Arzttermine, Alltagschaos, Notaufnahme

Diese Woche erzähle ich euch von den kleinen Alltagsdingen, die meine Zeit fressen und davon, wie eine lange Woche mit einer noch längeren Nacht endete. Und wie immer verlinke ich mit karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer.

Bestellungen

Anfang der Woche gab es gleich mehrere Dinge, die ich bestellen wollte. Ein Geschenk für eine Freundin. Sie hatte mich am Montag Abend zu ihrem 60. Geburtstag eingeladen und ich hatte sie gefragt, was sie sich wünscht. Die Antwort kam prompt: Bücher, aber keine Fantasy, lach. Gerne autobiographische Romane von christlichen Frauen. Da fielen mir gleich mehrere Frauen und passende Bücher ein und ich machte mich auf die Suche, wo ich dieso finden könnte. Einige der Bücher sind nur noch gebraucht zu erhalten, andere sind gerade erst neu erschienen und so hab ich also an zwei Stellen meine Bücher bestellt.

Dann gab es noch eine zweite Bestellung, die ich nun schon einige Wochen vor mir hergeschoben hatte und zwar die Bestellung der Lesezeichen für Wolkenstein, mein zweites Buch der Ansgar von Briant Reihe. Den Entwurf der Coverdesignerin für das Lesezeichen hatte ich schon länger, aber irgendwie konnte ich mich nicht aufraffen.

Denn vor der Bestellung musste ich noch herausfinden, welche Qualität, Papierstärke und so weiter meine alten Lesezeichen hatten, denn die neuen sollen natürlich dazu passen. Das, was in meiner Vorstellung eine schwierige Detektivarbeit war, stellte sich als erstaunlich einfach heraus. Ich fand die alten Mails der Druckerei und dort ohne Probleme den Hinweis auf die Qualitätsmerkmale der Lesezeichen.

Die Bestellung war damit easy, ich wählte die gleiche Druckerei, damit auch die Maße und die restliche Ausstattung gleich bleiben konnte, suchte das passende Lesezeichen, wählte 350 g als Papierstärke und matte Laminierung aus und entschied, dass ich fürs Erste 250 Stück bestellen wollte. Auch das Hochladen der Designdatei funktionierte reibungslos und so sind die Lesezeichen inzwischen auf dem Weg zu mir, ebenso wie die Bücher.

Führerschein-Umtausch

Auch der behördlich verlangte Führerscheintausch beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Erst dieses lästige, finde mal heraus, wann dein Führerschein umgetauscht werden muss. Welches Jahr ist er ausgestellt, in welchem Jahr muss man ihn dann also gegen einen EU-Führerschein umtauschen? Na gut, jetzt bin ich also dran. Bis zum 19. Januar 2027 muss ich gezwungenermaßen meine alte Scheckkarte gegen eine neue tauschen.

Dabei sehe ich nicht, warum das überhaupt nötig sein soll. Meine Karte ist noch völlig intakt und ob der neue nun wirklich fälschungssicherer ist? Na vielleicht, aber im großen und ganzen empfinde ich das mal wieder als behördliche Schikane, mit der Einnahmen generiert werden sollen. Man kann das ganze zwar auch auf dem Postweg lösen, aber irgendwie war mir die Anleitung, was ich alles beilegen muss zu kompliziert, also dachte ich, die Führerscheinstelle ist in Laufweite, ich mache einen Termin aus. Aber allein das war eine logistische Herausforderung, ich musste mich durch mehrere Seiten klicken, Formblätter ausfüllen und konnte am Ende aus sage und schreibe zehn Terminen am gleichen Tag auswählen. Sprich Uhrzeit war meine Entscheidung, einen anderen Tag konnte ich nicht wählen, schnauf.

Aber damit nicht genug, mitten im Mittagsschlaf bekam ich dann einen Anruf, unbekannte Nummer aber aus meinem Ort. Leider war ich nicht schnell genug am Telefon und zurückrufen ging nicht: „Wir sind bis auf Weiteres telefonisch nicht zu erreichen!“ Na toll. Mit Nachforschen fand ich heraus: Das war die Führerscheinstelle. Was wollten die jetzt von mir?

Es kam dann noch eine Mail, ich könne das auch per Post erledigen oder im Haus an der Rezeption einfach abgeben. Die wollen partout nicht, dass ich das mit Termin erledige. Mal gucken, ob ich ihnen den Gefallen tue. Alles in allem nervt es jedenfalls gewaltig. Vor allem das biometrische Foto, dass man ja auch noch machen lassen muss. Und die Kosten und die Tatsache, dass das ab nun alle 15 Jahre erneuert werden muss. Auch wenn es nur um das Dokument und nicht um die Fahrerlaubnis an sich geht, ist das alles in allem doch ziemlich lästig. Okay, vermutlich brauche ich nur noch eine Erneuerung…. oder maximal 2 …. trotzdem….

