Monat: August 2022

Mittelaltermarkt im Angelbachtal

Immer am zweiten Wochenende im August findet der Mittelaltermarkt im Angelbachtal statt. Der Termin gehört schon fest in meinen Kalender und ich habe ihn in der Corona-Zeit schmerzlich vermisst.

Die Anreise zum Spectaculum. Mit Abstecher.

Das Angelbachtal liegt in der Nähe von Sinsheim und Kronau. Wenn ich mir anschaue, wie weit ich für Mittelaltermärkte fahre, gehört das Angelbachtal zu den Locations, die noch verhältnismäßig nah liegen. In etwas mehr als zwei Stunden habe ich die Gegend von Lörrach aus mit dem Auto erreicht. Dennoch haben wir uns für diesen Markt eine Unterkunft in der Nähe gesucht und übernachtet, um den Markt in aller Ruhe genießen zu können. Zu einem Besuch im Angelbachtal gehört für mich inzwischen auch ein Abstecher zum Lußhardtsee (https://www.seen.de/lusshardtsee/) bei Kronau. Dort kann man wunderbar in einem Baggersee abkühlen. Das Strandcafe gypsea (https://www.gypsea-lusshardtsee.de/) sorgt dabei für das leibliche Wohl. Schön ist auch, dass es schattige Liegeplätze auf einer Wiese gibt und einen Ruhebereich. Leider halten sich nicht alle Besucher an diesen schriftlichen Hinweis.

Die Fakten zum Mittelaltermarkt im Angelbachtal

Das Spectaculum gehört zu denen, die es schon lange gibt: seit mehr als 25 Jahren wird hier mittelalterlich gefeiert, geschmaust und gekämpft.

Die Preise sind noch moderat: An der Tageskasse zahlen erwachsene Besucher 15 Euro (12 Euro im Vorverkauf), Gewandete oder Menschen mit einer Behinderung ab 80% zahlen auch an der Tageskasse 12 Euro.

Parkplätze stehen kostenfrei und in ausreichender Zahl zur Verfügung. Von einigen Parkplätzen ist jedoch ein Fußweg von ca 10-15 Minuten in Kauf zu nehmen.

Mehr als 20 Lagergruppen bieten Einblick in mittelalterliches Leben. Die Anzahl der Händler konnte ich leider nicht heraus finden. Aber der Mittelaltermarkt im Angelbachtal gehört zu den größeren und etliche Verkaufsstände laden zum Schauen und kaufen ein. Am Samstag reiten und kämpfen edle Recken dreimal in einem Ritterturnier gegeneinander, am Sonntag zweimal. Ein Badehaus, eine Wasserguillotine und eine Kinderschiffsschaukel mit Wikingerbooten und viele weitere, mittelalterliche Attraktioen machen die besondere Atmosphäre aus und lassen einen in eine andere Zeit eintauchen. Dazu tragen auch die Falkner der Grafen von Strzemieczny mit ihren Greifvögeln bei, die sowohl durch die Anmut der Tiere, als auch ihre prächtige Gewandung zu beeindrucken wissen.

Eine erstaunliche Tatsache

Auf dem ganzen Platz wird keine Cola verkauft. Es gab Holunderfassbrause oder Himbeerfassbrause, selbstgemachte Zitronenminzlimo oder Orangeingwerlimo, Apfelschorle oder Wasser, aber keine Cola. Ist ja auch nicht mittelalterlich. 😉 Dagegen finden sich alle möglichen Sorten alkoholischer Getränke: natürlich dürfen vor allem Met und Bier nicht fehlen.

Veranstalter ist der Histotainmentpark Adventon (http://mittelalterpark.de), der in Osterburken einen Museumspark für lebendige Geschichtsdarstellung betreibt. Dort kann man Miterleben wie eine mittelalterliche Stadt entsteht und Gerber, Schmied und andere Handwerker beobachten.

