Absurd bunt

Kennst du das? Wenn Farben intensiver werden, wenn das Bücherregal ein Eigenleben zu haben scheint, wenn das Licht grell wird und alles überdeutlich? So ging es mir diese Woche. Unerwartet änderte sich meine Sicht der Dinge, alles schien plötzlich bunter. Das war einerseits schön, andererseits fast beängstigend. Warum? Das erzähle ich dir in diesem Samstagsplausch, den ich wie immer mit Karminrot und ihrem Karminroten Lesezimmer verlinke.
1. Wenn plötzlich alles anders ist – es wird bunt
Zehn Jahre – und auf einmal Schluss
Ich hatte ja schon die letzten Wochen berichtet, dass in meiner Gesundheit mal wieder einiges durcheinandergeraten war. Unter anderem hatte ich Atemnot und später ein komisches inneres Kribbeln und Zittern.
An diesem Montag nun war die Besprechung der Blutwerte, die mein Hausarzt in der Woche zuvor hatte bestimmen lassen. Ich fürchtete zuerst, dass es etwas mit dem Blutzucker zu tun haben könnte, denn in der Klinik war so etwas angedeutet worden. Und ich hab mich deswegen sehr verrückt gemacht.
Doch weit gefehlt. Wirklich beunruhigend war ein Schilddrüsenwert, der stark erhöht war. Daraufhin entschied mein Hausarzt eine Dosisanpassung und schickte mich mit einem Rezept heim. Am Freitag würden wir uns aber schon wieder sehen, denn da sollte endlich die Blutdrucklangzeitmessung stattfinden.
Ebenfalls am Montag fand ein Telefongespräch mit einer Fachärztin statt. Und als die nicht nur von meinen Beschwerden, sondern auch von dem entgleisten Schilddrüsenwert hörte, traf sie eine radikale Entscheidung. Sie setzte kurzerhand ein Medikament ganz ab, das mich seit zehn Jahren begleitet hat.
Der Schritt überraschte mich umso mehr, da sie mir vor ein, zwei Jahren erklärt hatte, dass mich dieses Medikament den Rest meines Lebens begleiten würde und wir nicht mal einen Versuch wagen könnten, es abzusetzen.
Was ein Reh mit meiner Stimmung zu tun hat
Man hätte ja jetzt erwarten können, dass mich diese Entwicklung völlig aus der Bahn wirft. Irgendwie tat sie das auch, aber anders als gedacht. Es trat zuerst eine unerwartete, völlig überraschende Ruhe ein, ein innerer Frieden, wie ich ihn lange nicht erlebt habe. Der hielt zwei Tage an. Das Bild dazu? Ein kühler Herbstmorgen. Eine Wiese über der sich der Nebel allmählich hebt. Goldenes Sonnenlicht, dass durch Nebelschwaden dringt. Ein Reh, das äst und dann den Kopf hebt, um sich umzuschauen. Nicht ängstlich, nur wachsam. Erwartung eines wunderbaren neuen Tages.
Absurd bunt
Dann veränderte sich etwas. Die Ruhe geriet aus dem Gleichgewicht. Plötzlich wurden Farben leuchtender, Licht grell, Bücher im Regal schienen präsenter, gegenwärtiger, fast als griffen sie nach mir, obwohl sie natürlich stumm im Regal lagen. Die Welt wurde intensiver. Zuerst war das schön. Schön bunt, man hatte das Gefühl, das Leben gewann an Farbe und Eindrücken. Aber irgendwann wird das bedrückend. Kopfschmerz und Übelkeit kam auf. Ich fühlte mich nicht mehr wohl. Und dann die Sorge. Ist das eine Nebenwirkung des Absetzens dieses Medikaments? Kommt etwas zurück, dass ich jahrelang in Schach gehalten hatte? Wie eine drohende Wolke hing dieser Gedanke im Raum.
Da war einerseits das Gefühl von Freiheit, anfangs von Ruhe, jetzt dominierte die Angst vor den Folgen des Absetzens. Und die Frage, welche Veränderungen bleiben würden. Oder ist diese Wahrnehmung normal und vorher war alles gedämpft? Mhh, ich konnte das kaum richtig einschätzen und erwog eine Rücksprache mit der entsprechenden Ärztin. Doch zugleich war da die Sorge, dass sie dieses Medikament wieder ansetzen könnte. Und das wollte ich irgendwie auch nicht.
