Rund ums Schreiben

Neue Charaktere erfinden Teil 1

Wie erfinde ich eine neue Figur für meine Geschichten, egal ob Roman oder Rollenspiel?

Falls mich der neue Charakter nicht fix und fertig anspringt und sagt „Hier bin ich!“, was manchmal, aber eher selten passiert, dann muss ich hart arbeiten. Da gibt es eine Menge Entscheidungen zu treffen:

Wer ist meine Figur?

Erstmal muss ich grob wissen, wer mein Charakter sein soll: Ist er Banker an der Wallstreet oder Drogendealer (was bei mir beides eher selten bis gar nie vorkommt ;-)? Oder ist er Räuber, Ritter, Bauer, Kind, Frau, Freund oder Feind? Ist er überhaupt ein Mensch? Oder doch eher Zwerg, Ork, Elf oder Außerirdischer? Drache? Werwolf, Vampir? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Aber so lange ich nicht weiß, was ich brauche für meine Geschichte, wird es schwierig einen Charakter zu erschaffen. 

Wenn ich meinen Charakter grob einer Kategorie zu ordnen kann, fange ich an, einen Namen zu finden.

Uff und das ist ein eigenes Kapitel wert.

Namen erfinden,

eine Wissenschaft für sich

Namen sind nicht nur Schall und Rauch, Namen prägen einen Charakter. Wenn der Name nicht passt, wirkt die Figur schief, schrullig oder unfreiwillig komisch. Wenn ich einen alten Zwerg Hercules nenne, dann lacht sich jeder kaputt. Wenn das nicht meine Absicht ist, ist der Name verkehrt. Namen müssen passen, sie müssen klingen. (siehe https://kreative-schreiberei.de/roman-tagebuch-teil-2/)

Nun stellt sich die Frage, will oder brauche ich einen Namen, der auch in der realen Welt funktioniert (z. B. Lina Berlein oder Karl Hinrich) oder soll es ein ganz abgespacter Name werden, etwas fantastisches, noch nie gehörtes? (Wie Tycedan Shargur, Sithaobe  Achloz). Fantasynamen sind oft nur Aneinanderreihungen von Silben und sagen mir persönlich meist wenig. Bei realen Namen dagegen ist es schwierig, weil irgendwer heißt immer so… 

Wie ich geeignete Namen finde:

Ich nutze Namensgeneratoren und da gibt es viele:

https://www.fantasynamegenerators.com (ziemlich coole Seite, allerdings auf englisch)

https://www.rollenspielprojekt.de/namensgeneratoren/fantasy-namen-generator.html (für Fantasy geeignet, aber es kommen oft sehr krude Namen heraus)

Wenn es realistischer werden soll, kann man hier Vornamen generieren lassen:

https://www.vorname.com/babynamen_generator.html und

https://www.windelprinz.de/babynamen-generator

eine Sammlung verschieder Namensgeneratoren findet sich auf dieser Seite:

https://www.namensgeneratoren.de

Es gibt noch unendlich viele andere Namensgeneratoren und ich habe schon viele ausprobiert, meistens bin ich mit den Ergebnissen nicht so zufrieden, besonders bei den Fantasygeneratoren, die nur irgendwelche Silben aneinanderhängen.

Ich nutze auch Vornamenlisten, die männliche und weibliche Vornamen verschiedener Sprachen bereitstellen. Meine Lieblingsseite gibt es leider nicht mehr. Dennoch hier ein paar Seiten, auf denen man fündig werden kann, wenn man Namen sucht:

 Vornamen.com bietet neben dem Generator auch Namenslisten.

https://www.babyclub.de/vornamen.html

https://www.hallo-eltern.de/vornamen/

Speziell für weibliche Vornamen:

https://www.vita34.de/namenslisten/vornamen-fuer-maedchen/

Oder männliche Namen:

https://www.vita34.de/namenslisten/vornamen-fuer-jungen/

und auf meinem Apple MacBook Air habe ich den Namensgenerator Roster (https://apps.apple.com/de/app/roster/id586140576?mt=12) aus dem Appstore von Apple heruntergeladen.

Und dann kann man natürlich das gute alte Stammbuch mit der Vornamensliste nutzen oder im Telefonbuch blättern. 

Wichtig ist, hinterher den Namen zu prüfen, ob es den schon irgendwo so gibt, damit man nicht rechtliche Probleme kriegt.

Wenn ich einen passenden Namen gefunden habe, der zur Figur passt und mir gefällt, dann spiele ich damit: andere Schreibweisen, Namenszusätze, Kombinationen, ich probiere so lange, bis es für mich perfekt ist. Dann lasse ich andere hören, lesen, wie meine Figur heißen soll, damit ich sehe, wie meine Idee auf andere wirkt. Bei mir muss meine Familie und eine gute Freundin  herhalten. 

Wenn ich zufrieden bin, betrachte ich das ganze mit ein wenig Abstand. Schlafe eine oder zwei Nächte darüber und gehe mit dem Namen, dem Chara dahinter, spazieren.

Ich muss mit dem Namen schon eine Vorstellung von der Person bekommen. Der Name weckt Assoziationen, Ideen, zieht mich hinein in die Geschichte. Der Name ist quasi die Eintrittskarte in eine neue Welt. Wenn das klappt, ist der Name perfekt.

Wie es weiter geht, wenn ich einen Namen gefunden habe, könnt ihr im nächsten Teil lesen.

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