Das Besondere am Mittelaltermarkt im Angelbachtal

Für mich besonders ist neben der großen Bandbreite an Verkaufsständen das Flair des Marktes. Zum Einen sieht man viele gut und authentisch gekleidete Gewandete, zum Anderen ist das Ambiente des Schlossparks wirklich wunderbar geeignet für dieses Spectaculum. Eine weite Grasfläche mit vielen alten und hohen Bäumen lädt zum Verweilen ein. Durch den Baumbestand gibt es auch bei grellem Sonnenschein und 32 Grad Hitze genügend Schattenplätze zum Hinsetzen und Ausruhen. (Wenn man sich nicht zu fein ist, sich in die Wiese zu setzen.) Schön ist auch das Schloss mit seinem Wassergraben drum herum. Zelte und Lagerleben sind harmonisch in den großen Park eingebettet und so versprüht der Mittelaltermarkt im Angelbachtal seinen ganz besonderen mittelalterlichen Charme.

Hexe Walpurga auf dem Mittelaltermarkt im Angelbachtal

Dieses Mal war für mich auch ein walking act auf dem Platz ein weiteres Highlight. Die Hexe Walpurga (http://www.hexe-walpurga.de/) war mit Hexenhut, Stock und urigen Schuhen unterwegs zwischen Marktständen und Bäumen und hatte für jeden, der ihr nicht explizit aus dem Weg ging ein nettes Wort. Ihre Art mit Kindern umzugehen, jeden anzureden, der nicht schnell genug weg war und ihre liebevolle, behutsame Art waren einfach herzerfrischend. So zauberte sie ein Lächeln auf das Gesicht eines Mädchens mit Downsyndrom, in dem sie ein Foto mit ihm machte und es ermutigte, so zu sein, wie es eben ist. „Jeder ist auf seine eigene Weise schön! Du auf deine und ich auf meine!“, sagte sie zu dem als Prinzessin verkleideten Mädchen. Und die strahlte über das ganze Gesicht.

Einen kleinen Jungen frage sie, ob er Ritter werden wolle. Als der verneinte, hakte sie nach und bekam zur Antwort: Er will Mama werden. Die Hexe lächelte und meinte: „Ohh, das ist schwer, aber heute ist ja fast nichts mehr unmöglich!“ und zwinkerte ihm zu.

Auch uns begrüßte sie und philosophierte darüber, wie gemütlich es sei, im Schatten zu sitzen.

Mein Fazit

Im Angelbachtal ist es einfach gemütlich. Es waren viele Familien mit großen und kleinen Kindern unterwegs, auch etliche Menschen mit Behinderungen nahmen teil und konnten einen vergnüglichen Tag im Mittelalter verbringen.

Für mich ist dieser Termin nicht mehr wegzudenken aus meinem persönlichen Mittelalterkalender. Deshalb werde ich nächstes Jahr, so Gott will, wieder ins Angelbachtal reisen und den Markt genießen. Dann am 12.-13.08.2023. Weitere Informationen findet Ihr unter http://www.ritterfest-angelbachtal.de/

Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Mittelalterfest im Angelbachtal.

Hinterlasst mir gerne Eure Meinung in den Kommentaren.

Das Kaltenberger Ritterturnier

Am letzten Wochenende: 29. bis 31. Juli 2022 war ich beim Kaltenberger Ritterturnier. Und natürlich gibt es hier dazu einen Bericht. Das Bild, das oben zu sehen ist, ist nur ein Symbolbild, da man beim Kaltenberger Ritterturnier weder Fotos noch Filmaufnahmen machen darf.

Die Fakten

Das Turnier wurde 1980 von Prinz Luitpold von Bayern ins Leben gerufen. In den letzten zwei Jahren musste es Coronabedingt ausfallen. Die Arena, in der die mittelalterliche Stunt-Show stattfindet ist 70 mal 30 Meter und bietet fast 10.000 Sitzplätze und 3.000 Stehplätze. Um die Arena und das Kaltenberger Schloss (erbaut ab 1292) findet ein Markt statt mit Handwerkern und Verkaufsständen. Außerdem gibt es mehrere Bühnen, auf denen mittelalterliche Musik und Gaukelei geboten wird. (Quelle www.wikipedia.de)

Die Karten kosten von 29,95 Euro für den Einlass auf den Markt mit Stehplatz über mindestens 44,95 für einen Sitzplatz bis zu 74,95 für einen Logenplatz.