Arzttermine vereinbaren ist eine Kunst

Noch etwas, das ich schon länger vor mir hergeschoben hatte, wollte ich diese Woche erneut angehen: Arzttermine vereinbaren. Ich weiß nicht, wie es dir damit geht, ich hasse diese Kleinigkeit wie die Pest, denn meistens stellt sich heraus, dass es nicht so einfach ist, wie gedacht. So auch diesmal.

Ich brauchte drei Facharzttermine. Beim ersten konnte man immerhin ganz normal anrufen. Aber natürlich war besetzt. Nachdem ich binnen weniger Minuten bereits 15-mal auf den Wahlwiederholungsknopf gedrückt hatte, war ich schon zum ersten Mal genervt.

Schließlich kam ich dann doch durch, hing dann aber längere Zeit in der Warteschleife mit sehr energetischer Musik und der regelmäßigen Ansage, das alle Gesprächsplätze gerade belegt seien. Als ich mich endlich dazu aufraffte, nebenher etwas anderes zu erledigen, kam ich natürlich dran und musste meine Tätigkeit mittendrin unterbrechen.

War ja zu erwarten. Immerhin bekam ich dann erstaunlich unkompliziert und zeitnah meinen Termin.


Die zweite Anfrage betraf einen Hautarzttermin und das ist hier in der Gegend besonders schwierig: Die meisten Hautärzte nehmen nur Privatversicherte oder Selbstzahler und ich bin weder das eine, noch das andere. Und so hab ich schon seit ich hier wohne keinen Hautarzt mehr, obwohl ich ihn wegen meiner empfindlichen Haut dringend bräuchte, und das ist die nächste Hürde, denn neue Patienten nimmt dann sowieso fast keiner. Aber mit KI fand ich dann tatsächlich eine Praxis, die zumindest angab auch gesetzlich versicherte Patienten zu behandeln und sie war sogar in erreichbarer Nähe und nicht in Freiburg. Bis dort braucht man nämlich immerhin fast eine Stunde Fahrzeit und das finde ich für einen Arzttermin schon recht weit.


Hier war nun Terminvereinbarung in digitaler Form gefragt. Nach dem ich die obligatorischen Fragen beantwortet hatte (Versicherungsstatus und die Frage, ob ich schon mal in der Praxis war) ging es weiter. Ich durfte tatsächlich einen Termin auswählen und meine Daten wie Mailadresse etc. hinterlassen. Der Termin ist etwas mehr als vier Wochen entfernt und somit ganz akzeptabel. Und vor allem: Ich hab nach 13 Jahren endlich einen Hautarzt gefunden. Das ist schon einen JUUUUUBEL wert!

Beim dritten, meinem Orthopäden, fand ich es noch schwieriger. Erst eine lange Liste an Fragen ausfüllen und dann kann man am Ende nicht mal zu einer Terminauswahl. Man konnte nur sagen, welcher Wochentag einem besser gefällt, aber da ich keinen präferierten Tag habe, konnte ich da nichts ausfüllen…. auf meine unregelmäßigen Termine kann so ein Programm halt keine Rücksicht nehmen. Dann bekam ich erst eine Anfrage, dass die Termine schon im Dezember/Januar seien und ob ich trotzdem einen wolle. Auf meine Bestätigung, dass der Grund deshalb nicht hinfällig sei, bekam ich dann endlich einen Terminvorschlag, den ich dann noch bestätigen musste. Immerhin liegt er nicht im Januar, sondern noch in der ersten Hälfte des Dezembers. Bin ich froh, dass ich keine akuten Beschwerden habe.
Alles in allem hat die Vereinbarung dieser drei Termine meinen halben Vormittag gefressen und danach war ich so geschafft, dass ich erstmal Pause brauchte.

Lesungen und andere Kleinigkeiten

Außerdem habe ich mich diese Woche um Lesungsorte bemüht. Zwei weitere haben zugesagt, da stehe ich nun in Terminverhandlungen. Bisher ist nur der Ort klar und ein grobes Zeitfenster: Winter bis Frühjahr.
Das gilt für beide Locations, aber immerhin weiß ich nun, dass dort etwas stattfinden kann.

Für die erste Lesung, die schon terminiert ist, musste ich heute Informationen und Cover liefern, damit die Werbung anlaufen kann. Ich freu mich schon sehr. Wenn du Lust hast, bei einer Lesung dabei zu sein, hier schon einmal die ersten Termine:

Lesung aus „Ansgar von Briant – Wolkenstein“


21. November 2026 – 13 Uhr

im Café Kirche in der alten Feuerwache, Lörrach
zwischen Burghof und Stadtkirche

und am 27.November 2026

s’Rothüs Café, Herrenstraße 19, 79346 Endingen am Kaiserstuhl

Und es wird wieder eine Lesung im Kirchbühl in Schönau geben, dort steht der Termin aber noch nicht fest.

