Murphys Gesetz – Wenn ein Tag einfach nur eskaliert – Samstagsplausch 11/25

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren guten Samstagmorgen. Ich hoffe, ihr seid besser gestartet als ich. Beim Aufwachen hatte ich einen heftigen Tinnitus, es wird schon gerade etwas besser, aber nervig ist es immer noch. Und gestern war ohnehin der Katastrophentag schlechthin – Murphys Gesetz hat zugeschlagen. Für alle, die den Begriff nicht kennen: Murphy’s Law besagt, dass alles, was schiefgehen kann, irgendwann auch schiefgehen wird. Und genau so fühlte sich mein Tag gestern an.

Diesen Samstagsplausch verlinke ich auch wieder mit dem Karminrot-Blog und dem Karminroten Lesezimmer und wünsche euch jetzt viel Spaß beim Eintauchen in meinen Katastrophentag. Aber keine Angst, es gibt auch Lichtblicke.

Kennt ihr diese Tage, an denen einfach alles schiefläuft? Ich hatte gestern so einen – einen echten Katastrophentag, an dem Murphy’s Gesetz in Reinform eintraf. Angefangen hat alles mit einer nicht nur gefühlt ewigen Wartezeit im Krankenhaus: 4 Stunden in der chirurgischen Ambulanz im Rollstuhl herumzuhocken und dann noch ohne meine Hochlagerungsschiene, weil das echt unpraktisch gewesen wäre, das war schon echt eine Qual! Als ich dann endlich dran war, bekam ich eine Ärztin ab, die nicht gerade aufbauend mit mir sprach. Erst gab es eine blöde Bemerkung zum Duschen, die mir ein doofes Gefühl gab und dann noch die Mitteilung, dass die BG meinen Fall abgelehnt hat und das KKH deshalb nicht mehr zuständig ist, sie mir also keine Krankmeldung und kein Rezept und kein gar nichts mehr ausstellen kann. Okay dafür kann die Ärztin nichts. Aber ihre Oberlehrermäßige Belehrung darüber, was nun BG-Fall ist und was nicht, hat nicht gerade geholfen meine Laune zu heben. Frustriert und müde kam ich nach Hause – aber von Ruhe konnte keine Rede sein.

Alles läuft Schief – Murphys Gesetz ist gnadenlos

Murphys Gesetz ist nicht zu stoppen – das Unglück nimmt seinen Lauf

Nächstes Highlight: Fast-Sturz auf dem Klo. Ich war auf mich allein gestellt, das Knie machte nicht mit, ich musste zu dringend und plötzlich war da dieser Moment, in dem ich dachte: Okay, das war’s, ich kippe um. Zum Glück bin ich aufs Klo geplumpst, viel Platz ist da eh nicht – aber meine Nerven waren da schon am Anschlag. Und es sollte noch besser kommen.

Wasser im Bett verteilt? Check. Als wäre es nicht genug, dass ich ohnehin schon genug mit mir selbst zu tun hatte, entschied mein Getränk, sich über die Bettdecke zu ergießen. Und als Krönung des Chaos’ fiel mir die Brotdose herunter – ausgerechnet auf den Föhn, der sich natürlich direkt einschaltete. Der Föhn röhrte, ich kam nicht dran, und für einen Moment war ich mir sicher, dass ich in einer absurden Slapstick-Komödie gelandet war. Versteckte Kamera lässt grüßen, oder so.

Als wenn das noch nicht genug wäre

Als dann auch noch das Brennen beim Wasserlassen einsetzte, war ich endgültig durch. Blasenentzündung? Perfekt. Medikamente? Fehlanzeige. Na nicht ganz, aber irgendwie scheute ich mich, das eine Medikament auszuprobieren, das ich vom Arzt irgendwann mal prophylaktisch verschrieben kriegt habe und das andere, das schon mehrmals gut gewirkt hatte, war natürlich ausgerechnet alle. Also griff ich zur einzigen „medizinischen“ Option, die ich noch hatte: Ingwertee. Und siehe da – heute Morgen geht’s mir tatsächlich besser. Vielleicht sollte ich öfter auf Hausmittel vertrauen?

Zu allem Überdruss hatte ich dann noch Streit mit meinem Mann. Kein Wunder, wenn beide völlig übermüdet und gestresst sind. Zum Glück haben wir das klären können – aber der Tag war einfach nur zum Vergessen.

Und trotzdem…

Die Woche hatte nicht nur Katastrophen. Der Gottesdienst letzten Sonntag war richtig genial und es war schön trotz Rollstuhl teilnehmen zu können. Dann hatte ich zwei gute Physio-Termine mit einer netten Physiotherapeutin, die wirklich Ahnung zu haben scheint und die Worship Community Night – mit Essen, Lobpreis und gutem Input – das waren echte Highlights.

Mein Knie macht sich besser, die Fäden sind seit gestern gezogen, die Blasenentzündung scheint sich zu verziehen, und ich bin noch nicht komplett durchgedreht. Dass mein Mann seit Mittwoch wieder arbeiten muss, ist zwar nervig, aber auch das gehört zum Leben dazu.

Geplantes und ein Blick nach vorn

Trotz all dem Chaos gibt es auch Dinge, auf die ich mich freue. Ich habe diese Woche begonnen, meine neuen kreativen Schreib-Kurse grob zu planen, und es fühlt sich gut an, wieder einen kreativen Fokus zu haben. Durch die Lesung am letzten Samstag hat sich die Idee ergeben, Schreibkurse in Präsenz im Kirchbühl zu veranstalten. Die Besitzerin hat mich ermutigt, dafür mal ein Konzept vorzulegen. Daran habe ich diese Woche gearbeitet und war im regen Kontakt mit ihr. Die Ideen nehmen langsam Gestalt an, und ich bin gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Sobald alles steht, werdet ihr es hier erfahren.

Getragen trotz allem

Bei all dem Durcheinander der letzten Tage merke ich doch immer wieder, dass Gott mich durchträgt. Gerade dann, wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr weiterzukommen, schickt er mir kleine Momente der Ermutigung – durch eine liebe Nachricht, ein Telefonat, ein Lied zur richtigen Zeit oder eine unerwartete Ruhe im Herzen. Und genau das macht den Unterschied.

Also nehme ich aus dieser Woche mit: Manche Tage sind einfach Chaos. Aber sie sind eben nur ein Teil der ganzen Woche. Und manchmal hilft eben doch ein simpler Ingwertee.

Wie war eure Woche? Hattet ihr auch so einen Murphys-Law-Tag?

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One response

  1. Nö, Murphys Law war schon länger nicht mehr. Viel Kraft, Ermutigung und Zuversicht für die Woche und eine große Portion von allem, was Du brauchst und Dir gut tut.

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