An einem Wochenende gibt es auch eine Gauklernacht. Dort musste man für den Eintritt 39, 95 Euro berappen.

Alle Infos zum Kaltenberger Ritterturnier findest du unter www.ritterturnier.de

Die Ankunft beim Kaltenberger Ritterturnier:

Wir hatten von unserer Unterkunft eine knappe halbe Stunde Anfahrtsweg. Dank Google Maps und Handynavigation kein Problem. Die letzte Strecke war auch ausgeschildert. Am Parkplatz angekommen, wiesen uns nette Damen und Herren einen passenden Parkplatz auf einer Wiese zu. Natürlich nicht, bevor wir nicht den Obolus von 5 Euro Parkgebühr entrichtet hatten.

Wir hatten uns den Samstag als Besuchstag ausgesucht. Einlass sollte um 16 Uhr sein. Auf Empfehlung von Bekannten erreichten wir das Gelände der Kaltenberger Ritterspiele recht früh, nämlich eine Stunde vor Einlass. Nachdem wir die letzten Assecoires an der Gewandung gerichtet und die Mittelaltersandalen geschnürt hatten, begaben wir uns auf den kurzen Weg vom Parkplatz zum Eingang. Dort hatte sich schon eine Menschentraube gebildet. Eine Lokalität vor den Toren des Spektakels sorgte für Getränke. Etliche machten davon Gebrauch, obwohl es an unserem Besuchstag mit etwa 20 Grad nicht sonderlich heiß war.

Angesichts der Menschenmenge begann der Einlass auf den Markt schon ab ca. halb vier, so dass es sich gelohnt hat, früher da zu sein. Dennoch haben wir uns gefragt, warum der Markt nicht schon mittags oder gar vormittags öffnet. Von anderen Mittelaltermärkten sind wir es gewohnt, den ganzen Tag dort zu verbringen und richtig in eine andere Zeit einzutauchen.

Der Markt

Leider ging es mir körperlich nicht so besonders gut an diesem Tag, was den Besuch des Ritterturniers und des Marktes ein wenig getrübt hat. Das war aber nicht der alleinige Grund, dass mich der Markt enttäuscht hat. Es gab wenig richtig mittelalterliches. Der Töpfer hatte zwar schöne Tonwaren, auch Türme und Burgen, in die man eine Kerze/Teelicht stellen konnte und ähnliches, aber das war eher moderne Kunst, sehr schöne Kunst, zugegebener Maßen, aber eben nicht mittelalterlich. Ich hätte mir zum Beispiel Tonwaren wie Krüge, Becher oder Schalen gewünscht.

Gewandungsstände habe ich nur zwei entdeckt und einer davon hat Kleidung im Ethnostyle angeboten, aber keine mittelalterlichen Kleidungsstücke. Der zweite hat sehr schöne, aber auch sehr teure Gewandungen. Schade. Hier wäre noch Potential nach oben.

Dafür gab es einen Stand mit Holzkämmen und immerhin einen Waffenstand. Wobei wir uns dort gefragt haben: Wieso darf man Waffen auf dem Markt kaufen, wenn man aber beim Einlass keine tragen darf? Wozu soll ich dann ein Schwert oder einen Dolch erstehen, wenn ich ihn beim nächsten Mal dann gar nicht mitbringen kann? Auch hier ein deutliches Minus zu anderen Mittelaltermärkten.

Positiv aufgefallen sind uns handwerkliche Darstellungen, so gab es einen Tischler/Schreiner bei dem Besucher sich nicht nur ansehen konnten, wie Holz mit Beitel und Hammer bearbeitet wurde, sondern sogar selbst Hand anlegen konnten. Außerdem gab es eine Färberei, die zeigte wie Wolle und Leinen mittels Naturfarben gefärbt wurden und die Möglichkeit in Hütten hinein zu schauen und zu sehen, wie man damals hauste.