Ich entschied mich, vorerst nichts zu sagen. Mein Mann bestärkte mich darin und meinte, sein Gefühl sage, es sei dennoch alles im Lot. Wir beschlossen, die Sache gemeinsam zu beobachten. Und am nächsten Tag änderte sich die Sicht der Dinge erneut, das komische absurde Bunt wurde wieder fader und normal, die Kopfschmerzen ließen nach und ich beruhigte mich. Also doch nur eine Migräne? Denn auch dann habe ich Licht- und Geräuschempfindlichkeit und eine ziemlich stark veränderte Wahrnehmung.
Natürlich werde ich die vereinbarten Termine zur Rückmeldung an meine Ärztin nicht leichtfertig verpassen, sondern verantwortungsvoll wahrnehmen, aber man muss eben auch nicht jede Kleinigkeit überbewerten.
Wenn selbst das Blutdruckmessgerät streikt
Am Freitag war es dann soweit: Die geplate Langzeitmessung des Blutdrucks sollte stattfinden und ich bin dazu extra früh aufgestanden, hab geduscht und war pünktlich viertel vor acht in der Praxis. Die medizinische Fachkraft brachte die Manschette ordnungsgemäß an, testete das Gerät, es funktionierte einwandfrei, und schickte mich heim, Schon im Auto auf der Heimfahr begann das Gerät, sich aufzupusten. Ich versteifte mich ein wenig, hielt das Lenkrad fest und wartete ab. Doch die Messung brach ab, die Manschette pumpte nicht fertig auf. Auch ein zweiter Versuch direkt danach scheiterte. Okay, okay, wahrscheinlich hatte ich zu sehr gezuckt und das Gerät erschreckt. Aber auch zu Hause am Tisch, bei völligem Stillhalten arbeitete das Gerät nicht korrekt. Kein vollständiges Aufpumpen der Manschette, keine Messung, also hab ich meinen Mann gebeten, mich erneut hinzufahren.
Die Damen kümmerten sich, lasen die Fehlermeldung aus, E05, ein Problem mit der Luftzufuhr. Mehrere Versuche wurden unternommen. Mit einer anderen Manschette, das Gerät nochmal neu programmieren, wieder die andere Manschette, aber es blieb, der erste Versuch klappte, sobald ich das Arztzimmer verließ, streikte das Gerät.
Dieser Morgen brachte nur vergeudete Zeit, Ärger, einen etwas in Mitleidenschaft gezogenen Arm und einen neuen Termin für den nächsten Versuch. Schließlich verließ ich also die Arztpraxis ohne Blutdruckmessgerät und mit erheblichem Zeitverlust. Als ich zu Hause ankam, war es schon 11 Uhr. Seufz und Schnauf. Das hatte mir gerade noch gefehlt.
Und dann streikte auch noch das EMail-Postfach, aber das ist eine andere Geschichte.
2. Von Freundinnen, guten Gesprächen und vergesslichen Gegenständen
Es gab aber auch die Dinge, die einfach gut waren. Bunt und rund und lebendig, ohne Sorge und ohne Hintergedanken.
Ein Geburtstag und ein besonderer Anker
Zum Beispiel der Geburtstag am letzten Samstag Nachmittag. Ich war eingeladen von einer guten Freundin zum Tee- und Kaffeetrinken ins Landhaus Ettenbühl, um ihren 60. Geburtstag nachzufeiern. Zur Sommerzeit kann man dort in einem weitläufigen Garten die wunderbarsten Rosen bestaunen, aber auch im Herbst und Winter bietet das Landhaus in seinem englisch anmutenden Café einen schönen Rahmen für eine Feier.
Wir hatten eine wohltuende Zeit mit sechs Frauen und leckerem Kuchen. Ich selber hatte mir scones mit clotted cream und Marmelade ausgewählt, die waren sicher nussfrei und herrlich englisch und sooo lecker.
Eine der Frauen schlug vor, dem Geburtstagskind noch mal in Erinnerung zu rufen, wie jede von uns es kennengelernt hat und was wir besonders schätzen. Das war so eine warme Runde, so ehrlich, so zugewandt, so voller Geschichten, dass es nicht nur dem Geburtstagskind, sondern auch uns anderen gut tat.
Aber auch das Geburtstagskind hatte etwas mitgebracht: Jeder konnte sich einen Zettel ziehen mit einer Segensbotschaft. Auf meinem stand: „Ich bin dein Anker, der dich in den Stürmen deines Lebens hält. – Gott“
Passender hätte der Spruch nicht sein können. Es war wirklich, als hätte Gott mir das in dem ganzen Trubel persönlich zugesagt. Als Ermutigung für meinen Alltag, der ja auch letzten Samstag schon geprägt war von Sorge um gesundheitliche Themen. Das Wort hat mich dann in dieser letzten Woche begleitet und mir Mut geschenkt.
