DAS passiert, wenn du deinen Schreibimpuls ignorierst

✏️ Schreibimpuls ignorieren – kennst du das auch…?

Da klopft eine Idee an. Eine Szene, ein Gedanke. Aber da ist keine Zeit. Vielleicht bist du mitten im Aufräumen, Kinder wickeln, zwischen zwei E-Mails – oder schlimmer noch: in einem Meeting mit dem Chef.

Und dann?
Der Schreibimpuls wird beiseite geschoben. Keine Zeit, keine Kraft, kein Raum dafür.

Doch was passiert, wenn du das immer wieder tust?

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In diesem Artikel zeige ich dir 7 unangenehme Folgen, die auftreten können, wenn man den Schreibimpuls dauerhaft ignoriert – und vielleicht findest du genau den einen Gedanken, der dich wieder öfter zum Stift oder zur Tastatur greifen lässt.

1. Die Idee ist weg

Was heute noch lebendig war, ist morgen verschwunden.
Du denkst: „Das merke ich mir für später.“
Aber Ideen sind wie flüchtige Gäste – wenn du sie nicht hereinlässt, gehen sie weiter.
Und manchmal kommen sie nicht wieder.
Wie viele Gedanken, Ideen, Pläne gehen verloren, weil wir uns nicht die Zeit nehmen, sie zu notieren?
Wenn du deinen Schreibimpuls unterdrückst, gehen dir und der Welt wertvolle Texte und Worte verloren. Und das wäre doch jammerschade.

2. Dein kreativer Muskel verkümmert

Den Schreibimpuls zu nutzen ist ein bisschen wie einen Muskel arbeiten zu lassen –
je öfter du ihn nutzt, desto stärker wird er. Und wie jeden Muskel, muss man ihn trainieren, damit er seine Funktion gut erfüllen kann. Wenn du ihn immer wieder ignorierst, baut er ab, verkümmert und arbeitet nur noch widerwillig. Die Impulse kommen seltener. Die Hemmschwelle wird größer.
Irgendwann fragst du dich: „Warum hab ich keine Ideen mehr, keine Impulse? Wo ist meine Kreativität geblieben?“
Vielleicht ging sie verloren in all dem Trubel, weil du lange nichts rausgelassen hast.
Schreibimpulse wollen gehört, gesehen und umgesetzt werden, sonst verkümmert der Schreib- und Ideenmuskel und es fällt immer schwerer kreative und inspirierende Worte zu Papier zu bringen. Dann wird selbst eine kurze Dankeskarte zur Herausforderung.

3. Du verlierst Vertrauen in dich selbst

Erst ignorierst du einen Impuls. Dann den nächsten.
Und irgendwann ist da nicht nur Stille, sondern Unsicherheit. Wer sagt, dass ich überhaupt schreiben kann? Vielleicht bilde ich mir das nur ein!

Du traust dich nicht mehr, anzufangen – weil du längst glaubst, es sowieso nicht zu können.
„Ich kann nicht schreiben“ flüstert es leise – und nach und nach immer lauter.
Dabei war da mal eine Stimme in dir, die es konnte.
Die Mut hatte. Die neugierig war.

So schade, wenn eine deiner Gaben verloren geht, weil du dich nicht mehr traust.

Vertrauen ist eine empfindliche Sache. Einmal ins Wanken gebracht, zieht es sich zurück und kommt nicht so schnell wieder. Ein paar Mal zu oft den Schreibimpuls ignoriert, schon denkt man sich: „Ich lass es besser, ich kann das eh nicht, andere sind besser.“ Und wenn man das einmal glaubt, wird es sehr schwer und anstrengend diesen Glaubenssatz wieder loszulassen. Also besser gar nicht erst in diese böse Falle tappen.

Du brauchst nicht perfekt zu sein. Du musst nur schreiben.

4. Dein Kopf wird zu voll

Schreibimpulse, die nicht rausdürfen, bleiben nicht einfach still.
Sie sammeln sich. Türmen sich auf, Blockieren dich irgendwann wie ein Staudamm. HInter der Mauer sammelt sich das Wasser, das eigentlich sprudeln will und wird ein trüber See.