Verpflegung auf dem Kaltenberger Ritterturnier

Attraktiv fanden wir auch die Bewirtungsstände und die Möglichkeit ein mehrgängiges Rittermenü zu buchen. Das Menü wäre sehr üppig gewesen, weshalb wir dieses Mal darauf verzichtet haben, uns einen Platz zu reservieren. Im Nachhinein habe ich eben erfahren, dass man das Menü auch erst ab 4 Personen buchen konnte und wir waren nur zu zweit. Wieder schade.

Aber auch die anderen Stände boten leckere kulinarische Schmankerln. Von verschiedenen Knödelvariationen und Hirschgulasch mit Knödeln über Waffeln und Pfannkuchen mit süßer oder herzhafter Füllung gab es vieles. Es duftete herrlich nach gebratenem Fleisch und auch für den Durst gab es genügend Stände. Bier wurde in rauen Mengen ausgeschenkt. Aber man durfte auch eigene Flaschen mit aufs Gelände bringen, so lange es keine Glasflaschen waren.

Musik und Rahmenprogramm

Neben einem Barden (Barlhow), der sein Publikum mit Späßen, Laute und nettem Gesang, sowie seiner frechen Schnauze unterhielt, spielte zum Beispiel das Weibsvolk auf, eine Gruppe aus 4 Frauen, die mittelalterliche Lieder aus verschiedenen Ländern darboten. Mit Percussion, Flöten, Dreisaiter, Fidel und Gesang unterhielten sie das Publikum gar trefflich.

Außerdem spielten an unserem Wochenende die Bands Koenix und Tanzwut auf und es gab zahlreiche weitere Gaukler, Jongleure und Walking Acts auf dem Gelände.

Ein Trupp Trommler und Fahnenschwenker zog immer mal wieder über den Platz und um 18 Uhr fand der Festumzug mit allen Gruppen über das Veranstaltungsgelände des Kaltenberger Ritterturniers statt.

Das Kaltenberger Ritterturnier – die Stuntshow

Ab 19 Uhr war Einlass in die Arena. Die Sitzplätze auf Holzbänken waren recht eng und nicht sonderlich bequem. Beim nächsten Mal nehme ich mir sicher ein Sitzkissen mit.

Das Vorprogramm startete um 19 Uhr 30 mit Musik und Fahnenschwenker und dem Herold Walter von der Pferdewiese. Dieser Teil war ganz nett, riss uns aber noch nicht vom Hocker. Das eigentliche Turnier wurde dann von Prinz Luitpold von Bayern höchstpersönlich um 20 Uhr eröffnet.

Der zweite Teil, das Hauptprogramm ,wartete mit einer ganz ordentlichen Story und etlichen aktiven Darstellern auf. Die Geschichte entbehrte zwar in manchen Teilen der Logik, war an anderen Stellen für eifrige Mittelalterfans recht vorhersehbar und doch so nett gemacht, dass sich die Show sehen lassen konnte. Besonders zu loben sind die Stuntreiter, die ihre Sache sehr gut gemacht haben und für Spannung und atemberaubende Momente gesorgt haben.

Alles in allem hat das Kaltenberger Ritterturnier meine Erwartungen erfüllt. Es war ein unterhaltsamer Abend mit einigen spektakulären Bildern, die sich mir ins Gehirn gebrannt haben. Anregung für meine Schreiberei war es allemal. Das Turnier selbst rechtfertigt die hohen Eintrittspreise zumindest teilweise und hat mich für den nicht ganz so gelungenen Markt entschädigt.

Jedes Jahr würde ich dennoch nicht zum Kaltenberger Ritterturnier fahren. Dazu war es zu wenig inspirierend. Schade ist nämlich auch, dass viel zu viele Personen reine Besucher sind, die nicht mittelalterlich gewandet kommen. Anders als auf dem Wormser Spektaculum oder dem MPS ist damit die Atmosphäre eher wie im Europapark Rust, wo eben viele Touristen in modernen Alltagsklamotten herumstromern. Ein echtes Mittelalterfeeling kommt somit nicht auf, was sehr bedauerlich ist.