Noch ein Treffen mit einer Freundin
Am Donnerstag war dann noch einmal Freundinnenzeit, diesmal mit einer anderen lieben Frau, die ich besucht habe. Anlass war die Tatsache, dass ich ein ungeduldiger Mensch bin. Ich wollte mir schon vor dem Basar in unserer Gemeinde meine Lieblingssocken für diesen Winter sichern. Grins.
Ich kam mitten hinein in die Backaktion der Freundin. Sie ist schon eine ganze Weile fleißig, um für eben jenen Basar auch noch Plätzchen herzustellen. Das Jahr über hat sie schon etliche Socken gestrickt und in ihrem Schrank bewahrt sie Genähtes, Gehäkeltes, Gebasteltes der Vorjahre auf, damit auch dieses Jahr der Basar eine absurd bunte Mischung an Dingen anbieten kann.
Wir hatten eine lustige Zeit miteinander: Quatschen und ihre Schätze anschauen und Gemeinschaft waren einfach angenehm und fast heilsam in dieser sonst doch herausfordernden Woche. Ich suchte mir drei wunderschöne Paare Socken aus, die diese Freundin selbst gestrickt hatte: ein Lilagraublaugeringeltes, ein eher grünbraunblaues und ein hellblaugrünes, das aussah als wären die grünen Stippen die Blätter kleiner Pflänzchen. Ich kramte mein Portemonnaie heraus und bezahlte die Socken. Das Geld geht an die Missionare unserer Gemeinde und dient also einem guten Zweck.
Zwei Übernachtungsgäste, die gar nicht eingeladen waren
Drei Stunden verflogen einfach so und dann war es auch schon Zeit zum Gehen. Ich huschte nochmal aufs Klo, schlüpfte in der Küche in meine Schuhe, bekam eine halbe Packung Eier geschenkt, die sie nicht alleine hätte verbrauchen können, und holte mir zwei herzhafte Umarmungen ab. Dann ging es die Treppe hinunter und in den dunklen, kalten Herbstabend hinein.
Nach mehr als der Hälfte der Strecke stellte ich plötzlich fest, dass mein Portemonnaie und mein Handy auf dem Wohnzimmertisch der Freundin liegen geblieben waren. Den kurzen Gedanken zurückzugehen verwarf ich, denn mein Knie zickte ein bisschen und es war wirklich kalt. Also lief ich stur weiter, denn ich war ja sicher, dass meine beiden Schätze sicher auf dem Tisch lagen. Offenbar hatten sie einfach ohne mich beschlossen, bei der Freundin zu übernachten statt mich zu begleiten. Ich seufzte leise und setzte mich, sobald ich zu Hause ankam, an meinen Laptop. Von dort schrieb ich eine kurze Nachricht und fragte nach, wie mein Eigentum wohl wieder zu mir zurückfinden könnte. Die Freundin antwortete erst mit einem: „Ja, liegt alles hier und ich kann es dir morgen vorbei bringen“, um dann überrascht zu fragen: „Hä? Wieso kannst Du schreiben wenn das Handy hier liegt?“
Ich musste schmunzeln. Dank sei der modernen Technik und der Connection von Handy und Computer. So konnte ich ihr per Whatsapp eine Botschaft auf ihr Handy schicken, während meines auf ihem Tisch ausruhte. Am nächsten Tag brachte sie mir um die Mittagszeit beide Gegenstände vorbei und ich staunte mal wieder, wie man ein Handy vermissen kann, selbst wenn es nur eine Nacht aushäusig ist.
Manchmal ist ein Telefonat genau das Richtige
Außerdem hatte ich diese Woche noch ein langes Telefonat mit meiner Tochter und meinem Sohn im Norden der Republik. Thema Weihnachten und unsere Idee zum Familienweihnachtswichteln. Dabei legen wir gemeinsam Geld zusammen, verteilen es gerecht (nicht jeder hat bei uns die gleichen finanziellen Mittel und so schaffen wir für das Wichteln gleiche Vorraussetzungen), und dann organisiert jeder für einen aus der Familie das Weihnachtsgeschenk. Dieses Jahr müssen wir die Geschenke dann per Post verschicken, denn wir werden zum ersten Mal nicht gemeinsam feiern, da zwei meiner Kinder über Weihnachten arbeiten müssen. Eine im Norden und einer hier ganz im Süden. Da wird es schwer mit dem Besuchen. Aber die Regelung, die wir gefunden haben, gefällt mir trotzdem. Wir werden verbunden sein auch über die Entfernung hinweg und das ist doch wunderbar. Wahrscheinlich werden wir uns auch eine Zeit nehmen, wenn gerade alle frei haben und online über zoom oder discord miteinander kommunizieren und vielleicht sogar spielen.
