsbergen. Aber sieh selbst. Ich hab ein Video erstellt. EIn langes, extra für euch und ein kürzeres, das man demnächst noch auf insta und facebook sehen kann. Viel Spaß dabei:


Frühstück, Freundschaft und eine gerettete Szene

Der Mittwoch gehörte einer Freundin – und einem ausgiebigen Frühstück.
Wir haben geschwätzt, gelacht, gequatscht, als hätten wir uns ewig nicht gesehen. Dabei waren wir schon am Montag im Hauskreis zusammen. Zum Abschluss noch ein Spaziergang durch die Innenstadt. Einfach schön. Solche Vormittage tun einfach gut und machen gute Laune.

Am Nachmittag habe ich dann noch am Manuskript gearbeitet – und tatsächlich eine Szene gerettet, die mein Schreibprogramm aus mir völlig unerfindlichen Gründen nicht gespeichert hatte. Herzklopfen, Suchen, Finden. Gerettet. Manchmal fühlt sich Schreiben auch ein bisschen wie Archäologie an. Und ich bin so dankbar, dass diese „Arbeit eines Vormittages“ nicht endgültig sang- und klanglos untergegangen ist. Das hätte mich sehr geärgert, zumal es eine wirklich wichtige Szene gewesen ist und eine Rekonstruktion der Überarbeitung wirklich schwierig geworden wäre.

Tierarzt, Katzenstress und große Umzugspläne

Donnerstag war Homeoffice-Tag für meinen Mann. Das mag ich, weil ich ihm dann „zufällig“ im Flur begegnen kann, mir einen Kuss stibitzen darf und wir sogar gemeinsam Mittagessen können.
Meine Tochter und ich hatten vormittags einen Tierarzttermin mit ihrer Katze, die auf Autofahrten jedes Mal halb stirbt – zumindest gefühlt.

Wir haben beschlossen: Das müssen wir üben.
Denn im Sommer steht der große Umzug meiner Tochter an, und die Katzen müssen dann zehn Stunden Autofahrt überstehen. Zehn. Stunden.
Also: Training statt Verdrängen.

Tischgruppe, Überwindung – und ein gesegneter Abend

Am Abend war dann noch Tischgruppe.
Ich war – wie so oft – sehr knapp dran. Müde. Unaufgerafft. Kurz davor, es sein zu lassen.

Und dann wurde es ein richtig schöner Abend. Mit prophetischen Eindrücken, mit Worten, die getragen haben, mit Bestätigung. Wieder einmal dieser Moment: Das Dranbleiben und Aufraffen und Losfahren war schwer – das Dortsein ein Geschenk.
Kennst du das auch? Mir geht das ganz oft so.
Und deshalb versuche ich dranzubleiben und zu gehen, selbst wenn ich müde bin, weil meistens lohnt es sich, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Freitag: Früh, tief und zu viel auf einmal

Der Freitag war… intensiv.
Sehr früh aufgestanden – um 4:20 Uhr. Bibellese noch vor dem Autofahren, bevor ich meine Tochter zum Frühdienst gebracht habe. Danach weiter an meinen Bibelschulaufgaben.

Gegen neun Uhr dann ein Anruf einer Freundin, die Rat brauchte. Mein Plan war voll – und trotzdem habe ich mir Zeit genommen. Das Gespräch war nicht leicht, aber lang und wertvoll.

Kurz danach kam der Anruf aus dem Altenheim:
Meiner Mama geht es körperlich sehr schlecht. Sie ist bettlägerig, braucht eine Dekubitusmatratze, ist so schwach, dass sie nicht einmal an der Bettkante sitzen kann.

500 Kilometer Entfernung.
Der Wunsch, da zu sein.
Die Realität: Es ist ein logistisches und emotionales Schwergewicht.

Das war der Punkt, an dem mein System gesagt hat: Stopp.
Ich habe mich hingelegt. Das Manuskript für diesen Tag ad acta gelegt.
Manchmal geht Selbstfürsorge vor. Und hier musste ich mich erstmal darum kümmern, nicht selbst zusammenzuklappen. Also habe ich einen ausführlichen Mittagsschlaf eingelegt. Danach ging es mir schon viel besser. Und die Entscheidung, ob und wie und wann ich fahre habe ich vertagt aufs Wochenende und ein Gespräch mit meinem Mann, der mir in solchen Dingen immer ein guter Ratgeber ist.

Am Abend kam die Freundin noch zu Besuch. Meine Aufgabe war Trost und Beistand – und das habe ich gern gegeben. Manche Tage bestehen weniger aus To-dos und mehr aus Da-sein. Und das ist wichtig.

Heute: Kursstart & Vorfreude

Heute ist Encouraged Writing Starttermin – der Schnupperkurs zu meinen Encouraged Writing Kursen, da kann man mich, meine Methode und mein Programm kennenlernen und mal unverbindlich reinschauen. Ich freue mich sehr auf zwei kleine, schnuckelige Kursstunden.
Schreiben, Ermutigung, Raum.

👉 Der nächste Termin ist am 7.2. von 16–18 Uhr – falls du dabei sein möchtest.

Mehr zu meinen Kursen findest du unter: Encouraged Writing Angebote

Encouraged Writing heißt übrigens: erMUTigtes Schreiben und es geht darum Mut und Freude am texten, erfinden und Geschichten schreiben zu finden, in einem Raum, der neues Selbstvertrauen in die eigenen kreativen Fähigkeiten schenkt. Du bist herzlich willkommen.

So, für heute beende ich den Samstagsplausch und wünsche dir eine wunderbare Woche. Sei gesegnet.

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