Als ärgerlich haben wir auch empfunden, dass sowohl während des Vorprogramms als auch nach Beginn des Hauptprogramms immer wieder Leute noch in die Reihen reinrutschen mussten. Auch während der Show war es recht unruhig, denn manche Zeitgenossen können nicht mal 2 Stunden sitzen bleiben, sondern müssen ständig rein und raus, vermutlich zur Toilette oder um sich Getränkenachschub zu holen. Das war mehr als lästig. Besonders unhöflich fanden wir, dass es Menschen gab, die sofort nach Ende des Turniers aufgesprungen und gegangen sind, ohne den Akteuren den verdienten Applaus zu spenden. Das ist mehr als schäbig. Denn so schlecht war die Show nun nicht.

Fazit

Das Kaltenberger Ritterturnier ist sicherlich eine Reise (und auch den hohen Eintritt) wert, wird aber nicht in die Riege meiner absoluten Lieblingsmärkte aufsteigen. Einmal gesehen haben muss man es, wenn man Fan von Mittelalterveranstaltungen und Märkten ist. Aber es gibt eine Menge anderer Märkte, die mehr Ambiente und Flair entwickeln.

Warst du auch schon mal in Kaltenberg zum Ritterturnier? Oder welcher Mittelaltermarkt gefällt dir besonders gut? Sag es mir in den Kommentaren.

Roman-Tagebuch Teil 24

Spannende Zeiten

Jubel und freu und kreisch…. Ich bin sooo begeistert und aufgedreht. Die letzte Woche war der Hammer. Eigentlich wollte ich diesen Blogpost schon viel eher schreiben, aber vor lauter lauter bin ich zu nix gekommen.

Aber jetzt mal von vorne. Was ist denn eigentlich los und wieso bin ich so aufgekratzt.

Ferienzeit

Es ist August.

Ferienzeit.

Und auch ich mache Ferien.

Letztes Wochenende war ich beim Kaltenberger Ritterturnier. (Bericht folgt) Morgen fahre ich vier Tage mit meinem Mann ins Rhein-Main-Gebiet und danach die Woche tauche ich ins Mittelalter ab. Privates Live-Rollenspiel. 

Arbeitszeit

Aber vor den Ferien kam die Arbeit. Und da ich so viel am Roman gearbeitet habe, bin ich nicht dazu gekommen hier im Blog mit euch zu teilen, was so alles los war.

Und es war eine Menge los.

Testleser-Zeit

Ihr dürft mit mir jubeln und euch mit mir freuen. Das ist die beste Nachricht seit langem:  Die erste Phase des Buchschreibens ist abgeschlossen und ich bin richtig begeistert. Ich habe das Manuskript meines ersten Buches so weit fertig gestellt, dass ich die Version meinen Testlesern in die Hände geben konnte. Natürlich sind mir nach Abgabe noch Fehler aufgefallen, aber so ist das ja immer. Aber gut, jetzt warte ich einfach erstmal ab, was die Testleser sagen und die haben bis Ende August Zeit für ihre Antwort, denn ich hab mir gedacht, ein bisschen Pause und Abstand schadet auch mir nicht.

Aber untätig bin ich seitdem trotzdem nicht gewesen. Im Gegenteil es war eine

Entscheidende Zeit

Kennt ihr das? Entscheidungen sind schwer. Ich jedenfalls tue mich sehr schwer damit, Dinge zu entscheiden und festzulegen. Schon wenn ich ins Restaurant gehe, finde ich es schwer, zu entscheiden, was ich essen will. Wieviel mehr dann bei solchen Sachen, die wirklich wichtig sind. Aber ich habe es geschafft und bin ehrlich stolz auf mich. Ich habe megawichtige Entscheidungen getroffen und die ersten Aufträge für mein Buch erteilt. Boah, war das spannend. Ich hatte richtig schwitzige Hände. Erste grundlegende Entscheidung:

Das Buch erscheint im Selfpublishing.