Ich packe meinen Rucksack 2.0 – und finde immer noch etwas
Wie schon letzten Samstag im Plausch berichtet, packe ich einen 44l-Rucksack für den Ernstfall, sprich für Situationen, in denen man das Haus überstürzt und plötzlich verlassen muss, ohne zu wissen, wann man wieder kommen kann. Also bei Katastrophenalarm, bei Überschwemmung, Bränden oder anderen unvorhergesehenen Notsituationen. Oder einfach als Hilfe für meinen Mann, wenn ich überraschend ins Krankenhaus kommen sollte. Damit er nicht dann anfangen muss zu suchen, was die Frau wohl brauchen könnte.
Ich mache das in ruhiger Gelassenheit und nicht in Panik, halte die Vorsorge aber dennoch für gerechtfertigt. Dabei folge ich unter anderem den Empfehlungen des BBK.
Diese Woche kamen dafür die neuen Packsäckchen an, die ich letzte Woche bestellt hatte. Leider sind auch diese 13-Liter-Drybags immer noch ein bisschen zu groß und ich muss nochmal im Netz suchen, ob ich vielleicht kleinere finde, denn ich will nicht Unterwäsche und Schal und Mütze zusammen in einen Sack stopfen
Warum packe ich überhaupt alles in einzelne Säckchen?
Dadurch kann man nicht nur im Rucksack alles leichter wieder finden, sondern die Kleidung ist auch besser gegen Nässe geschützt. Zwar besitzt der Rucksack auch einen Regenschütz, den man drüber ziehen kann, aber doppelt hält bekanntlich besser.
Die 13-Litersäcke werden aber sicher noch die passende Verwendung finden, denn schließlich braucht auch mein Mann seinen persönlichen Notfallrucksack..
Hüte auf Eis – die Fortsetzung
Die Mottenbekämpfung aus dem letzten Samstagsplausch geht weiter. Leider hatte ich ja Kleidermotten in meinem Mützen-Schal-und-Handschuhvorrat gefunden, zum Glück waren die meisten Teile nicht wirklich angefressen, nur eine Mütze meiner Tochter und ein paar alte Wollhandschuhe hatten so richtig gelitten.
Die erste Fuhre Mützen und Handschuhe hat ihre Woche im Tiefkühler jetzt überstanden und wird heute gegen den nächsten Schwung Schals ausgetauscht. Ich hoffe, dass ich bis Weihnachten alle Kleidungsstücke, die betroffen waren, behandelt habe. Allmählich muss ich mir wirklich eine Strategie und einen Zeitplan überlegen, damit ich nicht den Überblick verliere: Einfrieren, auftauen, das nächste einfrieren, das erste waschen, nach drei Wochen wieder einfrieren und erst dann, kann man die Sachen wieder sicher verstauen.
Heute jedenfalls wandern die ersten Mützen und Handschuhe in die Wäsche und in drei Wochen dann nochmals in den Tiefkühler. Puh, was für ein Aufwand.
Außerdem muss ich noch die Körbe und Schränke reinigen, die betroffen waren. Ich bin wirklich froh, wenn ich das Thema endlich abgehakt habe. Und ehrlich? So bunt muss der Alltag wirklich nicht sein.
4. Zwischen Büchern, Bildern und Vorfreude
Wolkenstein lässt auf sich warten
Meine Bücher sind immer noch nicht eingetroffen. Nicht mal eine Meldung, ob sie inzwischen gedruckt und versandfertig sind. Allmählich wird die Zeit knapp. Noch drei Wochen bis zur ersten Lesung und ich sitze hier auf heißen Kohlen und warte.
Ich freu mich wirklich schon riesig darauf, das erste Buch in Händen zu halten, aber diese Warterei ist einfach lästig.
Übrigens, wenn du dir ein Exemplar sichern möchtest, schreib mir eine Mail unter: info@kreative-schreiberei.de oder schau in der Buchschmiede vorbei.