Gefühle stauen sich, Gedanken kreisen, Ideen drängen –
aber alles bleibt im Kopf. Und der wird immer voller. Arbeitsthemen, Privates, Ideen für Figuren alles mischelt sich.
Und plötzlich weißt du gar nicht mehr, wo oben und unten ist.

Schreiben sortiert. Es bannt das Chaos im Kopf auf ein Papier. Mir geht es so: Wenn ich etwas aufgeschrieben habe, ob nun in mein Bullet Journal oder mein Computerprogramm, dann ist es, als hätte sich die wüste Wolke in meinem Kopf aufgelöst. Wenn es da steht, kann ich es ordnen, bearbeiten, Reihenfolgen festlegen und habe plötzlich wieder klare Sicht. Der Kopf wird leichter und aufgeräumter.
Wenn du diesen Kanal immer wieder verschließt, wird der Druck irgendwann zu groß – und der kreative Strom versumpft im Chaos.

Dein Inneres will sprechen. Gib ihm eine Stimme.

5. Du bleibst Beobachterin statt Schöpferin – und wirst neidisch auf andere

Wenn du deinen Schreibimpuls ignorierst, dann siehst du zu, wie andere schreiben.
Und vielleicht denkst du: „Das hätte ich auch sagen können. Vielleicht sogar besser.“

Aber du hast es nicht getan.
Du hast gezögert. Geschwiegen. Weggeschoben.

Und während deine Worte ungesagt geblieben sind, haben andere ihre in die Welt geschickt. Auf Dauer macht dieser Gedanke ein unschönes Gefühl: Neid.

Andere tun, was du dir nicht gönnst. Andere werden gesehen, für ihre Worte, die du in deinem Inneren verschließt. Andere bekommen Lorbeeren, werden gefeiert. Andere halten ihr Buch in den Händen, selbst wenn es kein ganz großer Bestseller wird. Vor allem, andere erlauben sich, ihren Gedanken Ausdruck zu geben. Und du nicht.

Ich weiß, was Neid und Missgunst anrichten können. Das kann Freundschaften zerstören, schlechte Laune und Unzufriedenheit schüren, depressiv oder aggressiv machen, je nach Temperament. Man vergiftet sich selbst, statt etwas zu tun, was einem gut tun würde.

Schreiben heißt auch: ins Geschehen treten. Gesehen werden. Sich zeigen. Mutig sein. Und sich selber schützen vor dem eigenen Neid und der Missgunst, die einen zerfressen können.
Nicht nur beobachten. Nicht warten, bis jemand anderer denselben Gedanken hat.

Deine Stimme zählt. Deine Sichtweise auch.
Aber dafür musst du sie rauslassen – nicht nur denken.

6. Du verpasst Selbstklärung und Heilung

Schreiben bringt Ordnung ins Innere. Gedanken, die diffus und wirr im Kopf kreisen, bekommen beim Schreiben Form. Gefühle, die zu groß oder zu unklar scheinen, werden greifbar. Manchmal weißt du gar nicht genau, was los ist – bis du beginnst zu schreiben. Dann sortiert sich etwas. Es wird klar, was drückt, wo es weh tut und was du brauchst.

Ich habe selbst erlebt, wie heilsam das sein kann. Da war Wut, die ich nicht ausleben konnte, weil sie sonst Schaden angerichtet hätte – bei mir oder bei anderen. Im Schreiben durfte sie raus. Ich habe sie einer Figur gegeben, habe sie durch ihre Worte und Handlungen spürbar gemacht – und dabei gemerkt, wie viel Druck von mir selbst abfiel. Schreiben war mein sicherer Raum, mein Ventil.

Auch tiefe Trauer, alte Verletzungen, sogar Anteile von Traumata dürfen im Schreiben vorsichtig auftauchen – in der Sprache, die für dich gerade geht. Du musst nicht alles sofort verstehen oder erklären. Aber du kannst es fühlen. Und in Worte fassen. Und genau das ist oft der erste Schritt zur Heilung.

Wenn du diesen Raum immer wieder verschließt, bleibt das Chaos in dir. Der Druck wächst. Und du verpasst die Chance, dir selbst mit Mitgefühl zu begegnen.

Schreiben ist kein Allheilmittel – aber es kann ein leiser Anfang sein. Ein sicherer Ort für alles, was sonst keinen Platz hat.

7. Du gehst an der Freude vorbei, die schreiben bereiten kann

Schreiben kann pures Glück bedeuten.

Dieser eine Satz, der dir plötzlich gelingt. Der Moment, in dem du etwas ausdrückst, das du vorher nur gespürt hast. Wenn du beim Schreiben lächeln musst – oder Tränen in den Augen hast, weil dich deine eigenen Worte berühren. Schreiben kann tief befriedigen, begeistern, befreien.

Es ist ein Spielplatz für Gedanken, ein Ort zum Entdecken und Staunen. Manchmal fühlt es sich an wie Magie: Aus nichts wird etwas. Aus einem Impuls wird ein Text. Aus einem Gefühl ein Gedicht. Aus einer Szene ein ganzer Roman. Und du kannst dich freuen und staunen, was alles in dir steckt.

Wenn du deinen Schreibimpuls ignorierst, nimmst du dir selbst diese Freude. Du verwehrst dir Momente, in denen du im Flow bist, alles um dich herum vergisst, ganz bei dir bist – im besten Sinne. Für mich ist Schreiben eine der wenigen Tätigkeiten, die mich ganz und gar vereinnahmen und in diesen angenehmen Flow-Zustand katapultieren können. Ich liebe diese Selbstvergessenheit, dieses Schwimmen im Flow und die Leichtigkeit, wenn Texte aus mir fließen dürfen, die da schon lange geschlummert haben.

Schreiben ist nicht immer leicht. Aber oft überraschend schön.

Lass dir das nicht entgehen.

🧡 Fazit: Lass den Impuls nicht ungenutzt vorbeiziehen

Vielleicht war heute schon wieder einer da – ein kleiner Funke, ein Satzanfang, ein Gedanke, der sich zeigen wollte.
Vielleicht hast du ihn ignoriert. Wieder mal. Aus Gewohnheit. Oder weil das Leben eben dazwischenkam.

Aber genau das muss nicht so bleiben.

Du darfst schreiben. Du darfst anfangen. Jetzt. Nicht perfekt, nicht lang – einfach echt.
Denn Schreiben verändert etwas. Dich. Die Welt. Und alles beginnt mit einem Impuls, den du nicht loslässt.

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Was passiert, wenn du deinen Schreibimpuls ignorierst?
Darüber habe ich hier geschrieben – ganz ehrlich und mit sieben klaren Punkten.
Aber ich will dir auch zeigen, was passiert, wenn ich ihn nicht ignoriere.
Wenn ich schreibe. Warum ich schreibe. Und warum das für mich nicht nur Leidenschaft, sondern Berufung ist. Hier findest du meinen Artikel über meine Gründe fürs Schreiben und warum ich es liebe.

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4 Responses

    • Danke, Annette,
      das freut mich. Ja, es sprudelte so. Zum Glück habe ich zur Zeit den Luxus, dass ich meine Schreibimpulse selten ignorieren muss.

      LIebe Grüße Martina

  1. Schreiben ist auch für mich etwas Kostbares, Luxus, weil das Leben oft soviel mehr in den Alltag presst, dass vermeintlich Vorrang hat.
    Ich habe lange auf das Schreiben verzichtet, ich will nicht müssen sagen, es ist wirklich einfach auf der Strecke geblieben.
    Zum Schreiben brauche ich immer einen kleinen Anlauf, aus dem Stand geht bei mir selten, ich brauche ein wenig Ruhe, innere, wie äußere, ohne die geht es nicht.
    Aufgeben, nein …

  2. Der Part „Selbstklärung und Heilung“ ist definitiv ein prominenter Punkt. Wie interessant es ist, was durch das Schreiben an Emotionen nach oben getragen werden und sich lösen. Ich liebe das auch so sehr. Danke für deinen wertvollen Artikel. 🙂

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