Schon wieder Samstag und damit Zeit für einen ausgiebigen Samstagsplausch: Ich vernetze mich wieder über den Karminrot-Blog und das Karminrote Lesezimmer. EIn dickes Danke für diese tolle Gelegenheit geht an Andrea von Karminrot.
Diese Woche hatte einen Plan. Ich hatte einen Plan.
Spielerisch abnehmen – das klang nach Leichtigkeit, nach kleinen Erfolgen, nach einem freundlichen Augenzwinkern an meinen inneren Schweinehund.
Und tatsächlich: Die ersten Tage liefen gut. Ich hatte Struktur, Motivation, sogar Spaß. Ein Anfang, der sich sehen lassen konnte.
Und dann kam Donnerstagnacht
Ich erspar euch die Details – aber das war ein Totalausfall, was das Abnehmen angeht.
Einmal voll reingerasselt. Von der Nacht bis durch den ganzen Freitag hindurch.
Ein Rückschlag. Ein herber sogar.
Nicht mehr – und ganz sicher nicht weniger.
Der Plan hat gelitten, ja. Aber aufgeben? Niemals.
Ich weiß, dass dieser Weg kein gerader sein wird. Dass Rückschläge dazugehören.
Aber ich will abnehmen. Ich muss abnehmen. Und ich werde das schaffen.
Vielleicht war genau das der Moment, der mir das noch einmal klar gemacht hat.
Hinfallen. Aufstehen. Krone richten.
Weitergehen – und weiterschreiben.
Denn ein schlechter Tag macht keinen schlechten Plan.
Ich habe ein Ziel. Und ich werde es erreichen.
Vielleicht nicht perfekt. Vielleicht mit Umwegen.
Aber aufgeben? Kommt nicht in Frage.
🎓 Vom starken Impuls zur überforderten Entscheidung
Ein echtes Highlight war ein kostenloses Live-Seminar, an dem ich teilgenommen habe. Inspirierend, fundiert, voller wertvoller Inhalte. Ich war richtig dankbar dafür – bis zum Schluss.
Denn dann kam das Angebot zum Anschlusskurs.
Mit einem Zeitfenster von nur einer Stunde.
Entscheide dich jetzt – oder nie.
Für mich war das kein Impuls, sondern ein Stressmoment.
Ich fühlte mich nicht eingeladen, sondern gedrängt. Und das hat etwas in mir ausgelöst.
Unruhe. Enge. Druck.
So sehr, dass ich rausmusste – innerlich wie äußerlich.
🌲 Und dann … Schwarzwald
Ich habe meiner Freundin geschrieben, die ein Stück weiter weg wohnt. Ob sie vielleicht … Zeit hat?
Ob ich stören würde? Ob es ihr recht wäre?
Ich dachte erst: „Ach nee, die hat sicher zu tun. Ich nerve doch nur.“
Und was war?
Sie hatte sich am Morgen noch geärgert, weil ihr Mann abends arbeiten musste und sie allein gewesen wäre.
Verabreden wollte sie sich nicht – zu oft war etwas dazwischengekommen.
Und dann kam meine Nachricht.
Und sie hat sich total gefreut.
💚 Es wurde ein Abend, wie er im Kalender stehen sollte
Ich bin hochgefahren in den Schwarzwald.
Schon die Fahrt war wie Balsam – so viel Grün, Wälder, Berge.
Und dann: Reden. Lachen. Zusammensein.
Keine Agenda. Keine Erwartung. Nur Freundschaft.
Wir sind sogar noch spazieren gegangen – das Foto zu diesem Beitrag ist von diesem Spaziergang.
Was für ein Geschenk. Für uns beide.
Manchmal ist ein Impuls, dem man folgt, genau das, was jemand anderes auch braucht.
📖 Und sonst?
Ich habe mein Manuskript gelesen – Zeile für Zeile. Noch bin ich nicht durch, aber es wird.
Ich habe Social Media bewusst ruhen lassen.
Und trotzdem – oder gerade deshalb – sind neue Ideen entstanden: Für Kurse, Texte, Projekte.
Allen voran: der Schreibschnuppen-Schnuppertag, den ich bald öffne.
🍂 Fazit der Woche
- Was nicht geklappt hat: Der Plan. Der Kurs.
- Was gut war: Das Gespräch. Der Wald. Die Freundschaft.
- Und das Beste: Ich durfte wieder spüren, dass ich richtig bin – auch dann, wenn ich einfach rausmuss.
Wie war deine Woche?
Gab’s bei dir auch einen Moment, wo du einfach raus musstest? Einen Moment, in dem du nicht binnen 60 Minutdn eine gute Entscheidung treffen konntest? Oder einen Moment, der anders lief als gedacht – und genau richtig wurde?
Ich freu mich wie immer auf eure Gedanken, Kommentare und kleinen Alltagswunder.
Mit warmem Samstagsgruß
Martina
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📅 Donnerstag, 18. September 2025
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2 Responses
Hallo Martina!