Wer bekommt was? Ein Crowdfunding mit Nachspiel
Im Sommer hatte ich ja mein großes Crowdfunding und nun wurde es endlich Zeit, die Unterstützerdatei auszuwerten. Denn sobald die Bücher eingetrudelt sind, werden natürlich als erstes die Päckchen an die Unterstützer gepackt. Leider ist die Datei, die startnext da ausgibt, ein riesiges Excelmonster, in dem ich regelmäßig die Übersicht verliere. Deshalb hab ich mir Hilfe von meinem Mann geholt. Der hatte den Computer vor sich und hat mir die Daten ausgelesen und ich hab sie dann in meiner Form in mein BulletJournal übertragen. Zwischendrin gab es kurz Verwirrung, wer Band 1 und wer Band 2 bestellt hat, aber das ließ sich dann doch schnell klären. Jetzt fehlt nur noch der Abgleich, ob ich wirklich genauso viele Bücher und Goodies in meinem Buch stehen habe, wie startnext gemeldet hat.
Immerhin weiß ich nun, wem ich sein Buch persönlich überreichen kann und wer Post von mir bekommen wird. Fehlen nur noch die Bücher und meine Signierstunde. Auch darauf freue ich mich sehr, denn damit findet das Crowdfunding einen guten Abschluss.
Ein Gesicht für die nächsten Lesungen
Diese Woche habe ich auch den Flyer für die Lesung am 21.11. im Café Kirche final erstellt und an die zuständige Person verschickt. Dafür musste noch ein Portrait von mir eingefügt, der Bildrahmen verrutscht und eine Zeile geändert werden. Uff, wieder ein kleiner Meilenstein geschafft.
Außerdem habe ich Fotos von früheren Lesungen und Portraitbilder von mir herausgesucht und an eine Dame versendet, die den zweiten Flyer entwerfen wird, denn am 27. November findet ja schon die nächste Lesung statt, diesmal dann in Kiechlinsbergen, einem Dörfchen, das zu Endingen am Kaiserstuhl gehört.
Ich merke immer wieder, dass mir diese Marketigsachen schwer fallen. Welches Bild ist geeignet? Hat es die passende Auflösung, sieht man genug und andererseits auch nicht zuviel?
Schön war, dass ich für die Lesung am Kayserstuhl sogar Bilder von der letzten Lesung im gleichen Café zur Verfügung hatte und das natürlich gleich einen schönen Rahmen setzt. Nun warte ich gespannt auf den fertigen Flyer. Und nicht nur darauf. Sondern auch, ob die Bücher rechtzeitig ankommen und ob alles reibungslos klappt. Lesungen sind immer spannend und herausfordernd, obwohl ich es wirklich liebe vor Publikum zu sprechen.
Nur eine Entscheidung fehlt hier auch noch: Welche Gewandung werde ich tragen?
5. Und was bleibt von dieser absurd bunten Woche?
Und dann war da noch mein Mann, der überraschend Urlaub hatte und meine Zeitplanung damit völlig über den Haufen geworfen hat. Eben auch bunt und schön. Ich freu mich, dass ich Zeit mit ihm haben kann, er bereichert meinen Alltag und ich liebe ihn immer noch. Nicht genauso wie am ersten Tag, aber auch nicht weniger.
AH und das streikende Emailpostfach. Das hat gezickt, wollte einen Teil der nachrichten, die in einem Unterkonto eingegangen waren, nicht mehr anzeigen. Nach Befragung einer KI was man da den Tun könne, entschloss sich das Postfach aber, doch lieber wieder von allein zu funktionieren. Manchmal löst halt doch die Zeit die Probleme. Und ich war froh, keine komplizierten Tricks anwenden zu müssen, um wieder Zugriff zu kriegen.
Und wie war die Woche nun?
Bunt wars. Und schön wars. Und herausfordernd zugleich.
Aber was bleibt?
Die Zusage Gottes, dass er mein Anker in den Stürmen ist. Egal wie rund und bunt es zugeht. Er ist da und auf ihn ist Verlass
Außerdem die Tatsache, dass Ruhe und buntes Wirbeln sich nicht immer widersprechen.
Und die Erkenntnis, das Warten echt schwer sein kann. Besonders dann, wenn alles so bunt und aufregend ist.
Und jetzt bleibt mir nur noch, dir eine bunte Woche zu wünschen. Sei gesegnet und bleib behütet.
PS: Wenn du nachlesen willst, was letzte Woche so los war: Meinen letzten Samstagsplausch findest du hier.






