Die Familie von Briant – Ansgars Herkunft

Heute will ich euch die Familie von Briant vorstellen. Denn Figuren entstehen nicht im luftleeren Raum. Ansgars Herkunft prägt seine ganze Geschichte.
Hinter jedem Menschen steht eine Familie, eine Herkunft, ein Ort, an dem man gelernt hat, wer man ist. Werte werden weitergegeben, Erwartungen gestellt, Entscheidungen geprägt.
Das gilt nicht nur für uns persönlich, sondern auch für die Figuren in einem Roman.
Ich selbst bin zum Beispiel Einzelkind, habe jetzt aber selbst eine große Familie mit vier Kindern. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Familie prägt. Meine Erinnerungen, meine Gedanken, meine Entscheidungen und Handlungen, sie haben häufig ihren Ursprung in den Erfahrungen aus meiner Ursprungsfamilie.
Auch Ansgars Geschichte beginnt nicht erst mit seinen Abenteuern.
Sie beginnt in seiner Familie.
Wer meinen Roman liest, begegnet deshalb nicht nur einem Ritter auf seinem Weg durch das Reich Eloan – sondern auch den Menschen, die ihn geprägt haben.
Das Haus von Briant
Die Familie von Briant gehört zu den alten Adelsgeschlechtern im Reich Eloan. Auch Arnward von Briant war bereits ein Freund des Königshauses zu Eloan und hat die Burg zu Briant und den ganzen Landstrich als Lehen von Wolfram von Eloan, dem Vater des jetzigen Königs Wolfhard erhalten.
Mit dem Namen „von Briant“ verbinden sich Dinge wie Pflicht, Ehre und Loyalität. Ein Haus wie Briant trägt Verantwortung – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen, die unter seinem Schutz leben und für das ganze Königreich.
Auf einer Burg wie Briant ist das Leben niemals nur privat.
Familie, Dienstleute, Verwalter und Handwerker gehören alle zu diesem kleinen Kosmos.
Und genau dort beginnt auch Ansgars Geschichte.
Ansgar von Briant
Ansgar ist Ritter – aber vor allem ist er ein Mensch, der mit seiner eigenen Verantwortung ringt. Und außerdem ist er Sohn dieses Geschlechts, das von jeher nahe mit den Königen des Landes verbunden ist.
Als ältester Sohn Arnward von Briants trägt er die Erwartungen seines Hauses, die Verantwortung für andere und die Last seiner eigenen Entscheidungen. Immer wieder steht er zwischen Pflicht und Herz. Als Sechsjähriger wird er bereits in die Obhut des Königshauses gegeben, um an der Seite von Wolfhard aufzuwachsen und erst als Page, dann als Knappe zu dienen und zum Ritter erzogen zu werden. Das ist ein Privileg in seiner Welt.
Allein diese Entscheidung beeinflusst viel: Er verbringt mehr Zeit mit Wolfhard oder Katharina von Eloan als mit seinen eigenen Geschwistern, Bernward und Sophia. Nur zu hohen Festtagen kehrt er zu seiner Familie zurück oder diese besucht ihn in Eloans Königsburg.
Gerade diese Spannung prägt seinen Weg durch die Geschichte.
Kurz noch ein Exkurs: Ansgar ist für einen Ritter eher klein, aber er hat gelernt Größe und Kraft durch Technik und Schnelligkeit auszugleichen. So wird er zu einem geschickten und gefürchteten Kämpfer, der auch größere und stärkere Gegner besiegen kann.
Sophia von Briant
Sophia ist Ansgars jüngere Schwester, gerade 18 Lenze alt, als die Geschichte beginnt – und neben Katharina eine der stärksten Frauenfiguren der Geschichte.
Sie ist mutig, entschlossen und bereit, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Sie liebt Briant und alles, was damit verbunden ist, die Menschen, die Tiere, den Garten. Sie ist in dieser Burg aufgewachsen, kennt jeden mit Namen. Die Küche mit Almina ist oft Rückzugsort für sie gewesen. Mit der etwas drallen Köchin verbindet sie mehr als nur das Verhältnis zu einer Bediensteten.
Ansgars Geschick beeinflusst auch das von Sophia in starkem Maße. Sie muss im Roman ihre ganz eigenen Kämpfe ausfechten. Ihre Geschichte zeigt, dass Stärke viele Formen haben kann.
Bernward von Briant
Bernward ist der jüngere Bruder Ansgars. Zu Beginn von Band 1 ist er 16 Jahre alt und weilt auch bereits seit einigen Jahren nicht mehr in Briant. Er wurde zur Erziehung an den ramarischen Hof gegeben zu Eliard von Ramaria. Auch er wird ausgebildet Ritter zu sein, auch wenn er nach den Gepflogenheiten Briants nicht das Erbe des Vaters antreten wird, denn das gebührt seinem Bruder Ansgar.
In Band 1 erfährt man noch nicht so viel von Bernward, außer dass er eben als Knappe in Ramaria ausgebildet wird, doch im Verlauf von Band 2 wird seine Geschichte wichtiger. Seine Stellung am Hofe Eliards gewinnt Bedeutung und er wird zu einer Person mit vielen Facetten, die ich anfangs selbst nicht erwartet hatte. Er muss lernen, mutig und klug zu handeln und seine Beziehungen weise zu nutzen.