Zweite wichtige Entscheidung:

Ich werde ein crowdfunding veranstalten, um das Geld für Lektorat und Buchsatz zusammen zu bekommen. Denn meine eigenene Finanzen reichen nicht, um dieses Buchprojekt im Selbstverlag zu finanzieren. Ihr glaubt nicht, wie aufregend ich das finde. So etwas habe ich noch nie gmacht. Und Marketing ist nicht mein Steckenpferd. Zum Thema Crowdfunding werde ich in den nächsten Wochen noch einen gesonderten Artikel schreiben. Ich habe meine crowdfunding-Platform inzwischen gefunden (Sie heißt startnext und ist zu finden unter www.startnext.com) und werde dort das Projekt in den nächsten Wochen aufsetzen und euch hier dann wissen lassen, wann es soweit ist, dass man mich unterstützen kann,

Dritte und vierte Entscheidung

Ich habe meine Coverdesignerin gesucht und gefunden. (Unter www.100covers4you.com könnt ihr euch einen Eindruck verschaffen. Ich finde besonders die Fantasy/Mystery-Cover sehr schön und fast schon passend für mein Buch.) Und ich habe einen Auftrag erteilt für ein individuelles Buchcover. In diesem Zuge musste natürlich auch der Titel festgelegt werden, was gar nicht so einfach war. Aber mit Hilfe von guten Freunden, die selbst auch Autoren sind, habe ich mich mit mir selbst geeinigt auf:

Ansgar von Briant – Der Freund des Königs

Das ist nun also der endgültige Titel und ich bin sehr zufrieden damit. Und hoffe, dass die Leser etwas damit anfangen können.

Fünfte Entscheidung:

Mein Buch braucht eine Landkarte, damit man sich orientieren kann und ein Gefühl für das Land bekommt. Ich hatte schon eine Karte selbst gezeichnet, aber man sieht eben, dass es eher unprofesionell gemacht ist und ich hab lange gegrübelt, was man da machen kann.

Und dann bin ich auf eine Seite gestoßen, die mich total angesprochen hat. Es gibt jemanden, der genau für meine Zweck handillustrierte Karten zeichnet. (Hier gehts zu den Landkarten: www.illustrierte-landkarten.de) Und ich habe dort sofort angefragt und mir das gegönnt, eine handgefertigte Landkarte für mein Buch zu bekommen. Und heute habe ich schon den ersten Entwurf gesehen und konnte noch eine Anmerkung dazu machen. Ich bin wahnsinnig gespannt, die fertige Karte in Händen zu halten. 

Uff und nun bin ich platt. Fünf entscheidende Entscheidungen innerhalb einer Woche. Das war nicht nur spannend, aufregend und vollkommen crazy, sondern auch echt anstrengend. 

Und wie geht es weiter?

Nun, ganz einfach: Mit Band 2

Ich habe bereits ein Whiteboard mit Ideen gefüllt und geplottet. Okay, das muss man noch ausbauen und richtig aufschreiben und ausarbeiten, aber der Anfang ist getan. Und gestern und heute habe ich schon an der ersten Szene gearbeitet. Es stehen schon mehr als 1200 Worte. Okay, okay das muss noch mehr werden… aber es wird wachsen, wie das letzte Manuskript und wenn ich es schaffe, so zu schrieben, wie ich es plane, könnte Band 2 nächstes Jahr um diese Zeit genauso weit sein wie jetzt Band 1.

Wenn Ende August dann das Manuskript von den Testlesern zurück kommt, werde ich Band 1 überarbeiten, das crowdfunding organisieren und am 27. September mit anderen zusammen meine erste Online-Lesung haben. Dann fehlen noch Lektorat und eine weitere Überarbeitung und der Buchsatz und dann kann man das Manuskript veröffentlichen. WOW. Ich bin selbst erstaunt, wie das bisher alles klappt. Und werde hier weiter berichten.

Und bis dahin freue ich mich über eure Kommentare. Vielleicht mögt ihr mir auch erzählen, was ihr von crowdfunding haltet und ob ihr gerne einen Newsletter von dieser Seite erhalten würdet.