WMDEDGT Januar 2026 – Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ein Tagebucheintrag im Rahmen von „WMDEDGT – was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ – einem Blogformat, in dem wir den Alltag festhalten und einen ganz gewöhnlichen Tag beschreiben. Ich habe beschlossen, in diesem Monat zum ersten Mal mitzumachen – auch, weil ich als Autorin oft gefragt werde, wie meine Tage eigentlich aussehen. Deshalb hier nun also mein WMDEDGT Januar 2026. Dieser hier ist allerdings kein typischer Arbeitstag, sondern ein besonderer Tag zwischen Abschied, Familie und leisen Übergängen. Ich verlinke den Beitrag mit Frau Brüllens Blog, die seit 2013 dieses Format auf ihrem Blog sammelt und bündelt und als Blogparade anderen zugänglich macht, so dass man sich vernetzen kann.
Der Tag beginnt schon nachts zwischen Wachsein und Gedanken
Der Tag beginnt mitten in der Nacht. Ein dringender Gang ins Bad, heftiger Durchfall – und danach liege ich wach. Ich scrolle am Handy, sammle Designideen, verliere mich in Canva und Gedanken. Ich mag diese ins Offene kippenden Nachtstunden nicht, aber sie lassen mich nicht los. Leider viel zu oft passiert mir das in letzter Zeit, dass ich einfach wach bin mitten in der Nacht. Dafür brauche ich dann tagsüber eine Ruhezeit.
Ein warmer, ruhiger Morgen
Gegen sechs ist die Nacht endgültig vorbei. Im Bett schreibe ich meinen Montagsstarter, fülle Antetannis sieben Satzfragmente mit meinen Worten und kuschle danach noch eine Weile mit meinem Mann. Warm, ruhig, vertraut. Dann koche ich Tee für meinen Sohn und mich, Kaffee für meinen Mann, und wir starten langsam in den Morgen. Im Wohnzimmer beantworte ich E-Mails an Kursinteressentinnen, schicke eine Nachricht an eine weitere Teilnehmerin und sammle Ideen für den Tag. Nebenbei unterhalten wir uns zu dritt, bevor wir frühstücken. Alles fühlt sich nach Ausklang an – nach den letzten Nachwehen der Feiertage.
Familienzeit und Abschied am Bahnhof
Der Vormittag gehört der Familie. Wir spielen gemeinsam ein neues Spiel, bei dem man Landkarten zeichnet. Fast alle sind da – nur einer unserer Söhne ist schon wieder zurück in Husum – Arbeiten, denn dort ist der 06.01. kein Feiertag und somit der 05. kein Brückentag und so musste er schon am 04. heimfahren.
Gegen halb zwölf machen wir uns zu viert auf den Weg zum Bahnhof Lörrach Burghof, während ein weiteres Familienmitglied zur Arbeit aufbricht. Eine von uns biegt kurz vor dem Bahnhof ab, um dort in der Nähe ihren Arzt aufzusuchen, mein Mann und ich begleiten unseren ältesten Sohn noch bis zur S6 nach Basel. Mit seiner Abreise endet auch unsere Weihnachtszeit.
Auf dem Rückweg schlendern wir gemächlich vorbei an der Villa Aichele, wo das Tagesfoto entsteht.
Zu Hause stoßen wir wieder zusammen: Unsere Tochter kommt vom Arzt zurück, und wir essen gemeinsam zu Mittag – selbst gebackenes Brot, Belag nach Lust und Laune. Mein aktueller Favorit: Pistaziencreme.
Der Nachmittag bleibt ruhig. Ein wenig Wäsche, ein paar Notizen im Bullet Journal, kleine Tätigkeiten am Computer, zwischendurch Nähe und Zeit mit meinem Mann. Noch immer liegt Urlaubsluft im Haus: In Baden-Württemberg ist Brückentag, und mein Mann hat frei. Dieser 5. Januar spiegelt meinen Autorenalltag also nur bedingt – und trotzdem fühlt er sich erzählenswert an.
Eine schwere Entscheidung
Am Nachmittag führen mein Mann und ich ein wichtiges Gespräch: Es geht um die Betreuung meiner Mutter. Eine schwere Entscheidung liegt auf dem Tisch, notwendig – und dennoch schmerzhaft. Der Tag bekommt an dieser Stelle einen stillen, ernsten Kern. Zum Glück habe ich in meinem Mann einen starken Rückhalt.
Ein leiser Abend im kleinen Kreis
Der Abend gehört unserem Hauskreis – diesmal klein, nur zu viert statt zu neunt. Weil wir uns so lange nicht gesehen haben, teilen wir Geschichten, Gedanken, tiefe Erfahrungen und leises Lachen. Pfefferminztee steht in warmen Tassen vor uns, Wasser daneben, Knabbereien lächeln mich an und bleiben doch liegen.
Gegen halb zehn verabschiedet sich eine von uns – zur gewohnten Zeit. Wir anderen drei bleiben noch, mein Mann, die Gastgeberin und ich. Die Gespräche werden ruhiger, tiefer. Am Ende legen wir unsere Fragen, unsere Entscheidungen, unsere Hoffnungen ins Gebet. Ein stiller Kreis, der trägt.
Ein Faden Hoffnung
Kurz nach halb zwölf gleite ich müde ins Bett. Ein Tag voll Abschied und Nähe, voll Schwere und leiser Wärme – und doch spannt sich ein zarter Faden Hoffnung über alles und flüstert: Es geht weiter.
Das wars für heute. Mein WMDEDGT Januar 2026 ist am Ende. Danke, dass du mich durch meinen Tag begleitet hast. Ich wünsche dir eine wunderbare Restwoche, egal ob mit oder ohne Feiertag.








Da hatten wir wohl den gleichen Gedanken im neuen Jahr, ich habe ebenfalls das erste Mal mitgemacht.
Klingt doch nach einem erfolgreichen und doch entspannten Tag!
Viele Grüße
Catrina