Im Laufe der Geschichte wächst er über sich hinaus.
Arnward von Briant
Er ist der Vater Ansgars und das Oberhaupt der Familie.
Sein Wort gilt in Briant. Seine Entscheidungen werden nicht hinterfragt. Er kann auch streng und unnahbar sein. Doch zum Glück steht er seiner Familie meist mit Liebe und Weisheit vor und ist nicht nur im Königreich gut angesehen.
Ansgar ist sein ganzer Stolz und zu sehen, wie er zu einem starken, verlässlichen Mann heranwächst, bedeutet ihm viel. Er tut alles, was in seiner Macht steht und der Kultur seines Volkes entspricht, um seinen Sohn zu fördern. Er vertraut ihm und ermutigt ihn, seinen Weg zu gehen.
Besonders freut er sich, dass er so die Verbindung zum Königshaus Eloans stärken kann und erleben darf, wie Ansgar ebenso ein Freund des neuen Königs wird, wie er einer des alten ist.
Einer seiner wichtigen Sätze, an die Ansgar sich im Laufe der Geschichte erinnert, ist der folgende: ›Wenn du nicht nach deinen Überzeugungen handelst, bist du nicht mehr als ein stumpfes Schwert!‹
Die Ereignisse um Ansgar beeinflussen auch Arnwards Leben und Schicksal zutiefst.
Clara – die Mutter
Keine Familie ist vollständig ohne die Mutter.
Clara von Briant ist eine Frau mit Herz und Würde. Sie hält die Familie zusammen und bewahrt eine innere Stärke, die nicht laut ist – aber spürbar.
Sie ist eine vielseitig begabte Frau. So leitet sie mit viel Liebe den Haushalt in Briant, sie stickt und näht für die Familie und sie kümmert sich um den Garten der Burg, in dem sie nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Heilkräuter und Obstbäume kultiviert. In ihrem Garten wachsen Zürgeldorn (aus dem Bögen und Nähnadeln hergestellt werden), Ritterheilklee (für Wunden und Verletzungen ein hilfreiches Kraut) und Nevender, den sie seines betörenden Duftes wegen besonders liebt.
Sie kennt sich mit Heilkunde aus und stellt eigene Salben und Tränke her, um die großen und kleinen Wehwechen der Burgbewohner zu lindern. Sie ist eine liebende Ehefrau und Mutter und nimmt regen Anteil an den Lebenswegen ihrer Kinder.
Viele Dinge, die Ansgar und seine Geschwister prägen, haben ihren Ursprung bei ihr.
Das Leben auf Burg Briant
Eine Burg besteht nicht nur aus Rittern und Adligen.
Zu Briant gehören auch viele Menschen, die das Leben dort möglich machen – Menschen, die in der Geschichte ebenfalls eine Rolle spielen.
Dazu gehören zum Beispiel:
Ruprecht von Tannenberg, der Vogt und Verwalter der Burg. Er ist der Onkel von Clemens von Tannenberg, der der neue Burgherr in Tannenberg ist. Ruprecht ist schon lange die treue Seele an der Seite des Burgherrn.
Er sorgt dafür, dass das Gut funktioniert und die Geschäfte des Hauses geordnet bleiben.
Seine Rolle wird im Laufe der Geschichte für manche aus dem Hause von Briant von entscheidender Wichtigkeit.
In den Ställen arbeiten Marc und Eric, zwei Stallburschen, die die Pferde versorgen. Auch sie sind nicht nur Staffage, sondern tragen ihren Teil bei zum Leben in der Burg bei.
In der Küche regiert Almina, die Köchin, die besonders für Sophia ein Hort und Halt ist und ihr immer einen Rückzugsort bietet. Auch Svea, eine junge Magd mit ihrem Baby, arbeitet in der Küche und ist Teil der Ereignisse in Briant.
Solche Figuren sind vielleicht keine Hauptpersonen – aber sie machen die Welt von Briant lebendig.
Eine Burg besteht nicht nur aus dem Burgherrn und seiner Familie, sondern ist eine Gemeinschaft über Stände hinweg.
Familie ist nicht immer einfach
Familie bedeutet Nähe, Vertrauen und Zusammenhalt.
Aber sie bedeutet auch Erwartungen, Verantwortung und manchmal Konflikte.
Gerade diese Spannungen machen Geschichten lebendig.
Denn sie zeigen, dass selbst in einer starken Familie nicht immer alles einfach ist.
Auch in Briant gibt es Entscheidungen, die schwer sind, und Wege, die nicht geradlinig verlaufen.
Warum Ansgars Familie wichtig ist
Wer meinen Roman liest, begegnet nicht nur Ansgar, sondern auch den Menschen, die ihn geprägt haben.
Seine Familie und die Bewohner der Burg zu Briant sind Teil der Geschichte – mit all ihren Stärken, ihren Wunden und ihrer Hoffnung. Und sie beeinflussen natürlich Ansgars Handlungen und Entscheidungen und damit auch den gesamten Fortgang des Romans.
Wenn du mehr über die Welt von Eloan und Ansgars Geschichte erfahren möchtest, kannst du hier weiter über den Roman lesen:
👉 Ansgar von Briant – Der Freund des Königs
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