Das und weitere Termine werde ich natürlich bekannt geben, sobald sie feststehen.

Eine lange Woche endet mit einer noch längeren Nacht

Und dann kam es, wie es offenbar kommen musste: Ich wurde krank. Husten, erhöhte Temperatur, ein unangenehmer Druck auf der Brust und vor allem das Gefühl, beim kleinsten bisschen Anstrengung schon außer Atem zu sein.

Am Donnerstagabend war ich deshalb beim ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Ärztin hörte meine Lunge ab, maß die Sauerstoffsättigung und befand, dass ich wohl einen Atemwegsinfekt hätte. Also ging ich wieder nach Hause.

Aber so richtig wohl war mir nicht. Die Beschwerden blieben, und ich konnte mir nicht erklären, weshalb mir das Atmen so schwerfiel. Am Freitagabend machte ich schließlich noch einmal die Online-Einschätzung der 116117. Und die war ziemlich eindeutig: Ich sollte die Beschwerden dringend ärztlich abklären lassen.

Also machte ich mich auf den Weg in die Notaufnahme.

Dort erwartete mich erst einmal eine lange Wartezeit. Weil ich hustete, bekam ich eine FFP2-Maske verpasst, unter der mir das Atmen noch schwerer fiel. Und dann saß ich im Foyer und wartete. Und wartete.

Immerhin gab es ein recht unterhaltsames Begleitprogramm: Ein älterer Herr im Rollstuhl unterhielt sich lautstark mit seiner Enkelin. Er sprach Alemannisch, weshalb ich als Zugezogene nur die Hälfte verstand. Und zwischendurch fing er immer wieder an zu singen. Offenbar erinnerte ihn irgendein Wort aus seinem Gespräch an eine Liedzeile, die er dann kurzerhand zum Besten gab. Lach. Das war ja ganz nett, aber nach einer Weile hätte ich mir doch sehr einen Ausschalter gewünscht.

Irgendwann kam ich dann endlich dran. Es folgten Blutabnahmen, EKG, Ultraschall, Röntgen und weitere Blutuntersuchungen. Und dann wieder warten. Immerhin hatte ich eine wirklich nette Ärztin erwischt, die mich gründlich untersuchte und meine Beschwerden ernst nahm.

Und selbst in der Notaufnahme ergab sich noch eine Gelegenheit, über meine Bücher zu sprechen. Eine Krankenschwester fragte mich nämlich, was ich beruflich mache. Als ich erzählte, dass ich Fantasyautorin bin, wurde sie neugierig, googelte mich gleich und interessierte sich für meine Bücher. Und wie ich später mitbekam, hatte sie auch schon ihren Kolleginnen davon erzählt. So kann man also sogar mitten in der Nacht auf einer Krankenhausliege neue potenzielle Leser gewinnen. Das war nun wirklich nicht geplant! Lach.

Am frühen Samstagmorgen durfte ich schließlich wieder nach Hause. Die gute Nachricht: Bei den Untersuchungen wurde nichts akut Lebensbedrohliches festgestellt. Die schlechte Nachricht: Woher die Beschwerden tatsächlich kommen, konnte man nicht herausfinden. Nun stehen weitere Untersuchungen und Gespräche mit dem Hausarzt an. Als hätte ich diese Woche nicht schon genug mit Arztterminen zu tun gehabt!

Und nun?

Nun sitze ich also hier, ziemlich müde nach einer beinahe durchwachten Nacht, und versuche, diesen Samstagsplausch noch fertigzustellen. Eigentlich hatte ich für heute ganz andere Pläne. Aber manchmal kommt es eben anders.

Ich hoffe jedenfalls, dass deine Woche etwas weniger turbulent war und du ein schönes, erholsames Wochenende vor dir hast.

Bleib gesund und lass es dir gut gehen! Und Gott mit dir in allem, was du tust.

Liebe Grüße
Martina



Ähnliche Beiträge

Ein Kommentar

  1. Oh je du Arme. Führerschein und Arzttermine und Notaufnahme. Ich denken nächstes Jahr wird es nicht besser mit den Arztterminen und wir werden mehr selbst bezahlen müssen. Zum Glück muss ich nicht regelmässig zum Arzt und bin in Rente so dass ich wegen einer Krankmeldung nicht zum Arzt muss. Beim Orthopäden im Sommer hatte Glück und konnte innerhalb 1 Woche kommen wegen Schmerzen.
    Zum Glück wurdest du in der Notaufnehme ernst genommen.

    Wünsche dir gut Erholulng und ein schönes Wochenende.
    Ursula

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert