Die Welt von Eloan – Landschaften, Reiche und alte Grenzen

Wenn man einen Roman liest, begegnet man zuerst den Figuren.
Doch hinter jeder Geschichte steht auch eine Welt: Landschaften, Städte, Handelswege, alte Feindschaften und Grenzen, die manchmal mehr umkämpft als festgelegt sind.

Auch die Geschichte meines Romans „Ansgar von Briant – Der Freund des Königs“ spielt nicht einfach irgendwo. Sie spielt in einer Welt aus mehreren Reichen, deren Landschaften und politischen Spannungen die Handlung prägen.

Karte der Länder, Orte und Burgen meiner Welt

Im Zentrum dieser Welt steht das Königreich Eloan.

Die Reiche der Welt von Eloan

In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Regionen der Geschichte vor:

  • Eloan – das fruchtbare Küstenreich
  • Briant – das Lehen von Ansgars Familie
  • Adralgar – das raue Gebirgsland
  • Ramaria – ein Land aus Steppe, Wüste und Oasen
  • Keon – Walters Reich der offenen Steppe

Das Königreich Eloan

Eloan ist ein fruchtbares Küstenland mit steilen Klippen, grünen Wiesen, Feldern und Wäldern. Flüsse durchziehen das Land und münden schließlich ins Meer. Die Böden sind reich und ertragreich, weshalb Landwirtschaft und Handel eine wichtige Rolle spielen.

Über den Klippen erheben sich Burgen und befestigte Städte, von denen aus man weit über das Meer und die Küstenlandschaft blicken kann.

Zum Reich Eloan gehören zahlreiche Burgen, Städte, Klöster und Gehöfte:

  • die Mayenburg
  • die Burg Eschenbrand
  • Burg Landwehr
  • Burg Hauptstein
  • Burg Glockenstein
  • die Stadt Lindfeld
  • die Hauptstadt Eloan
  • das Kloster Trunstedt
  • der Witthof
  • der Schattenweidenhof
  • und natürlich die Königsburg zu Eloan.

    Damit du ein Gespür für Entfernungen bekommen kannst: um von der nördlich gelegenen Mayenburg in der Nähe des Großen Waldes bis zur Hauptstadt zu gelangen, braucht man zu Pferd etwa eine Woche.

Die Küste bietet natürliche Häfen, und über das Meer gelangen Waren und Nachrichten aus fernen Ländern ins Reich. Dadurch ist Eloan vergleichsweise wohlhabend und stark vom Handel geprägt.

Doch gerade diese Fruchtbarkeit macht das Land auch begehrenswert. Grenzen sind nicht überall eindeutig, und manche Nachbarn haben ein wachsames Auge auf dieses reiche Küstenreich.


Briant – ein Lehen an der Küste

Ein wichtiger Ort der Geschichte ist Briant, die Heimat von Ansgars Familie.

Briant ist kein eigenes Reich, sondern ein Lehensgebiet des Königs von Eloan. Das Land wurde Ansgars Vater Arnward von Briant für treue Dienste für die Krone verliehen.

Die Burg Briant steht – ähnlich wie die Königsburg von Eloan – hoch über den steilen Küstenklippen. Von dort aus blickt man über das Meer und über die Mündung des großen Flusses Brian, der aus dem Gebirge Adralgars kommt und genau bei Briant ins Meer fließt.

Direkt unterhalb der Burg überspannt eine steinerne Brücke den Fluss. Sie ist ein wichtiger Übergang für Händler und Reisende, die entlang der großen Straße unterwegs sind.

Das Lehensgebiet selbst ist nicht besonders groß. Zu Briant gehören:

  • die Burg Briant
  • einige Weiden und Felder
  • zwei kleine Dörfer
  • ein Teil des großen Waldes
  • sowie die Burg Tannenberg

Tannenberg gehört allerdings nicht direkt der Familie Briant. Dort lebt Clemens von Tannenberg, ein Lehnsmann der Familie Briant.

Von Briant aus erreicht man die Königsburg von Eloan in ungefähr ein bis zwei Tagesritten.


Der große Wald – Grenze und Handelsweg

Zwischen dem fruchtbaren Küstenland Eloan und dem Gebirgsland Adralgar liegt ein ausgedehnter Wald.

Dieser Wald ist alt und in manchen Gegenden nur wenig erschlossen. Während die große Handelsstraße ihn durchquert, gibt es weite Bereiche, in die sich nur selten jemand verirrt.

Gleichzeitig bildet er, wie das Gebirge, eine natürliche Grenze zwischen beiden Regionen. Eine der wichtigsten Handelsstraßen verläuft durch den Wald, verbindet Eloan mit den Gebirgspässen Adralgars und führt über lange Strecken entlang des Flusses Brian, der aus dem Gebirge kommt und bei Briant ins Meer mündet.

Wo Wälder sind, sind allerdings auch Räuberbanden, und Reisende tun gut daran, diese Strecke nicht allein zu durchqueren.

Doch der Wald ist nicht nur gefährlich. In seinen abgelegenen Bereichen leben auch Menschen, die sich bewusst aus der Welt der Höfe und Städte zurückgezogen haben. Einer von ihnen ist Harro Honigschmied, ein Einsiedler und Imker, der tief im Wald eine kleine Hütte bewohnt und seine Bienenstöcke pflegt.

Trotz aller Gefahren bleibt die Straße durch den Wald eine wichtige Verbindung, denn zwischen Eloan und Adralgar bestehen seit langem Handelsbeziehungen.


Adralgar – das Land der Berge

Ein ganz anderes Gesicht zeigt das Gebirgsland Adralgar, das im Westen Eloans gelegen ist.

Hohe Berge, enge Täler und schwer zugängliche Pässe prägen diese Region. Hier ist auch das Reich des gefürchteten adralgischen Löwen.

Im Vergleich zu den offenen Landschaften Eloans wirkt Adralgar abgeschiedener und rauer. Wer hier lebt, ist oft stärker auf sich selbst gestellt. Dennoch gibt es Bergdörfer und Menschen, die hier Ziegen halten oder Bergbau betreiben.

In der Mitte zwischen den Bergen gibt es eine ausgedehnte Hochebene mit einem See. Dort findet man die Burg zu Adralgar und die Hauptstadt des Landes.

Gerade diese Abgeschiedenheit hat dazu geführt, dass Adralgar eine eigene Kultur und Identität bewahrt hat.


Ramaria – Steppe, Wüste und Oasen

Ein weiteres Reich dieser Welt ist Ramaria im Osten Eloans. Hier gibt es seit jeher gute Handelsbeziehungen.

Große Teile dieses Landes bestehen aus Steppe oder Wüstenlandschaften. Weite Ebenen, trockene Regionen und lange Handelswege prägen das Bild. Doch Ramaria ist nicht nur karg: Entlang von Flüssen und in Oasen entstehen fruchtbare Gebiete, in denen Städte wachsen können. Ramaria ist bekannt für seine üppigen Früchte und bunte Tier- und Pflanzenwelt.

Und in der Gebirgsregion, die die Grenze zu Keon bildet, findet man auch Burgen.

Ramaria besitzt ebenso wie Eloan eine lange Küste, über die Handel mit anderen Regionen möglich ist.


Keon – das Reich der offenen Steppe

Das Reich Keon, aus dem Walters Macht stammt, liegt in einer weiten Steppenlandschaft.

Im Norden, Osten und Westen wird Keon von Gebirgszügen begrenzt. In der Mitte des Landes liegt ein großer Wald, während weite Teile des übrigen Gebietes aus Wiesen und steppenartigen Landschaften bestehen. Dort wachsen sowohl gewöhnliche Gräser für Viehherden als auch das scharfkantige Schwertgras, das in manchen Regionen das Reisen erschwert.

Die Grenze zwischen Keon und Eloan im Süden ist seit langem umstritten. Sie ist nicht überall eindeutig festgelegt, und immer wieder kommt es zu Spannungen und Grenzstreitigkeiten zwischen beiden Reichen.


Eine Welt, die beim Schreiben gewachsen ist

Diese Welt entstand nicht auf einmal.

Als ich begann, meine Geschichte zu planen, gab es zunächst nur eine grobe Idee, die Anordnung der Länder entstand beim Zeichnen der Landkarte und aus dieser Karte ergaben sich topographische Gegebenheiten und landschaftliche Eigenheiten. Auch die Namen für die Orte sind wie die für die Figuren auf einem Schmierzettel entstanden. Erst nach und nach entwickelte ich auf dieser groben Grundlage die Eigenheiten der Länder, Reiche und auch der Tier- und Pflanzenwelt. So habe ich mir tatsächlich viel Zeit genommen, um eigene Pflanzen zu erfinden: Heilkräuter, Nutzpflanzen und Bäume. Auch manche Tiere ähneln zwar unseren Tieren, haben aber je nach Region spezifische Eigenschaften. So sind adralgische Pferde eher kleiner, sehr trittsicher und zwar ausdauernd, aber nicht so schnell.

Mit jeder neuen Szene, jeder neuen Figur, jeder Pflanze und jedem Tier wuchs auch diese Welt ein Stück weiter.


Viele dieser Orte spielen in der Geschichte eine Rolle – manche nur am Rand, andere ganz entscheidend.

Wer Ansgars Geschichte liest, begegnet nicht nur einzelnen Figuren, sondern einer ganzen Welt aus Landschaften, Reichen und Konflikten.

Und vielleicht wirst du beim Lesen merken, dass diese Welt noch viele weitere Geschichten bereithält.


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