Ja, du bist richtig! Wenn man sich verloren glaubt oder fühlt, dann tut es gut sich wieder zu erden.
Bei mir geht es nicht darum Gewicht abzunehmen, sondern gewissermaßen das Leben wieder anzunehmen, den Alltag zu meistern, Energie zu tanken.
Der letzte Punkt war der schwerste, machte er doch alles andere so gut wie unmöglich. Ohne Energie geht nichts voran und doch schien es, dass ich gar nicht soviel essen konnte, wie mein Körper verbrannte.
Es gab Tage, da ging nichts außer Katzenwäsche, mich dazu zu zwingen zu essen und zu trinken, bevor noch weniger geht. Es ist erstaunlich was unser Körper alles aushält, aber natürlich weiß man auch, dass man auch, dass der eigene Körper ein Überraschungspaket ist. Manchmal konfrontiert, erinnert er uns an seine Endlichkeit und dass nicht jede Nachlässigkeit ohne Folgen bleibt.
So wie du an deinem Gewicht zu knabbern hast/hattest ist es für mich eine Schwere, die auf mir lastet und mich einschränkt, wo es nur geht. Ich selbst empfinde es manchmal als Leere, weil es wie ein Griff ins Nichts ist. Nicht depressiv, nicht verzweifelt, nicht verzag, nicht ohne Hoffnung. Fast jeder Mensch hat einen Glaubensspruch von dem er in seinem tiefsten Innern überzeugt ist, das gilt auch für Menschen ohne Religion, denn ein Glaubenssatz muss nicht zwangsläufig etwas mit Gott zu tun haben.
Für mich ist das allerdings untrennbar, denn für mich war und ist dieser Satz:
„Gott schickt dir die Menschen, die du brauchst.“
Und letzte Woche war so, ich bewegte mich langsam wieder, ganz langsam, kleine Schritte Babyschritte und … Mein Optimismus stieg, ich dachte, ich schaffe, endlich komme ich aus dieser Phase der Stagnation und Prokrastination heraus. Und dann passierte etwas, das für mich schwer zu ertragen war, ein einschneidendes Erlebnis und eine Kette von Menschen, die sich wie von alleine auffädelte, eine Perle nach der anderen…
Eine Nachbarin, die meine beste Freundin kontaktiert, ohne mein Wissen… Meine Freundin knapp 3 Flugstunden entfernt, die mir eine Nachricht schickte und einer weiteren Freundin hier vor Ort. Und die zweite Freundin holte mich dann von der Bushaltestelle ab und nahm mich bei ihrer Familie für zwei Tage auf.
Zwei Tage in denen meine Ängste das Laufen lernten, nämlich das Fortlaufen…
In denen mein stetiges Gedankenkarussell zum Halten kam auf der schier unmöglichen Suche nach der Möglichkeit eines Neuanfangs, wenn der Körper so gar nicht zu wollen scheint, auch wenn der Kopf noch so sehr drängt.
Auf einmal ging mein Puls wieder langsamer, mein Atem füllte die Lungen wieder bis in die Spitzen, meine Schritte wurden wieder länger, mein Schlaf tiefer,…
Ich bin ihr unsagbar dankbar, das heißt ich habe mich bedankt, aber die Worte scheinen zu geringfügig.
Ich ging gestärkt wieder nach Hause, nicht nur im Geist, sondern auch körperlich und mit dem Gefühl nicht alleine zu sein, denn Gott schickt mir die Menschen, die ich brauche.
Mein Wunsch für dich/euch – schönes Wochenende und die Menschen um euch, die es braucht!
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine,
danke für deinen Kommentar – und vor allem für die Tiefe und Ehrlichkeit, mit der du deine Geschichte teilst.
Es fällt mir gar nicht so leicht, eine passende Antwort zu schreiben – du hast mich sehr bewegt.
Aber ich schreibe dir hier mit offenem Herzen, wenn auch aus der Ferne.
Ich musste ein paar Mal durchatmen beim Lesen.
Deine Worte wirken nach – gerade weil sie so offen sind, so voller Erfahrung, Schmerz, Mut, Gottvertrauen …
und dieser leisen Entschlossenheit, doch weiterzugehen, auch wenn der Körper (oder das Leben) nicht immer mitspielt.
Das Bild von den „Perlen“ – Menschen, die sich auffädeln, genau zur rechten Zeit – hat mich besonders berührt.
Das kenne ich auch. Gott ist da einfach wunderbar und schickt uns oft genau zur richtigen Zeit die Menschen, die wir brauchen.
Solche Begegnungen sind Gnade. Und du hast sie nicht nur bekommen, sondern auch erkannt. Das ist nicht selbstverständlich.
Ich wünsche dir sehr, dass die Ruhe in dir bleibt – oder immer wieder zu dir zurückfindet.
Dass die Schritte langsam größer werden dürfen.
Und dass dein Körper sich wieder mehr als Verbündeter anfühlt.
Danke, dass du mich hast teilhaben lassen.
Alles Liebe
Martina